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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 26.11.2008
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Konjunkturtrend in Berlin weist abwärts

Angesichts der internationalen Finanzmarktkrise und den davon ausgehenden Schockwellen ist es unvermeidlich, dass auch die Berliner Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wird. Nach einem zunächst überraschend guten Start im ersten Halbjahr 2008 mit einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 2,5% hat sich die Situation mittlerweile auch in Berlin stark eingetrübt.

Der starke Rückgang der Wirtschaftsleistung in den wichtigsten Handelspartnerländern belastet vor allem die Berliner Industrie. Von Januar bis September 2008 gingen die Auslandsbestellungen im Verarbeitenden Gewerbe um insgesamt 7,0% zurück. Besonders betroffen waren die im vergangenen Jahr noch so erfolgreichen Berliner Branchen Papier- und Druckgewerbe, Chemie, Maschinenbau sowie Metall. Zuwächse gab es lediglich im Fahrzeugbau sowie in der Elektrotechnik. Die Schwäche bei den Bestellungen bestätigt, dass das Verarbeitende Gewerbe in den nächsten Monaten kaum Wachstumsimpulse liefern wird.

Eine negative Entwicklung zeigt auch die Berliner Exportwirtschaft. Insgesamt sind die Berliner Ausfuhren in den ersten acht Monaten 2008 um 6,1% deutlich zurückgegangen. In den letzten beiden Jahren trug das Exportgeschäft im entsprechenden Zeitraum mit Wachstumsraten von 9,9% bzw. 13,2% noch deutlich zum Berliner Aufschwung bei. Vor einem Rückgang der Ausfuhren schützt derzeit auch nicht mehr die Nachfrage aus den neuen EU-Ländern. Konnten die Berliner Exporte in diese Länder 2007 noch deutlich gesteigert werden, musste im bisherigen Jahresverlauf 2008 bereits ein Rückgang hingenommen werden.

Dagegen zeigen sich die Berliner Bauunternehmen trotz des Konjunkturabschwungs bisher krisenresistent. Mit einem Ordervolumen von insgesamt 944 Mio. EUR sind die Auftragsbücher der Berliner Baufirmen noch immer gut gefüllt. Die Aussicht auf weitere Aufträge für den Ausbau der Infrastruktur rund um den Großflughafen BBI macht die Bauunternehmen auch für die nächsten Monate zuversichtlich. Allerdings gilt die Bauindustrie wegen lang laufender Großprojekte auch als Nachzügler der Konjunkturentwicklung. Der Abschwung könnte die Bauwirtschaft mit Verspätung doch noch erfassen.

Branchen, die die Krise glimpflicher als andere Bereiche überstehen könnten sind neben dem dynamischen Dienstleistungsbereich die Vielzahl kleiner Unternehmen in den Berliner Kompetenzfeldern. Betriebe geringer Fertigungstiefe haben sich umstrukturiert und verfügen nun über eine hohe Forschungs- und Innovationskraft. Traditionsgüter werden dabei ebenso produziert wie hoch spezialisierte Technologie-Produkte.

Alles in allem ist für 2009 nicht davon auszugehen, dass es zu einer Steigerung der Gesamtleistung kommen wird. Während in diesem Jahr insgesamt noch mit einer Zuwachsrate des Bruttoinlandsprodukts von 1,3 bis 1,5% zu rechnen ist – nach 2,0% im vergangenen Jahr – kann für 2009 nach den neuesten Zahlen allenfalls eine Stagnation der wirtschaftlichen Leistung erwartet werden. Als Folge der Konjunktureintrübung wird die bislang positive Arbeitsmarktentwicklung auch in Berlin langsam auslaufen. Mit Entlassungen in großem Stil ist jedoch nicht zu rechnen. Sonderfaktoren wie der nach wie vor hohe Bedarf an Fachkräften in Berlin tragen zu einer Stabilisierung bei.

Den vollständigen Konjunkturbericht sowie weitere volkswirtschaftliche Analysen und Berichte finden Sie in unserem Download-Center unter der Adresse www.ibb.de



Herr Hartmut Mertens
Tel.: (030) 21 25-47 38

Investitionsbank Berlin (IBB)
Bundesallee 171
10715 Berlin
www.ibb.de

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