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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 25.01.2008
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Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln: IQWiG-Vorschlag lässt viele Fragen offen

Zur heutigen Vorstellung eines Konzepts für eine Methode der Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln durch das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) erklärte Prof. Dr. Bar-bara Sickmüller, stellvertretende Hauptgeschäftsführerin des Bundes-verbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI):

„Die Bestimmung der Kosteneffektivität eines Arzneimittels nach Lesart des IQWiG würde die Anerkennung des medizinischen Fortschritts nur im Falle der äußerst seltenen Sprunginnovationen möglich machen. Arzneimittel, die z. B. hinsichtlich ihrer Wirksamkeit oder weniger Nebenwirkungen wichtige Weiterentwicklungen darstellen, würde den gesetzlich Versicherten nicht mehr erstattet werden. Dies hätte die Abkopplung vom medizinischen Fort-schritt oder weitere Zuzahlungen zur Folge.

Das heute durch das IQWiG nach einjähriger Beratungsphase präsentierte Konzept der „Analyse der Effizienzgrenze" zur Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln enttäuscht und schafft mehr Fragen als Antworten. Die Berech-nungen des IQWiG basieren auf der Grundlage historischer Preisentwicklun-gen. Weder die Definition des Nutzens noch die in die Berechungen einflie-ßenden Kostenfaktoren werden durch das Modell des IQWiG eindeutig be-schrieben. Damit ist die Vorgehensweise des IQWiG weiterhin nicht vorher-sehbar.

Auch eine tatsächliche Gewichtung von Nutzen im Verhältnis zum Preis eines Arzneimittels findet nicht statt. Dies bleibt dem Spitzenverband Bund der Krankenkassen überlassen, der ebenfalls nicht über die erforderliche Legiti-mität für solche Wertentscheidungen verfügt. Das IQWiG wird somit seiner Aufgabenstellung nicht gerecht.“



Herr Wolfgang Straßmeir
Tel.: 030/27909-131
E-Mail: wstrassmeir@bpi.de

Bundesverband der Pharmazeutischen
Industrie e.V. (BPI)
Friedrichstraße 148
10117 Berlin
www.bpi.de

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner über 50jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, -entwicklung, -zulassung, -herstellung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 72.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel, der Homöopathie/Anthroposophie und Pharma-Dienstleister.

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