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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 12.08.2009
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MLP erzielt im ersten Halbjahr Gesamterlöse von 231,4 Mio. Euro

Robuste Entwicklung im Kerngeschäft unter schwierigen Rahmenbedingungen Wirtschafts- und Finanzkrise belastet Ergebnisentwicklung Große Finanzstärke –liquide Mittel von 188,3 Mio. Euro Kostensenkungen greifen: Fixkosten in Q2 um rund 11 Mio. Euro reduziert Assets under Management steigen auf 11,7 Mrd. Euro

In einem nach wie vor schwierigen Marktum- feld hat der unabhängige Finanz- und Vermögensberater MLP eine robuste Umsatzentwicklung gezeigt. Im ersten Halbjahr 2009 gingen die Gesamter- löse lediglich auf 231,4 Mio. Euro zurück (H1 2008: 282,2 Mio. Euro), nach- dem im Vorjahreszeitraum die letztmalige Erhöhung der geförderten Beiträ- ge zur Riester-Rente rund 40 Mio. Euro beigetragen hatte.

„Neben zahlreichen regulatorischen Änderungen sind unsere Rahmen- bedingungen derzeit vor allem dadurch gekennzeichnet, dass private und institutionelle Kunden Anlageentscheidungen vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise in die Zukunft verschieben“, sagt Dr. Uwe Schroeder-Wildberg, Vorstandsvorsitzender der MLP AG. „Wir haben unsere Kunden intensiv beraten und uns im Wettbewerbsvergleich gut behauptet.“

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) sank von 35,8 Mio. Euro auf 5,9 Mio. Euro. Dieser Wert beinhaltet Sonderausgaben in Höhe von 3,4 Mio. Euro, die als Folge der Beteiligung von Swiss Life einmalig für kapitalmarkt- relevante Beratungsleistungen angefallen sind. Hinzu kommt eine einmalige Belastung aus Restrukturierungen bei den Tochterunternehmen Feri und TPC von rund 1,1 Mio. Euro im zweiten Quartal. Aufgrund einer Steuernachzah- lung kam es in den fortzuführenden Geschäftsbereichen zu einem Verlust von 0,1 Mio. Euro (+17,4 Mio. Euro). Liquide Mittel von 188,3 Mio. Euro un- terstreichen die hohe Finanzkraft von MLP.

Kurzfristige Anlagen und Risikoschutz im Fokus vieler Kunden

Zahlreiche Kunden konzentrieren sich derzeit auf liquiditätsorientierte Anla- gen wie Tagesgeld oder den Ausbau ihres Risikoschutzes. Dies zeigt sich unter anderem in der Sachversicherung, in der die Erlöse nach einem Anstieg zwischen April und Juni zum Halbjahr mit 18,7 Mio. Euro (H1 2008: 18,8 Mio. Euro) auf Vorjahresniveau liegen. Ebenso stabil entwickelte sich die Kran- kenversicherung mit Erlösen von 22,8 Mio. Euro (22,8 Mio. Euro). Deutlich an Bedeutung gewonnen hat auch die Absicherung gegen Berufsunfähigkeit, die in die Altersvorsorge-Erlöse einfließt.

Zurückhaltend zeigen sich Kunden dagegen in den kapitalmarktnahen Be- reichen, vor allem bei mittel- und langfristigen Anlagen. Vor diesem Hinter- grund sanken die Erlöse im Vermögensmanagement um 20 Prozent auf 33,1 Mio. Euro (41,5 Mio. Euro). Darin spiegeln sich –neben einer gedämpf- ten Nachfrage von privaten und institutionellen Kunden sowohl beim Toch- terunternehmen Feri als auch bei MLP –niedrigere erfolgsabhängige Vergü- tungen und eine geringere Risikoneigung der Kunden wider. Die Altersvor- sorge lag bei 123,0 Mio. Euro nach 150,6 Mio. Euro in 2008. Über sämtliche Beratungssparten hinweg betrugen die Provisionserlöse 203,5 Mio. Euro (241,2 Mio. Euro). Die Erlöse aus dem Zinsgeschäft sanken aufgrund des niedrigeren Zinsniveaus um 11 Prozent von 19,4 Mio. Euro auf 17,3 Mio. Euro.

Q2: Fixkosten um rund 11 Mio. Euro reduziert

Im zweiten Quartal 2009 lagen die Gesamterlöse mit 105,9 Mio. Euro um 16 Prozent unter dem Vorjahreswert (Q2 2008: 126,4 Mio. Euro). Die im Ver- gleich zum Markt stabile Entwicklung im Kerngeschäft zeigt sich auch im Segment Finanzdienstleistungen, in dem die Gesamterlöse mit 97,0 Mio. Euro um 12 Prozent zurückgingen (110,0 Mio. Euro). Das EBIT betrug auf Konzernebene 2,4 Mio. Euro (10,7 Mio. Euro). Dabei zeigt das im Februar 2009 initiierte Kostensenkungsprogramm eine positive Wirkung: Bereinigt um die einmaligen Restrukturierungsaufwendungen bei den Tochterunter- nehmen Feri und TPC von 1,1 Mio. Euro sowie um akquisitionsbedingte Kos- ten reduzierte MLP zwischen April und Juni die Fixkosten um 14 Prozent auf 65,8 Mio. Euro (76,9 Mio. Euro). „Unsere Maßnahmen greifen und die Kos- tensenkungen liegen sehr gut im Plan“, sagt Andreas Dittmar, Direktor Fi- nanzen. „Wir werden unser striktes Kostenmanagement fortsetzen und un- ser Einsparziel erreichen.“MLP hatte angekündigt, die Fixkosten bis Ende 2010 um insgesamt 34 Mio. Euro zu senken. Davon entfallen 24 Mio. Euro auf das Jahr 2009 und weitere 10 Mio. Euro auf das Folgejahr.

Assets under Management legen deutlich zu

Im ersten Halbjahr legten die vermittelten Jahresbeiträge in der privaten Krankenversicherung aufgrund eines gestiegenen Interesses nach der Ein führung des Gesundheitsfonds von 21,3 Mio. Euro auf 23,8 Mio. Euro zu. In der Altersvorsorge ging die Beitragssumme des Neugeschäfts auf 1,9 Mrd. Euro (3,0 Mrd. Euro) zurück, nachdem der Vorjahreszeitraum entscheidend durch die so genannte Riester-Treppe geprägt war. Mit 10 Prozent entfiel dabei ein gestiegener Anteil auf den Geschäftsbereich betriebliche Alters- versorgung (Gesamtjahr 2008: 8 Prozent). Zulegen konnte MLP auch bei den Assets under Management, die eine wichtige Grundlage für die künftige Entwicklung im Vermögensmanagement bilden. Sie stiegen um 4 Prozent auf 11,7 Mrd. Euro (31.3.2009: 11,2 Mrd. Euro).

Erfolgreiche Neukundengewinnung

Zwischen April und Juni hat MLP insgesamt 8.500 Kunden gewonnen. Die Gesamtkundenzahl stieg damit auf 777.000. Die Beraterzahl betrug 2.405 (31.3.2009: 2.435).

Sämtliche Werte sind um die zur Veräußerung stehenden Auslandsgesell- schaften in Österreich und den Niederlanden bereinigt. Im zweiten Quartal 2009 betrug der Verlust nach Steuern in den aufgegebenen Geschäftsberei- chen 4,6 Mio. Euro (Q2 2008: -1,2 Mio. Euro); auf Konzernebene ergibt sich damit ein Defizit von 5,0 Mio. Euro (+7,6 Mio. Euro). In die aufgegebenen Geschäftsbereiche fließen Veräußerungs- bzw. Schließungskosten von 1,3 Mio. Euro und ein operativer Verlust von 1,7 Mio. Euro ein. Hinzu kommt ein Steueraufwand für die bereits eingestellte Auslandsaktivität in der Schweiz in Höhe von 1,5 Mio. Euro, bei der Verlustvorträge aus den Ge- schäftsjahren 2002 bis 2006 nicht anerkannt wurden.

Wie bereits am Montag kommuniziert, hat sich MLP für die Einheit in Öster- reich grundsätzlich mit der Aragon AG auf einen Verkauf geeinigt. Ein Ver- tragsabschluss ist für Herbst dieses Jahres geplant. Das Geschäft in den Nie- derlanden, in denen MLP lediglich eine Geschäftsstelle betrieben hat, wird zum 30. September 2009 eingestellt.

Erfolgreiches Abschneiden in mehreren Beratungstests

MLP hat im zweiten Quartal bei mehreren Tests erfolgreich abgeschnitten. Im Altersvorsorge-Beratungstest des Magazins „Wirtschaftswoche“und der Unternehmensberatung „S.W.I. Finance“hat MLP die höchste Gesamtpunkt- zahl aller 35 Anbieter erzielt. Bei der Erhebung „Bester Baufinanzierer“im Auftrag des Magazins „Euro“belegte MLP den dritten Rang. Erneut ausge- zeichnet wurde zudem das Tochterunternehmen Feri Family Trust. Bei der Suche nach dem besten Stiftungsmanager erhielt Feri vom Wirtschaftsdienst „Fuchsbriefe“das Prädikat „uneingeschränkt empfehlenswert“.

Ausblick: Hoher Beratungsbedarf durch das Bürgerentlastungsgesetz

Insgesamt bleiben die Rahmenbedingungen durch die Wirtschafts- und Fi- nanzkrise sehr schwierig. In diesem Umfeld möchte sich MLP weiterhin bes- ser entwickeln als der Markt.

In den kommenden Monaten besteht vor allem wegen der Einführung des Bürgerentlastungsgesetzes, das die Liquidität von privat und gesetzlich Krankenversicherten ab Januar 2010 deutlich erhöht, ein hoher Beratungs- und Informationsbedarf bei den Kunden. „Wir rechnen mit einer schrittwei- sen Verbesserung der Geschäftsentwicklung im Jahresverlauf. Wie in unse rem Geschäftsmodell üblich erwarten wir vor allem im vierten Quartal eine deutliche Belebung bei gleichzeitig weiter zurückgehenden Kosten“, sagt Andreas Dittmar.



Herr Jan Berg
Leiter Presseabteilung Finanz- und Konzernthemen
Tel.: +49 (0) 6222 308 4595
Fax: +49 (0) 6222 308 1131
E-Mail: jan.berg@mlp.de

MLP Finanzdienstleistungen AG
Alte Heerstr. 40
69168 Wiesloch
http://www.mlp.de




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