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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 15.01.2008
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Kreditversicherer mit Geschäftsverlauf 2007 zufrieden - Negative Auswirkungen der Finanzkrise für 2008 befürchtet

Die Kreditversicherer rechnen für das Jahr 2007 mit einem leichten Zuwachs ihrer Bruttobeitragseinnahmen auf rund 1,4 Milliarden Euro. Das teilte Dr. Peter Ingenlath, Vorsitzender des Fachausschusses Kreditversicherung im Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft am Dienstag in Köln mit. Für 2008 seien jedoch negative Auswirkungen der Finanzkrise zu erwarten. „Die Krise auf dem amerikanischen Hypothekenmarkt birgt auch die Gefahr einer Verteuerung und Verknappung von Firmenkrediten in Deutschland“, sagte Ingenlath. Vor allem kleinere und mittlere Unternehmen müssten damit rechnen, dass sich die Bedingungen für die Beschaffung von Firmenkrediten im ersten Halbjahr 2008 weiter verschlechtern. Zwar seien im Jahr 2007 die Unternehmensinsolvenzen auf geschätzte 28.000 zurückgegangen, in Anbetracht der Finanzkrise und der schwächeren Wirtschaftsdynamik sowie der hohen Rohstoffpreise und des starken Euros sei für 2008 jedoch mit einer Stagnation der Insolvenzen zu rechnen.

Mit dem Geschäftsverlauf der Kreditversicherer im vergangenen Jahr zeigte sich Ingenlath zufrieden. Die guten Ergebnisse seien nicht nur Folge des positiven konjunkturellen Umfelds und des damit einhergehenden Rückgangs von Insolvenzen, sondern auch das Ergebnis erfolgreichen Risikomanagements der Kreditversicherer. Der Schadenaufwand lag nach Angaben des GDV wie im Vorjahr bei rund 700 Millionen Euro und die Schadenquote bei 50 Prozent.

Speziell in der Delkredereversicherung sind die Vertragsstückzahlen nahezu unverändert geblieben. Die unterjährige Schadenquote sank von 45 auf 41 Prozent, während die Beiträge geringfügig um 0,8 Prozent auf rund 625 Millionen Euro stiegen. Grund für das Beitragsplus ist eine deutliche konjunkturbedingte Zunahme des versicherten Handelsvolumens. Bezogen auf das dritte Quartal 2007 ist eine Zunahme des versicherten Deckungsvolumens um 8,4 Prozent auf über 290 Milliarden Euro zu verzeichnen. Die Kautionsversicherung profitierte vor allem von der guten Konjunktur im Baubereich. Allein in den ersten drei Quartalen 2007 haben die Kautionsversicherer fast 3,5 Millionen Bürgschaften mit einem Gesamtvolumen von über 28 Milliarden Euro übernommen. Der Schadenaufwand erhöhte sich um 12 Prozent, was zu einem leichten Anstieg der unterjährigen Schadenquote von 39 auf 40 Prozent geführt hat. In der Vertrauensschadenversicherung sind die Bruttobeitragseinnahmen in den ersten drei Quartalen 2007 um 2 Prozent auf 132 Millionen Euro gestiegen. Gleichzeitig erhöhte sich der Schadenaufwand um rund 28 Prozent. Die unterjährige Schadenquote stieg von 29 auf 36 Prozent.

Mit Blick auf das Jahr 2008 sagte Ingenlath: „Wir werden unsere Kunden auch in dem wieder schwieriger werdenden Risikoumfeld begleiten und mit angemessenen Zeichnungsquoten zur Verfügung stehen“. Die aktuelle Veränderung der Risikolage rund um die Finanzmarktkrise hätte gezeigt, dass sich Risiken unvorhergesehen und plötzlich verschärfen können und dass Schutz gegen Forderungsfälle ein unabdingbarer Bestandteil guter Unternehmensführung ist.



Herr Dr. Peter Schwark
Leiter Presse und Information
Tel.: 030 20205110
E-Mail: p.schwark@gdv.de

Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft e.V
Friedrichstr. 191
10117 Berlin
http://www.gdv.de

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