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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 14.12.2010
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Krankenkassen: Das Sterben geht auch 2011 weiter – trotz höherer Einnahmen

Das Kassensterben wird anhalten. Bis Ende 2012 werden mindestens weitere 20 gesetzliche Krankenversicherungen vom Markt verschwinden, langfristig könnte ihre Zahl sogar auf unter 100 sinken. In den vergangenen zwei Jahren hat sich die Zahl der Kassen bereits von 216 auf 163 verringert. Nirgendwo gab es damit so viele Fusionen wie in dieser Branche. Das ergibt eine aktuelle Markteinschätzung von Steria Mummert Consulting.

Zwar hat der Gesetzgeber den Krankenkassen finanziell für 2011 erst einmal Luft verschafft. Doch spätestens 2012 werden viele Versicherungen mit ihrem Geld nicht mehr auskommen. Für sie wird es in den kommenden beiden Jahren daher darum gehen, ihre Finanzkraft durch Fusionen zu verstärken. Zumal die Alternative – eine Erhebung von Zusatzbeiträgen – zum Bumerang werden und den Kassen die wirtschaftliche Grundlage entziehen kann, wie die Erfahrungen zeigen. So haben in diesem Jahr mehrere 100.000 Versicherte ihre Kasse gewechselt, nachdem insgesamt 16 Krankenkassen Zusatzbeiträge eingeführt hatten.

„Die Kassen scheuen sich vor solch enormen Mitgliederwanderungen und setzen daher eher auf Zusammenschlüsse“, sagt Michael Heutmann, Principal Consulting bei Steria Mummert Consulting. „Zumal Fusionen auch aus strategischer Sicht Sinn machen. Denn Größe ist für die Kassen ein entscheidender Wettbewerbsfaktor, insbesondere im Auftreten gegenüber den Anbietern von Gesundheitsleistungen.“

Allerdings zeigt die Praxis: Bei vielen Zusammenschlüssen hapert es im sogenannten Post- Merger-Prozess, also bei der Integrationsphase nach der Zusammenlegung. So hat es beispielsweise bei einigen Fusionen längere Zeit gedauert, bis allein die Führungspositionen neu besetzt waren und die Kasse handlungsfähig wurde.

Häufig werden auch die Mitarbeiter im Integrationsprozess nicht mitgenommen, dabei bilden sie einen zentralen Erfolgsfaktor bei der Umsetzung. Nicht zu vernachlässigen ist außerdem die Einbindung der Kunden. Studien belegen, wie verunsichert die Versicherten auf Kassenfusionen reagieren. Sie sind zum Wechsel bereit, wenn sich ihre Krankenkasse durch die Zusammenlegung verändern könnte. „Die richtige Kommunikation nach innen und außen entscheidet über den Erfolg. Es gilt, die Identifikation mit der neuen Kasse herzustellen, sowohl bei den Mitarbeitern als auch bei den Kunden“, so der Experte für Health Care bei Steria Mummert Consulting.



Herr Jörg Forthmann
Tel.: +49 (0) 40 22703-7160
E-Mail: joerg.forthmann@faktenkontor.de

Steria Mummert Consulting AG
Hans-Henny-Jahnn-Weg 29
22085 Hamburg
www.steria-mummert.de

Über Steria Mummert Consulting (www.steria-mummert.de)

Steria Mummert Consulting zählt zu den zehn führenden Anbietern für Management- und IT-Beratung im deutschen Markt und bietet Business-Services, die unter Einsatz modernster Informationstechnologie Unternehmen wie Behörden ein effizienteres und profitableres Arbeiten ermöglichen. Als Teil der Steria Gruppe verbindet das Unternehmen die tiefgehende Kenntnis der Geschäftsmodelle seiner Kunden mit einer umfassenden internationalen Expertise in IT und Business Process Outsourcing. So gelingt es Steria Mummert Consulting, den Herausforderungen seiner Kunden mit innovativen Lösungen zu begegnen. Durch seinen kooperativen Beratungsstil arbeitet Steria Mummert Consulting eng und partnerschaftlich mit seinen Kunden zusammen, begleitet sie bei ihren Transformationsprozessen, stellt so sicher, dass sie sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren können, und trägt damit zu einer nachhaltigen Verbesserung der Erfolgsposition seiner Kunden bei. 18.300 Steria-Mitarbeiter in 16 Ländern stehen hinter den Systemen, Services und Prozessen, die Tag für Tag die Welt in Gang halten, und berühren dabei das Leben von Millionen Menschen weltweit. 1969 gegründet, unterhält Steria heute Standorte in Europa, Indien, Nordafrika und Südostasien. Der Umsatz des Unternehmens betrug im Jahr 2009 1,63 Milliarden Euro. 19,3 Prozent des Kapitals sind im Besitz der Steria-Mitarbeiter. Die Gruppe, mit Hauptsitz in Paris, ist an der Euronext Paris gelistet.

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