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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 06.03.2009
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Konjunktur in Berlin im Fahrwasser der Finanzkrise

Die globale Nachfrageschwäche hat die Berliner Wirtschaft im letzten Quartal 2008 mit voller Wucht getroffen. Vor allem die Industrie wurde von der konjunkturellen Abkühlung voll erfasst. Das geht aus dem jüngsten Konjunkturbericht der Investitionsbank Berlin (IBB) hervor. Gleichwohl konnte aufgrund des wachstumsstarken ersten Halbjahres für das Gesamtjahr 2008 noch ein reales Wirtschaftswachstum von 1,6 Prozent erreicht werden, was sogar über dem bundesdeutschen Wert von 1,3 Prozent liegt.

Die aktuellen Frühindikatoren signalisieren jedoch, dass sich die konjunkturelle Lage 2009 deutlich verschlechtern wird. Insbesondere die produktionsnahen Konjunkturindikatoren deuten hier auf eine weitere Abschwächung hin. So sah sich die Industrie in Berlin in den Herbst- und Wintermonaten massiven Einbußen ausgesetzt. Bei den Bestellungen lag das Minus in der Industrie im letzten Quartal 2008 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum bei 20,0 Prozent. Im gesamten Jahr 2008 gingen die Auftragseingänge um 6,5 Prozent zurück. Besonders betroffen von den Orderrückgängen waren die im vorangegangenen Jahr noch so erfolgreichen Berliner Branchen Chemie und Maschinenbau. Vor diesem Hintergrund ist bis weit in das Jahr 2009 hinein kaum mit einer Erholung der Industrieproduktion zu rechnen. Die eingebrochene Nachfrage trübt die Umsatzerwartungen der Berliner Unternehmen und wird vor allem die Nachfrage nach unternehmensnahen Dienstleistungen belasten.

Gute Nachrichten kamen noch bis Januar 2009 vom Arbeitsmarkt: Die Zahl der Arbeitslosen verringerte sich im Vorjahresvergleich um 5,4 Prozent und den Berliner Arbeitslosen standen Ende Januar über 32.000 gemeldete offene Stellen gegenüber. Das waren deutlich mehr als vor einem Jahr. Auch die neuesten Daten aus der Erwerbstätigenrechnung zeigen, dass Berlin im vergangenen Jahr bei der Beschäftigung ein gutes Stück vorangekommen ist. Berlin lag 2008 das dritte Jahr in Folge im Spitzenbereich. Die Entwicklung blieb dabei weitgehend von rezessiven Einflüssen verschont und konnte mit 2,1 Prozent nochmals einen fast so hohen Anstieg wie im Boomjahr 2007 realisieren. Der hohe Beschäftigungsaufbau ist dabei hauptsächlich das Ergebnis fortgesetzter Ausweitung der voll sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung. Die Anzeichen für eine Wende sind jedoch nicht zu übersehen – der Beschäftigungsaufbau verlangsamt sich und die Zahl der Kurzarbeiter erhöhte sich im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat deutlich.

Alles in allem ist vorerst davon auszugehen, dass die negativen Tendenzen in den nächsten Monaten anhalten. Vor diesem Hintergrund muss für 2009 mit einem Rückgang des Berliner Bruttoinlandsprodukts von etwa 2,0 Prozent gerechnet werden. Neue Hiobsbotschaften aus der Finanzwirtschaft, die weitere Insolvenzen, massive Wertberichtigungen und eine Verschärfung der Kreditsituation verursachen könnten, dürften die Wirkungen des Konjunkturpakets zumindest teilweise kompensieren und die negativen Tendenzen auch in Berlin verstärken. Bei weiterer Schrumpfung der Indikatoren könnte sich dann für 2009 auch ein stärkerer Rückgang des Berliner Bruttoinlandsprodukts ergeben. Als Folge der Konjunktureintrübung wird die bislang positive Arbeitsmarktentwicklung auch in Berlin langsam auslaufen. Künftig dürfte die Arbeitslosigkeit wieder steigen.

Den vollständigen Konjunkturbericht sowie weitere volkswirtschaftliche Analysen und Berichte finden Sie in unserem Download-Center unter der Adresse http://www.ibb.de



Herr Hartmut Mertens
Tel.: (030) 21 25-47 38

Investitionsbank Berlin (IBB)
Bundesallee 210
10719 Berlin
www.ibb.de

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