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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 09.07.2009
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Krank im Urlaub: Deutsche schätzen Gesundheitsrisiken falsch ein

- Durchfall ist Reisekrankheit Nummer eins - Experten raten zu Präventivmaßnahmen

Acht von zehn Deutschen haben Angst vor Malaria. Die Tropeninfektion wird unter den Reisekrankheiten am meisten gefürchtet. Jährlich infiziert sich aber nur einer von 100.000 deutschen Urlaubern. Überraschend: Die größte Gefahr bei Auslandsreisen geht von Durchfallerkrankungen aus. Nach Angaben des Robert Koch Instituts erkrankt jeder dritte Reisende daran, von kurzzeitigen Infekten bis hin zum tödlichen Ausgang. Dennoch stufen sechs von zehn Deutschen den Durchfall als ungefährlich ein. Das hat die repräsentative Studie „Gesundheit auf Auslandsreisen“ vom Deutscher Ring Krankenversicherungsverein a.G. ergeben. Weil Gesundheitsgefahren falsch eingeschätzt werden, mahnen die Experten seit Jahren eine bessere Information und Vorbeugung an.

Durchfall mit oftmals schlimmen Folgen

Jeder vierte Deutsche informiert sich nicht ausreichend über Gesundheitsrisiken im Reiseland. Dabei warnen Experten besonders vor reisebedingten Durchfallerkrankungen und ihren Folgen. Vor allem für ältere Menschen, Kleinkinder und Schwangere ist der Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust gefährlich. Kreislaufzusammenbrüche und Nierenversagen sind mögliche Folgen. Und nicht immer sind die Beschwerden nach wenigen Tagen überstanden. Weltweit sterben jedes Jahr rund drei Millionen Menschen an Durchfallerkrankungen. Besonders hoch ist die Ansteckungsgefahr in Ländern mit niedrigem Hygienestandard. Auch auf Gruppenreisen, wie etwa bei Kreuzfahrten, verbreiten sich Durchfallerreger sehr schnell. Bakterielle Verschmutzung von Nahrung und Wasser, aber auch die ungewohnte feuchte Hitze oder Stress begünstigen eine Infektion. Dabei sind in den meisten Fällen Kolibakterien für die Erkrankung verantwortlich. Je nach Urlaubsziel empfehlen Experten vor Reisebeginn Impfungen gegen bestimmte virale und bakterielle Erreger. Einen generellen Schutz gegen Durchfall gibt es allerdings nicht. Das Infektionsrisiko kann aber insbesondere durch die Einhaltung nahrungsmittelhygienischer Grundsätze im Urlaubsland verringert werden. Dazu gehört häufiges Händewaschen ebenso wie einfache Vorsichtsmaßnahmen, beispielsweise nur durchgegarte Speisen zu essen und kein Leitungswasser zu trinken.

Urlauber sind schlecht informiert

„Oft versperren diffuse Ängste den Blick auf die tatsächlichen Gesundheitsrisiken bei Auslandsreisen. Die Fehleinschätzungen über die wahren Gefahren führen häufig dazu, dass die wesentlichen Impfungen und Vorsichtmaßnahmen nicht ergriffen werden “, sagt Frank Grunwald, Gesundheitsexperte beim Deutschen Ring. So fürchtet sich beispielsweise knapp jeder dritte Deutsche vor einer Gelbfiebererkrankung in Asien. Die Infektionskrankheit kommt jedoch nur in Afrika und Teilen Südamerikas vor – nicht aber in Asien. Bei Reisen nach Asien bringt ein Impfschutz gegen die Tropenkrankheit dementsprechend nichts und die Urlauber kommen wohlmöglich mit anderen Krankheiten im Gepäck zurück.

Reisemedizinische Beratung zu Risiken wie diesen ist besonders wichtig für Haushalte mit Kindern und Senioren, da die meisten Krankheiten vor allem für ältere und sehr junge Menschen bedrohlich sind. In den Haupt-Urlaubszielen deutscher Familien werden neben den Durchfallerkrankungen insbesondere Hepatitis A und B sowie Infektionen durch Zeckenbisse zum unliebsamen Souvenir. Wie aus der Studie „Gesundheit auf Auslandsreisen“ vom Deutschen Ring hervorgeht, fürchten sieben von zehn Reisenden Hepatitis. Tatsächlich infizieren sich zwar jährlich nur etwa 1.500 deutsche Urlauber, also drei von 100.000 Reisenden, gerade bei Fahrten in wärmere Länder ist die Ansteckungsgefahr aber nicht zu unterschätzen. Während Hepatitis A vornehmlich über Nahrungsmittel übertragen wird, findet die Infektion mit der lebensbedrohlichen Hepatitis B über Hautverletzungen statt. Auch wenn die ausgelassene Ferienstimmung so manchen dazu verleitet, sollten Reisende sich beispielsweise in zweifelhaften Tattooshops auf keinen Fall Ohrlöcher stechen oder tätowieren lassen. Denn: Jede Verletzung erhöht die Infektionsgefahr.

Vorbeugen ist besser als Heilung

Damit der Urlaub tatsächlich zu einem erholsamen Erlebnis wird, sollten Reisende sich bereits im Vorfeld über die Gesundheitsrisiken vor Ort informieren. Deshalb bietet der Deutsche Ring auf seiner Internetseite www.DeutscherRing.de/RingGesundheitsWelt umfangreiche Informationen rund um den Reiseschutz an. Hier erfahren Urlauber, welche Schutzimpfung und Prophylaxe-Maßnahmen es gibt, wie sie Infektionsquellen vermeiden und Anzeichen für eine Erkrankung richtig gedeutet werden.



Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Frau Kirstin Zeidler
Pressesprecherin
Tel.: 040 3599-2737
Fax: 040 3599-2297
E-Mail: Presse@DeutscherRing.de

Deutscher Ring
Ludwig-Erhard-Str. 22
20459 Hamburg
http://www.DeutscherRing.de

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