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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 10.03.2010
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Munich Re steigert Gewinn 2009 um fast zwei Drittel

Munich Re zieht eine positive Bilanz für das Geschäftsjahr 2009: Wie bereits veröffentlicht liegt das Gesamtergebnis der Gruppe bei 2,56 Mrd. € (Vorjahr: 1,58 Mrd. €). Die Dividende soll auf 5,75 (5,50) € pro Aktie steigen. Für 2010 erwartet Munich Re erneut einen Gewinn von über 2 Mrd. €.

Vorstandsvorsitzender Nikolaus von Bomhard: „Wir haben das Geschäftsjahr 2009 erfolgreich abgeschlossen: Mit einem Gewinn von über 2,5 Mrd. € konnten wir die Erwartungen sogar übertreffen und haben unser langfristiges Renditeziel trotz des schwierigen Umfelds erreicht.“

Für das Geschäftsjahr 2010 betonte von Bomhard: „Wir streben erneut ein Konzernergebnis von über 2 Mrd. € an.“ Dieses Ziel bleibe trotz Belastungen aus dem Erdbeben in Chile und dem Sturm Xynthia erreichbar. Für 2011 erwartet Munich Re eine Steigerung der Ergebnisse.

Munich Re konnte die vergangenen Monate nutzen, um wichtige Initiativen voranzutreiben: „Für unsere Erstversicherungsgruppe ist dabei die Einführung der Marke ERGO im deutschen Markt die größte Herausforderung und Chance“, hob der Vorstandsvorsitzende hervor. „Mit dem neuen Markenauftritt wird das Rundum-Angebot der ERGO für die Kunden besser sichtbar.“ In der Rück­versicherung wurde das Leistungsversprechen geschärft: „Wir entwickeln gemeinsam mit unseren Kunden bedarfsgerechte und anspruchsvolle Lösungen. Das macht unsere Kunden und somit uns erfolgreich. Trends müssen frühzeitig erkannt und künftige Risiken beherrschbar gemacht werden.“ Das Ziel sei, „wo immer möglich beim Kunden Mehrwert zu schaffen, ob durch innovative Produkte oder Konzepte zur Kapitalentlastung.“

Insgesamt äußerte sich von Bomhard optimistisch zu den Geschäftschancen: „Bekannte Risiken nehmen neue Dimensionen an, gleichzeitig entstehen – etwa durch technische Neuerungen – Risiken, an die bislang niemand gedacht hat.“ Die demografische Entwicklung, ein zunehmendes Risikobewusstsein und eine verstärkte Risikoaversion schaffen zusätzliche Nachfrage nach Versicherungsschutz. Munich Re biete Lösungen für die Themen der Zukunft. „Das macht Munich Re zu einem gesuchtem und verlässlichen Partner für Kunden und schafft Wert für unsere Investoren“, fasste der Vorstands­vorsitzende zusammen.

Zusammenfassung der Zahlen des Geschäftsjahres 2009

Die Gruppe erzielte 2009 ein gutes operatives Ergebnis von 4.721 (3.834) Mio. €; davon 1.400 Mio. € im 4. Quartal. Das Eigenkapital stieg trotz des Aktienrück­kaufs im Vergleich zum Jahresanfang um 5,5 % auf 22,3 Mrd. €. Die risiko­adjustierte Eigenkapitalrendite nach Steuern (RoRaC) lag 2009 bei 15,1 %, die Rendite auf das gesamte Eigenkapital (RoE) bei 11,8 %. Die gebuchten Brutto­beiträge stiegen um 9,5 % auf 41,4 (37,8) Mrd. €. Bei unveränderten Wechsel­kursen wäre das Beitragsvolumen gegenüber dem Vorjahr um 9,9 % gestiegen.

Munich Re verfügt gegenüber dem Vorjahr über einen weiter erhöhten Sicher­heitspuffer: Die ökonomischen Eigenmittel zuzüglich der emittierten Nachrang­anleihen betrugen 28,4 Mrd. €. Ihnen steht nach interner Berechnung ein Risiko­kapitalbedarf von 17,4 Mrd. € gegenüber.

Munich Re bietet ihren Kunden und Partnern außerhalb Deutschlands, für die Rückversicherung auch in Deutschland, ihre Leistungen im Gesundheitsbereich in einem separatem Geschäftsfeld an. Dieses tritt seit Mai 2009 unter der Marke Munich Health auf. Sie bündelt damit in ihrem dritten Geschäftsfeld ihr globales Know-how aus Erst- und Rückversicherung sowie die damit verbundenen Serviceleistungen. Bisher wurde dieses Geschäftsfeld im Rahmen der Segmente Rückversicherung Leben/Gesundheit und Erstversicherung Gesundheit ausgewiesen. Nachdem der Aufbau der Organisation gut vorankommt, werden ab dem 1. Quartal 2010 die Geschäftszahlen für Munich Health im Rahmen der Segmentberichterstattung gesondert ausgewiesen.

Erstversicherung: Neue Markenstrategie für mehr profitables Wachstum

Die Erstversicherung hat sich im schwierigen wirtschaftlichen Umfeld 2009 positiv entwickelt. Das operative Ergebnis für 2009 betrug 926 (991) Mio. €, davon entfielen 417 (164) Mio. € auf das 4. Quartal. Das Konzernergebnis vor Eliminierung segmentübergreifender konzerninterner Geschäftsvorfälle betrug 375 (156) Mio. €, davon 280 (-218) Mio. € im 4. Quartal. Die ERGO Versicherungsgruppe erreichte ein deutlich verbessertes Konzernergebnis in Höhe von 173 (73) Mio. €.

Die Schaden-Kosten-Quote im Segment Schaden- und Unfallversicherung (inkl. Rechtsschutz) betrug 2009 93,1 (90,9) %. Im 4. Quartal lag sie mit 90,0 (93,8) % auf einem sehr guten Niveau.

Die gesamten Beitragseinnahmen über alle Sparten wiesen 2009 ein Plus von 5,3 % aus und beliefen sich auf 19,1 (18,1) Mrd. €; davon 4,9 (4,7) Mrd. € im 4. Quartal. Wie 2008 wuchs ERGO erneut vor allem im internationalen Geschäft.

In der Schaden- und Unfallversicherung (inkl. Rechtsschutz) wuchsen die Beiträge um 1,0 % auf 5,2 (5,1) Mrd. €. Ohne die starken Wechselkurs­veränderungen, besonders des polnischen Zloty und der türkischen Lira, wäre der Anstieg noch höher ausgefallen. Im Segment Gesundheit stiegen die Beitragseinnahmen auf 6,0 (5,8) Mrd. €; das Plus von 3,6 % wurde vor allem getragen vom internationalen Geschäft. In der Lebensversicherung legten die gesamten Beitragseinnahmen (also inklusive der Sparbeiträge aus fondsgebundenen Lebensversicherungen oder Kapitalisierungsprodukten) mit 7,9 (7,2) Mrd. € deutlich zu (9,9 %). Hier werden seit dem 4. Quartal 2008 die Beitragseinnahmen der Bank Austria Creditanstalt Versicherung AG (BACAV) in den Konzernabschluss mit einbezogen.

ERGO-Vorstandsvorsitzender Torsten Oletzky betonte: „Im Jahr 2009 haben wir gute Fortschritte gemacht, so zum Beispiel bei der Kostensenkung oder bei der Ausweitung unseres internationalen Geschäfts. Den wichtigen Bankenvertriebs­weg haben wir deutlich gestärkt und die Integration erheblich vorangebracht. Auch für 2010 haben wir uns viel vorgenommen: Mit der geänderten Marken­strategie schlagen wir ein neues Kapitel in der Geschichte der ERGO auf.“

In Deutschland hat ERGO ihre Markenstrategie neu ausgerichtet, um noch stärker auf die Bedürfnisse ihrer Kunden einzugehen, neue Kunden zu gewinnen und so mehr Wachstum zu erzielen. Zudem können die Marketing­aktivitäten auf wenige Marken konzentriert werden. Dringender Handlungsbedarf hatte sich aufgrund der Insolvenz von Arcandor mit Karstadt und Quelle für die Marke KarstadtQuelle Versicherungen ergeben. ERGO wird in Zukunft Lebens- sowie Schaden- und Unfallversicherungen auch in Deutschland unter der Marke ERGO anbieten. Die KarstadtQuelle Versicherungen wurden bereits in ERGO Direkt Versicherungen umbenannt.

Rückversicherung: Gutes Ergebnis in schwierigem Umfeld

Das Rückversicherungsgeschäft war von zwei Trends gekennzeichnet: Belastungen aus rezessionsbetroffenen Geschäftszweigen und einer zufalls­bedingten unterdurchschnittlichen Belastung aus Naturkatastrophen. Vor diesem Hintergrund konnte die Rückversicherung ein gutes Ergebnis erzielen. Auch aufgrund eines guten Kapitalanlageergebnisses in Höhe von 3.879 (4.128) Mio. € konnte Munich Re ein operatives Ergebnis von 4.164 (3.822) Mio. € (+8,9 %) erwirtschaften. Davon entfielen 1.169 Mio. € auf das 4. Quartal. Zum Gesamtgewinn der Gruppe trug die Rückversicherung 2.555 (2.400) Mio. € bei, davon 699 (358) Mio. € im 4. Quartal. Im Kapital­anlageergebnis und im Gewinn des Vorjahres war noch die konzerninterne Dividendenzahlung der ERGO in Höhe von 947 Mio. € enthalten.

Die Schaden-Kosten-Quote für 2009 lag bei 95,3 (99,4) %. Davon entfielen von Januar bis Dezember nur 1,4 (6,2) Prozentpunkte auf Naturkatastrophen, von Oktober bis Dezember waren es sogar -2,1 (2,0) Prozentpunkte. Größtes Schadenereignis waren Buschfeuer im Südosten Australiens Anfang Februar 2009 mit einer Schadenbelastung von insgesamt 97 Mio. €. Die Belastungen aus dem Kredit- und Kautionsrückversicherungsgeschäft machten im Gesamt­jahr 510 Mio. € aus.

Die gebuchten Bruttobeiträge stiegen gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 13,5 % auf 24,8 (21,9) Mrd. €. Auf das Segment Leben/Gesundheit entfielen 9,7 (7,1) Mrd. € und auf Schaden/Unfall 15,1 (14,7) Mrd. €. Seit dem 1. April 2009 werden auch die Bruttobeitragseinnahmen des Neuerwerbs Hartford

Steam Boiler Group (HSB Group) mit 458 Mio. € in den Konzernabschluss einbezogen. „Mit der HSB Group haben wir nicht nur ein hoch profitables Unternehmen erworben, sondern gleichzeitig unsere Position im größten Versicherungsmarkt der Welt, den USA, nachhaltig gestärkt“, erklärte Torsten Jeworrek, Vorstandsmitglied und verantwortlich für das weltweite Rück­versicherungsgeschäft. Im Rückversicherungssegment Leben und Gesundheit erhöhten sich die gebuchten Bruttobeiträge insbesondere durch großvolumige Quotenverträge, die Erstversicherer als Kapitalersatz einsetzten.

Zum 1. April 2010 (Japan und Korea) sowie zum 1. Juli 2010 (Teile des US-Markts, Australiens und Lateinamerikas) stehen zusammen rund 2,5 Mrd. € Prämienvolumen zur Erneuerung an. Munich Re erwartet, dass sich die Märkte mit Ausnahme von schadenbetroffenen Segmenten eher seitwärts bewegen mit einer leichten Abwärtstendenz. „Wir sehen im Moment noch keine Anzeichen für eine deutliche Trendwende“, betonte Torsten Jeworrek. Deswegen sei es um so wichtiger, weitere profitable Geschäftsbereiche zu erschließen: „Wir setzen auf den gezielten Ausbau von Spezialsegmenten, die zukünftig als Risk Solutions unter der Marke Munich Re geführt werden“, betonte Jeworrek. Besonders auf dem angelsächsischen Markt ist die Expansion in Nischensegmenten bereits sehr gut vorangekommen.

Kapitalanlagen: Kapitalanlageergebnis von 7,9 Mrd. € deutlich über Vorjahresniveau

Der Bestand an Kapitalanlagen zum 31.12.2009 erhöhte sich wegen der Aus­weitung des Versicherungsgeschäfts und Wechselkursgewinnen im Vergleich zum Jahresende 2008 um 7,2 Mrd. € bzw. 4,1 % auf 182,2 Mrd. €.

2009 stieg das Kapitalanlageergebnis der Gruppe im Vergleich zum Vorjahres­zeitraum um 33,2 % auf 7,9 (5,9) Mrd. €. Im Vorjahr hatte Munich Re noch erhebliche Abschreibungen in Höhe von 4,7 Mrd. € auf das Aktienportfolio zu verkraften gehabt. 2009 ergaben sich bei insgesamt steigenden Aktienmärkten sowie einem deutlich reduzierten Portfolio wesentlich geringere Abschreibungen in Höhe von 218 Mio. € aus dem Aktienportfolio. Darüber hinaus verzeichnete Munich Re 2009 aus dem Verkauf von Aktien ein Abgangsergebnis von 887 (137) Mio. €. Bezogen auf den durchschnittlichen Marktwert des Portfolios entspricht das Ergebnis einer Rendite von 4,3 %. Einschließlich der gestiegenen Bewertungsreserven ergab sich eine sehr erfreuliche Gesamtverzinsung („Total Return“) der Kapitalanlagen von 5,7 (2,5) %.

Die Aktienquote stieg zum 31.12.2009 leicht an und lag zuletzt bei 2,8 (31.12.2008: 1,6) %, gemessen an den Kapitalanlagen zu Marktwerten nach Berücksichtigung von Derivaten.

Aus Abgangsgewinnen und -verlusten erzielte die Gruppe 2009 ein rückläufiges Ergebnis von 1.612 (2.208) Mio. €, was auf besonders hohe Abgangsgewinne aus derivativen Finanzinstrumenten im Jahr 2008 zurückzuführen ist. Der Verkauf von bereits vor der Finanzkrise wertgesicherten Aktienbeständen führte zur Auflösung hoher zuvor unrealisierter Gewinne. Abgangsgewinne von 107 Mio. € wurden auch beim Abbau der Kapitalbeteiligung an der Admiral Group von 15,1 % auf 10,2 % realisiert.

Der gesamte Saldo der Zu- und Abschreibungen sowie der Abgangsgewinne und -verluste aus den Kapitalanlagen belief sich im Gesamtjahr auf 490 (-639) Mio. €.

Die Anlagepolitik spiegelt sich im Bestand der festverzinslichen Wertpapiere und Darlehen einschließlich der kurzfristigen Anlagemittel in Höhe von 164 Mrd. € wider: Bezogen auf diesen Bestand sind gut 44 % Staatsanleihen oder ähnlich sichere Instrumente mit Haftungen öffentlicher Institutionen, die im Geschäfts­jahr weiter ausgebaut wurden. Davon entfallen rund 49 % auf deutsche und US-amerikanische Emittenten. Auf die Länder Griechenland, Spanien, Italien, Irland und Portugal entfallen 16 % des Bestands an Staatsanleihen

Für die Zukunft hob Finanzvorstand Jörg Schneider hervor: „In den schwierigen Kapitalmarktjahren 2008 und 2009 sind wir mit unserem Anlageportfolio gut gefahren. Wir werden das Risikoprofil leicht erhöhen, aber nicht grundlegend von unserer ausgewogenen Anlagepolitik abrücken. Wir wollen uns dabei auch verstärkt in erneuerbaren Energien sowie neuen Technologien engagieren.“

Vermögensverwalterin für die Gruppe ist die MEAG MUN ICH ERGO AssetManagement GmbH. Sie betreute zum 31.12.2009 neben den konzern­eigenen Kapitalanlagen Spezial- und Publikumsfonds im Wert von 7,9 (7,3) Mrd. €.

Ausblick 2010: Ergebnis von über 2 Mrd. € angestrebt

Für das laufende Geschäftsjahr 2010 erwartet Munich Re in der Erst- und Rückversicherung gebuchte Bruttobeiträge zwischen 41 und 43 Mrd. € (konsolidierter Gesamtumsatz). Wenn die Wechselkurse konstant bleiben, rechnet die Gruppe im Rückversicherungssegment (einschließlich der Gesundheitsrückversicherung des Geschäftsfelds Munich Health) mit Brutto­beiträgen zwischen 25 und 26 Mrd. €. Für die Erstversicherung (inkl. der Gesundheitserstversicherung außerhalb Deutschlands, die Teil des Geschäfts­felds Munich Health ist) werden gebuchte Bruttobeiträge zwischen 17 und 18 Mrd. € erwartet. Die gesamten Beitragseinnahmen in der Erstversicherung (inkl. Sparbeiträgen aus fondsgebundenen Lebensversicherungen und Kapitalisierungsprodukten) sollen zwischen 19 und 20 Mrd. € liegen.

In der Schaden- und Unfallrückversicherung rechnet Munich Re über den Marktzyklus hinweg mit einer Schaden-Kosten-Quote von ca. 97 % der verdienten Nettobeiträge. Dieser Schätzung liegt eine erwartete durch­schnittliche Großschadenbelastung aus Naturkatastrophen von 6,5 % zugrunde. Da es schon Ende Februar 2010 mit dem Erdbeben in Chile und dem Europa-Sturm Xynthia sehr schwere Kumulschadenereignisse gab, wird diese Zielmarke nur zu erreichen sein, wenn die zufallsbedingten Großschäden im weiteren Jahresverlauf unter den Erwartungen bleiben. Das schwere Erdbeben vor der Küste Chiles vom 27. Februar und der Wintersturm Xynthia, der am selben Wochenende über Teile Westeuropas zog, bedeuten nach ersten vorläufigen Schätzungen für Munich Re (Gruppe) eine Bruttoschadenbelastung in der Größenordnung von 500 Mio. €; davon entfallen bis zu 100 Mio. € auf den Wintersturm Xynthia. Damit ist der größere Teil auf das Erdbeben in Chile zurückzuführen, das mit einer Magnitude von 8,8 das fünftstärkste Erdbeben war, das weltweit jemals gemessen wurde. Der versicherte Marktschaden dürfte sich nach Schätzungen von Munich Re zwischen 4 und 7 Mrd. US$ bewegen. Munich Re hat mehrere Schadenexperten nach Santiago de Chile entsandt, um eine schnelle und effektive Schadenregulierung sicherzustellen. „Damit tragen wir auch einen kleinen Teil zu einem raschen Wiederaufbau bei“, so Torsten Jeworrek. „Schäden aus Katastrophen dieser Dimension zu tragen, ist unser Kerngeschäft. Dafür kalkulieren wir risikoadäquate Preise. Selbstverständlich werden wir auch weiterhin in Chile unsere Kapazität anbieten. Wir gehen davon aus, dass ein Ereignis dieser Größenordnung die Preise für Katastrophen­deckungen beeinflussen wird.“ Der versicherte Marktschaden durch den Sturm Xynthia dürfte nach Schätzungen von Munich Re zwischen 1,5 und 2,5 Mrd. € betragen, wovon etwa 300 bis 500 Mio. € auf Deutschland entfallen.

Bei den Kapitalanlagen hat Munich Re gezielt von Aktien in festverzinsliche Papiere umgeschichtet. Für das Jahr 2010 erwartet sie keine deutliche Steigerung der Kapitalmarktzinsen und somit vergleichsweise niedrige laufende Erträge aus festverzinslichen Wertpapieren und Darlehen. Daher rechnet sie für 2010 und die folgenden Jahre mit einer Rendite auf die Kapitalanlagen (RoI) in einer Größenordnung von unter 4 %.

Für 2010 strebt Munich Re erneut ein Konzernergebnis von über 2 Mrd. € an. Dieses Ziel bleibt trotz der Belastungen aus dem Erdbeben in Chile und dem Sturm Xynthia erreichbar, wobei die weitere Entwicklung der Großschäden gemessen am erwarteten Jahresmittel bedeutsam ist. „Das Erreichen unseres Ziels erfordert hohen Einsatz, Initiative und Ideenreichtum von unseren rund 47.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weltweit“, betonte Vorstands­vorsitzender von Bomhard. Für 2011 erwartet Munich Re eine Steigerung der Ergebnisse. An dem langfristigen Ziel von 15 % Rendite auf das Risikokapital (RoRaC) nach Steuern über den Zyklus hält Munich Re fest, es wird jedoch in einem Umfeld, das von niedrigen Zinsen geprägt ist, deutlich schwerer erreichbar sein.

Das Anfang Oktober angekündigte Aktienrückkaufprogramm ist auf einem guten Weg. Bis zum 8. März 2010 wurden Aktien in einem Gesamtwert von rund 677 Mio. € zurückgekauft; bis zur nächsten Hauptversammlung am 28. April 2010 soll ein Wert von 1 Mrd. € erreicht werden. Für das Geschäftsjahr 2009 will Munich Re wie bereits angekündigt – vorbehaltlich der Zustimmung von Aufsichtsrat und Hauptversammlung – im April 2010 eine Dividende von 5,75 (5,50) € je Aktie zahlen. Das wären auf der Basis der sich gegenwärtig im Umlauf befindenden Aktien insgesamt fast 1,1 Mrd. €. „Wir gehören damit zu den wenigen Unternehmen, die nicht nur an einer attraktiven Dividende pro Aktie festhalten, sondern sie auch noch leicht erhöhen können“, erklärte Vorstandsvorsitzender von Bomhard.

Im Rahmen ihres Programms Changing Gear hatte Munich Re im Mai 2007 Aktienrückkäufe von mehr als 5 Mrd. € angekündigt. Davon wären mit dem noch laufenden Rückkauf bereits 4 Mrd. € umgesetzt worden. Weitere Aktienrück­käufe wird Munich Re sorgfältig prüfen und gegenüber einer komfortablen Kapitalausstattung – auch mit Blick auf organische und etwaige externe profitable Wachstumsmöglichkeiten – abwägen. Von Bomhard betonte: „Unsere Aktionäre sollen wissen: Unser Ehrgeiz ist es, unser Changing Gear-Ziel zu erreichen, also auch den nächsten Schritt beim Aktienrückkauf umzusetzen.“




Frau Johanna Weber
FinanzPr
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Frau Nikola Kemper
Media Relations Asien
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Munich Re steht für ausgeprägte Lösungs-Expertise, konsequentes Risikomanagement, finanzielle Stabilität und große Kundennähe. Damit schafft Munich Re Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte die Gruppe, die ein integriertes Geschäftsmodell aus Erst- und Rückversicherung verfolgt, einen Gewinn in Höhe von 2,56 Mrd. €. Ihre Beitragseinnahmen beliefen sich auf ca. 41 Mrd. €. Sie ist in allen Versicherungssparten aktiv und mit rund 47.000 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Mit Beitragseinnahmen von rund 25 Mrd. €allein aus der Rückversicherung ist sie einer der weltweit führenden Rückversicherer. Besonders wenn Lösungen für komplexe Risiken gefragt sind, ist Munich Re ein gesuchter Risikoträger. Die Erstversicherungsaktivitäten bündelt Munich Re vor allem in der ERGO Versicherungsgruppe. Mit über 17 Mrd. €Beitragseinnahmen ist ERGO eine der großen Versicherungsgruppen in Europa und in Deutschland. Sowohl in der Krankenversicherung als auch in der Rechtsschutzversicherung ist sie europäischer Marktführer. 40 Millionen Kunden in über 30 Ländern vertrauen der Leistung und der Sicherheit der ERGO. Im internationalen Gesundheitsgeschäft bündelt Munich Re ihre Leistungen in der Erst- und Rückversicherung sowie den damit verbundenen Services unter dem Dach der Marke Munich Health. Die weltweiten Kapitalanlagen von Munich Re in Höhe von 182 Mrd. €werden von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet.

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