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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 06.08.2008
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Münchener Rück hält Kurs: Mittelfristige Gewinnziele bestätigt

Die Münchener-Rück-Gruppe hat im ersten Halbjahr 2008 einen Gewinn von 1,4 (Vorjahreszeitraum: 2,1) Mrd. € erzielt. Wie bereits am 25. Juli 2008 veröffentlicht, soll der Jahresgewinn 2008 bei strenger Handhabung der IFRS-Abschreibungsregeln trotz stark gesunkener Aktienkurse und des Dollarverfalls deutlich über 2 Mrd. € liegen. An ihren mittelfristigen Zielen hält die Münchener Rück fest: Bis 2010 sollen über Aktienrückkäufe und Dividendenzahlungen mehr als 8 Mrd. € an die Aktionäre fließen, der Gewinn pro Aktie soll auf mindestens 18 € steigen. 

Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard betonte: „Wir haben die Herausforderungen der Zukunft rechtzeitig erkannt. Mit unserem integrierten Geschäftsmodell und aktivem Risikomanagement erwirtschaften wir einen soliden Gewinn – auch unter den schwierigen Bedingungen an den Kapitalmärkten und dem wachsenden Preisdruck in der Rückversicherung.“ Zugleich sei die Münchener Rück mit ihrer konservativen Kapitalausstattung bestens positioniert, um im aktuellen Marktumfeld Chancen zu nutzen. „Wir treiben im Rahmen unseres Programms Changing Gear profitable Geschäftsinitiativen voran wie beispielsweise den Ausbau des Geschäfts in Spezialsegmenten der US-amerikanischen Erstversicherung“, so von Bomhard. Auch für die Aktionäre schafft die Münchener Rück weiterhin Wert: So soll die Dividende pro Aktie in 2009 mindestens 5,50 € je Aktie betragen und damit das hohe Niveau des Jahres 2008 erreichen.

Die mittelfristigen Ertragsziele der Gruppe sind unverändert: Die Münchener Rück will im Rahmen von Changing Gear bis 2010 einen zusätzlichen Gewinn von mehr als 250 Mio. € aus neuen Rückversicherungsaktivitäten erwirtschaften und den Gewinn pro Aktie auf mindestens 18 € steigern – ohne etwaige Sondereffekte. In der Erstversicherung treibt die ERGO den internationalen Geschäftsausbau zielstrebig voran und hat sich ehrgeizige Ziele gesetzt, um sich in der Spitzengruppe der europäischen Erstversicherer zu etablieren.

Der bereits angelaufene Aktienrückkauf wurde nach der Hauptversammlung im Mai 2008 fortgesetzt: Bis zur nächsten Hauptversammlung 2009 sollen weitere Aktien im Wert von 1 Mrd. € erworben werden. Bis zum 31. Juli wurden für diese Tranche bereits Aktien im Wert von 0,5 Mrd. € zurückgekauft.

Zusammenfassung der Zahlen des 1. Halbjahrs der Münchener-Rück-Gruppe
Die Münchener-Rück-Gruppe erzielte in den ersten sechs Monaten ein operatives Ergebnis von 2,2 (2,8) Mrd. €; das entspricht einem Rückgang von 23,7 %. Die deutlichen Kursrückgänge auf den Aktienmärkten und der Dollarkursverfall wirkten sich auf das Kapitalanlageergebnis aus: Es sank um 42,2 % auf 3,3 (5,6) Mrd. €. Das Eigenkapital fiel seit Jahresanfang auf 21,5 (31.12.2007: 25,5) Mrd. €.

Finanzvorstand Jörg Schneider: „Vor dem Hintergrund der Turbulenzen an den Finanzmärkten sind das befriedigende Ergebnisse. Wir hatten natürlich Abschreibungen auf Aktien und ein niedriges Veräußerungsergebnis, haben aber dank unseres ausgewogenen Kapitalanlageportfolios noch relativ gut abgeschnitten.“

Wegen negativer Wechselkurseinflüsse aufgrund des starken Euros verringerten sich die gebuchten Bruttobeiträge leicht um 0,4 % auf 18,9 Mrd. €. Bei unveränderten Wechselkursen wäre das Beitragsvolumen im ersten Halbjahr um 4,4 % gestiegen.

Erstversicherung: ERGO setzt Programm zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit und Internationalisierung konsequent um
Im Segment Erstversicherung erzielte die Münchener-Rück-Gruppe in den ersten sechs Monaten vergleichsweise zufriedenstellende Resultate: Das operative Ergebnis belief sich auf 532 (610) Mio. € (-12,8 %), das Konzernergebnis nach Steuern auf 324 (410) Mio. € (-21,0 %). Der Rückgang ist vor allem auf das schwierige Kapitalmarktumfeld zurückzuführen. Aufgrund von Kursverlusten erfolgten Abschreibungen auf Aktien in einer Größenordnung von 1,0 Mrd. €. Diesen Abschreibungen standen Zuschreibungen von 0,5 Mrd. € auf zur Absicherung gehaltene derivative Finanzinstrumente gegenüber. Das Kapitalanlageergebnis ging um 51,8 % auf 1,6 (3,3) Mrd. € zurück.

Nachdem die Schaden-Kosten-Quote sich im ersten Quartal verbesserte, haben im zweiten Quartal Naturereignisse wie das Unwetter Hilal in Deutschland im Mai die Schaden-Kosten-Quote leicht negativ beeinflusst: Sie lag dennoch insgesamt im ersten Halbjahr mit sehr guten 91,0 (93,3) % unter dem Vorjahreswert.

Die ERGO Versicherungsgruppe, die im Erstversicherungssegment rund 94 % der gebuchten Bruttobeiträge erzielt, verzeichnete einen Gewinn von 269 (403) Mio. €. Im Vorjahreszeitraum hatten Gewinne aus dem Verkauf eines größeren Immobilienpakets sowie von Aktien erheblich zum Ergebnis beigetragen.

Auf der Umsatzseite erreichten die Erstversicherer der Münchener-Rück-Gruppe im ersten Halbjahr gebuchte Bruttobeiträge von 9,0 (8,8) Mrd. €. In der Schaden- und Unfallversicherung (inkl. Rechtsschutz) stiegen die Beiträge um 5,2 % auf 3,3 (3,1) Mrd. €. Im Segment Leben und Gesundheit wuchsen die gesamten Beitragseinnahmen auf 6,2 (6,1) Mrd. €. Die gebuchten Bruttobeiträge belaufen sich insgesamt auf 5,7 (5,7) Mrd. €. Im Unterschied zu den gesamten Beitragseinnahmen sind in den gebuchten Bruttobeiträgen die Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen oder Kapitalisierungsprodukten wie der Riester-Rente Deutschland nicht enthalten – Produktlinien, die für ERGO immer wichtiger werden.

Der Vertrieb in Deutschland war – insbesondere in der Lebensversicherung – noch geprägt von Umstellungen durch das Versicherungsvertragsgesetz. Erfreulich ist die Entwicklung in der Sachversicherung. ERGO-Vorstandsvorsitzender Torsten Oletzky: „In der Sachversicherung rechnen wir auch in diesem Jahr wieder mit einem sehr guten versicherungstechnischen Ergebnis sowie einem Beitragswachstum über dem Marktdurchschnitt.“

Ein weiterer Bestandteil der ERGO-Strategie ist es, die Kostenquoten deutlich zu reduzieren. Oletzky: „Auch hier bleiben wir auf Kurs, damit die ERGO das Preis-Leistungs-Verhältnis für ihre Kunden weiter verbessert und sich bis 2012 bei Wettbewerbsfähigkeit und Profitabilität in der Spitzengruppe der europäischen Erstversicherer fest etabliert.“ Bereits Ende 2007 hatte die ERGO Zielwerte für ihre Kostenquoten (nach HGB) kommuniziert: Bis zum Jahr 2010 will ERGO die Verwaltungskostenquoten in der Lebensversicherung auf 2,9 (2007: 3,3) % und in der Krankenversicherung auf 2,8 (3,0) % senken; in Komposit soll die Betriebskostenquote 30,5 (32,2) % betragen. Beschlossen wurden inzwischen konkrete Maßnahmen zur Erreichung der Kostenziele: Die ERGO plant, im Jahr 2010 rund 180 Mio. € an Sach- und Personalkosten zu sparen. Dies bedeutet, dass bundesweit 1.570 Arbeitsplätze abgebaut werden. Außerdem sollen insgesamt 360 unbesetzte Stellen gestrichen werden, in der Summe also 1.930 Stellen.

Gleichzeitig setzt die ERGO weiterhin auf die Auslandsexpansion, insbesondere in den Zukunftsmärkten Ost- und Südeuropa, Indien sowie weiteren asiatischen Ländern.
Auch die ERGO hält an ihren längerfristigen Zielen fest: „Bis 2012 soll der nachhaltige Gewinn – also unter der Annahme weder außergewöhnlich guter noch außergewöhnlich schlechter Kapitalmärkte – auf 900 Mio. € steigen“, so Torsten Oletzky.

Rückversicherung: Aktives Zyklusmanagement steht im Vordergrund
Trotz der höheren Anzahl von Großschäden im ersten Quartal verlief das Rückversicherungsgeschäft insgesamt zufriedenstellend. Das operative Ergebnis stieg um 6,2 % auf 2,6 (2,4) Mrd. €. Insgesamt steuerte die Rückversicherung 2,0 (1,9) Mrd. € zum Gesamtgewinn der Gruppe bei. Ein Teil des Rückversicherungsgewinns resultiert aus der Dividendenzahlung von 947 Mio. € der ERGO an die Münchener Rück im zweiten Quartal. Diese Zahlung wird im Rahmen der Konsolidierung segmentübergreifender konzerninterner Geschäftsvorfälle eliminiert und beeinflusst das Gesamtergebnis des Konzerns daher nicht.

Die Schaden-Kosten-Quote lag im 2. Quartal bei 95,4 (94,9) %, für Januar bis Ende Juni betrug sie 99,6 (98,4) %. Größte Schadenereignisse im Bereich der Naturkatastrophen waren im 2. Quartal das schwere Erdbeben in der chinesischen Provinz Sichuan, Überschwemmungen im Mittleren Westen der USA und der Sturm Hilal über Deutschland, für die mit je 30 bis 40 Mio. € vorgesorgt wurde. Als größte von Menschen verursachte Schadenereignisse sind ein Brand in einer Umspannstation in Moskau sowie ein Feuer in den Universal Studios in Kalifornien zu nennen, für die mit je 30 bis 35 Mio. € vorgesorgt wurde. Für das gesamte erste Halbjahr liegt die Großschadenbelastung bei 777 (615) Mio. €. Grund für den Anstieg ist die hohe Anzahl mittlerer Großschäden, die im ersten Quartal 2008 zu beträchtlichen Belastungen führten. Im Halbjahresvergleich ist die Belastung aus Naturkatastrophen auf 425 (544) Mio. € gesunken, dagegen ist die Belastung aus von Menschen verursachten Schadenereignissen auf 352 (71) Mio. € gestiegen.

Die gebuchten Bruttoprämien in der Rückversicherung sanken wegen Wechselkurseinflüssen um 2,8 Prozent auf 10,7 (11,0) Mrd. €. Währungsbereinigt stiegen sie um 5,6 %. Auf das Segment Leben/Gesundheit entfielen 3,4 (3,7) Mrd. € und auf Schaden/Unfall 7,3 (7,3) Mrd. €. Die Bruttobeitragseinnahmen der Neuerwerbungen Midland und Sterling wurden ab 1. April 2008 in den Konzernabschluss mit einbezogen und trugen 166 bzw. 161 Mio. € bei.

Die Erneuerungen des Münchener-Rück-Vertragsgeschäfts in der Schaden/Unfall-Rückversicherung zum 1. April 2008 (USA, Indien, Japan und Korea) und zum 1. Juli 2008 (vorwiegend in den USA, Australien und Lateinamerika) entwickelten sich differenziert: In einigen Märkten und Branchen war ein steigender Preiswettbewerb zu beobachten. Durch ihre Risikoexpertise und die Expansion in oft komplexe, profitable Nischenmärkte konnte sich die Münchener Rück dem Markttrend in gewissem Umfang entziehen. Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek betonte: „Auf den zunehmenden Preisdruck gibt es nur eine Antwort: Aktives Zyklusmanagement.“ Er unterstrich erneut: „Wenn es notwendig ist, geben wir Geschäft auf.“

Neben aktivem Zyklusmanagement trägt der zielstrebige internationale Geschäftsausbau dazu bei, den Gewinn der Münchener Rück nachhaltig zu steigern. So macht die Integration der im vergangenen Jahr erworbenen und im zweiten Quartal erstmals im Konzernabschluss der Münchener Rück konsolidierten US-Versicherungsgesellschaften Midland und Sterling erfreuliche Fortschritte. Besonders die Integration von Midland als Plattform für profitables Wachstum in Nischensegmenten der Erstversicherung in den USA geht zügig voran.

Kapitalanlagen: Kapitalanlageergebnis von 3,3 Mrd. € durch negative Entwicklung auf den Aktienmärkten beeinflusst
Die Finanzmarktkrise setzte sich an den europäischen und US-amerikanischen Märkten fort. Vor diesem Hintergrund hat sich die Münchener-Rück-Gruppe mit ihrem von der MEAG ausgewogen investierten Kapitalanlageportfolio vergleichsweise gut behauptet.

Der Wert der Kapitalanlagen ging – vor allem wegen der Währungs- und Aktienmarktentwicklung sowie wegen der Zinssteigerungen – zum 30.6.2008 im Vergleich zu Ende 2007 um 5,6 % auf rund 166 (176) Mrd. € zurück. Das Ergebnis aus Kapitalanlagen sank im Vergleich zum hervorragenden Resultat des ersten Halbjahres 2007 um 42,2 % auf 3,3 (5,6) Mrd. €, was – annualisiert – einer Rendite von 3,8 % entspricht, bezogen auf den durchschnittlichen Marktwert des Portfolios. Im Vergleichszeitraum des Vorjahres hatte allein der Verkauf eines bundesweiten Immobilienpakets aus Wohn- und Gewerbeobjekten zu Veräußerungsgewinnen im Kapitalanlageergebnis von rund 550 Mio. € geführt. Damals hatte die Münchener Rück die noch günstige Situation an den Aktienmärkten für Verkäufe mit hohen Gewinnen genutzt, dagegen hielt sie sich 2008 auf nachgebenden Märkten bewusst mit Verkäufen weitgehend zurück.

Im Branchenvergleich verfolgt die Münchener-Rück-Gruppe eine strenge Auslegung der IFRS-Regeln für Wertänderungen von Aktienbeständen der Kategorie „jederzeit veräußerbar“: Danach erfolgt in der Regel eine aufwandswirksame Abschreibung (Impairment), wenn die Börsenkurse der Aktien erstmals entweder dauerhaft, das heißt für einen Zeitraum von mindestens 6 Monaten, oder signifikant, das heißt um mindestens 20 %, unter den durchschnittlichen historischen Anschaffungskosten liegen. Wurde eine Aktie bereits einmal wertberichtigt, so sind künftige weitere Kursrückgänge sofort erfolgswirksam in der

Gewinn-und-Verlust-Rechnung zu berücksichtigen. Spätere Kurssteigerungen wirken sich nur erhöhend auf das Eigenkapital aus, nicht auf die Gewinn-und-Verlust-Rechnung.
Bereits im ersten Quartal musste die Münchener Rück nach diesen strengen Kriterien in ihrem Aktienportfolio infolge der negativen Marktentwicklung Abschreibungen von insgesamt 1.332 Mio. € vornehmen. Nachdem sich die Märkte zu Beginn des zweiten Quartals leicht erholt hatten, gaben die Aktienkurse erneut deutlich nach und führten im zweiten Quartal 2008 zu zusätzlichen Abschreibungen von 889 Mio. €. Im ersten Halbjahr kam es wegen der schwachen Aktienmarktentwicklung zu Wertsteigerungen bei den derivativen Absicherungsinstrumenten, so dass es Zuschreibungen auf Derivate von insgesamt 1.702 (302) Mio. € im ersten Halbjahr gab – davon 571 (217) Mio. € im zweiten Quartal. Insgesamt beträgt der Saldo aus Ab- und Zuschreibungen von Derivaten der Kategorie „zu Handelszwecken gehalten“ im ersten Halbjahr 1.128 (-407) Mio. €, 1.171 Mio. € davon entfallen auf Aktienderivate. Die Aktienquote zum 30.6.2008 nahm auf 6,8 (31.3.2008: 7,2) % ab, gemessen an den Kapitalanlagen zu Marktwerten unter Berücksichtigung der Absicherungsinstrumente.

Fasst man die Ergebnisse der Zu- und Abschreibungen auf Aktien und auf Aktien bezogener Derivate zusammen, ergibt sich im ersten Halbjahr eine Belastung des Kapitalanlageergebnisses von -992 (-294) Mio. €, davon -591 (-122) Mio. € im zweiten Quartal. Zuzüglich der Veräußerungsgewinne und -verluste auf Aktien und Immobilien ergibt sich für das erste Halbjahr ein Saldo von -267 (1.989) Mio. €. Das ist gegenüber dem ersten Halbjahr 2007 ein Rückgang von 2.256 Mio. € und erklärt somit die Reduzierung des Kapitalanlageergebnisses nahezu vollständig.

Auf den mit nur rund 240 Mio. € kleinen Bestand – weniger als 0,2 % der gesamten Kapitalanlagen – an Investments mit Exponierung gegenüber dem US-Markt für Hypothekendarlehen niedriger Bonität („subprime“) fielen im ersten Halbjahr Abschreibungen von nur rund 10 Mio. € an.

Der Bestand an strukturierten Kreditprodukten lag zum Stichtag bei 6,7 Mrd. €, das entspricht einem Zuwachs von rund 1,2 Mrd. € im Vergleich zum Jahresbeginn. Davon entfielen auf Papiere der US-amerikanischen Hypothekenfinanzierer – Fannie Mae und Freddie Mac – 3,1 Mrd. €. Zusätzlich hielt die Gruppe noch Anleihen dieser beiden Institute im Wert von rund 550 Mio. €.

Die MEAG MUNICH ERGO AssetManagement GmbH ist Vermögensverwalterin der Münchener Rück und der ERGO Versicherungsgruppe. Sie betreute zum 30. Juni 2008 neben den konzerneigenen Kapitalanlagen Spezial- und Publikumsfonds im Wert von 8,2 (9,2) Mrd. €.

Ausblick 2008: Konzernergebnis von deutlich über 2 Mrd. € anvisiert
Die Münchener-Rück-Gruppe will über den Zyklus eine Rendite auf das risikoadjustierte Eigenkapital (RoRaC) von mindestens 15 % erzielen. Vor dem Hintergrund stark gesunkener Aktienkurse erwartet die Münchener Rück für 2008 einen Gewinn von deutlich über 2 Mrd. €; dies entspricht einem RoRaC von deutlich über 10 %.

Wenn sich die Wechselkurse konstant entwickeln, rechnet die Münchener Rück im Rückversicherungssegment mit Bruttobeiträgen zwischen 20,0 und 21,0 Mrd. €. Die Ursache für den leichten Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist neben der Währungskursentwicklung der weicher werdende Rückversicherungsmarkt. „Deswegen setzen wir konsequent auf ergebnisorientiertes Underwriting und sind weiter bereit, auf Geschäftsvolumen zu verzichten“, bekräftigte Vorstandsvorsitzender von Bomhard.

Für die Erstversicherung werden 17,5 bis 18,0 Mrd. € (2007: 17,3 Mrd. €) erwartet, für die gesamte Gruppe nach Konsolidierung 36,0 bis 37,5 Mrd. (37,3 Mrd. €).
Hinsichtlich der Schaden-Kosten-Quoten strebt die Gruppe für die Rückversicherung 98 % an (davon 6,5 Prozentpunkte Budget für Naturgefahren). Diese Zielmarke kann nach den hohen zufallsbedingten Großschäden im ersten Quartal nur erreicht werden, wenn die Belastungen aus solchen Ereignissen im weiteren Verlauf des Jahres unter den Erwartungen bleiben. In der Erstversicherung soll die Schaden-Kosten-Quote im Jahr 2008 erneut unter 95 % liegen. Für die Verzinsung der Kapitalanlagen werden nachhaltig 4,5 % angenommen – bezogen auf deren durchschnittliche Marktwerte. In Anbetracht der anhaltend schlechten Kapitalmarktsituation erwartet die Münchener Rück für 2008 eine Verzinsung von unter 4,0 %. Sämtliche heute gemachten Aussagen stehen wie immer unter dem Vorbehalt normaler Schaden- und Kapitalmarktentwicklungen. 



Frau Johanna Weber
FinanzPr
Tel.: +49 (89) 3891-2695
Fax: +49 (89) 3891-72095
E-Mail: jweber@munichre.com

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
Königinstraße 107
80802 München
http://www.munichre.de/

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