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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 11.06.2008
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Netto-Tilgungen am Rentenmarkt im April 2008

Rentenmarkt
Am deutschen Rentenmarktließ die Emissionstätigkeit im April gegenüber dem Vormonat leicht nach. Insgesamt wurden Anleihen für 117,4 Mrd € am deutschen Markt begeben, nach 130,9 Mrd € im März. Nach Abzug der gegenüber dem Vormonat leicht erhöhten Tilgungen und unter Berücksichtigung der Eigenbestandsveränderungen der Emittenten haben diese im April ihre Rentenmarktverschuldung letztlich um 19,6 Mrd € reduziert. Auch der Umlauf ausländischer Schuldverschreibungen am deutschen Markt verringerte sich im Berichtsmonat (14,8 Mrd €), sodass im Ergebnis 34,4 Mrd € an Anleger zurückflossen.

Die öffentliche Hand tilgte im April angesichts einer guten Kassenlage im Ergebnis Rentenmarktverbindlichkeiten in Höhe von 13,0 Mrd €. Davon entfielen 12,4 Mrd € auf den Bund, der im März noch – entsprechend der Emissionsplanung – Schuldverschreibungen für netto 9,0 Mrd € abgesetzt hatte. Er tilgte im Berichtsmonat per saldo vor allem fünfjährige Bundesobligationen (14,1 Mrd €), aber auch 30jährige Anleihen und zehnjährige Anleihen (2,0 Mrd € bzw. 0,8 Mrd €). Zudem erhöhte der Bund seine Bestände an eigenen Wertpapieren um 5,7 Mrd €. Per saldo setzte er lediglich zweijährige Schatzanweisungen ab (4,7 Mrd €). Die Länder verringerten den Umlauf ihrer Schuldtitel um 0,6 Mrd €.

Die heimischen Kreditinstitutereduzierten im April ebenso wie die öffentliche Hand den Umlauf ihrer Schuldverschreibungen (2,0 Mrd €). Dies ist im Ergebnis auf Netto-Tilgungen von Öffentlichen Pfandbriefen zurückzuführen (4,0 Mrd €). Dagegen wurden Hypothekenpfandbriefe und die besonders flexibel gestaltbaren Sonstigen Bankschuldverschreibungen netto abgesetzt (jeweils 0,8 Mrd €). In geringerem Umfang nahmen die Spezialkreditinstitute den Rentenmarkt in Anspruch (0,4 Mrd €).

Die inländischen Unternehmen haben im Berichtsmonat Schuldverschreibungen für netto 4,7 Mrd € getilgt. Hierbei handelte es sich letztlich nur um Geldmarktpapiere (Commercial Paper: 5,7 Mrd €). Dagegen setzten die heimischen Nichtbanken länger laufende Anleihen für 1,0 Mrd € ab.

Erworbenwurden Schuldverschreibungen im April im Ergebnis nur von den heimischen Kreditinstituten, die 5,8 Mrd € am Rentenmarkt anlegten. Inländische Nichtbanken veräußerten dagegen Rentenwerte in größerem Umfang (37,0 Mrd €), wobei es sich zum überwiegenden Teil um inländische Papiere handelte. Gebietsfremde Anleger verringerten ihr Engagement am deutschen Rentenmarkt um 3,1 Mrd €.

Aktienmarkt
Die Emissionstätigkeit am deutschen Aktienmarktbelebte sich im April trotz einer gegenüber dem Vormonat freundlicheren Kursentwicklung nicht. Insgesamt wurden junge Aktien für 0,2 Mrd € begeben, zum größeren Teil von nicht börsennotierten Gesellschaften. Der Umlauf ausländischer Aktien am deutschen Markt ging um 5,3 Mrd € zurück. Erworben wurden Aktien von inländischen Kreditinstituten und Nichtbanken (24,8 Mrd € bzw. 13,8 Mrd €). Im Gegenzug trennten sich Ausländer in erheblichem Umfang von deutschen Dividendentiteln (43,6 Mrd €). Hierbei dürfte es sich im Wesentlichen um kurzfristige Verkäufe vor dem jeweiligen Dividendentermin handeln.

Investmentfonds
Inländische Investmentfondsverzeichneten im April ein Mittelaufkommen von 6,1 Mrd €, wovon 4,0 Mrd € auf die Publikumsfonds entfielen. Hier erfreuten sich insbesondere die Aktienfonds einer hohen Beliebtheit; sie setzten netto Anteile für 5,0 Mrd € ab. Einen vergleichbaren Mittelzufluss hatte es zuletzt im Januar 2000 gegeben. In geringerem Umfang flossen auch Gemischten Fonds und Offenen Immobilienfonds Mittel zu (0,6 Mrd € bzw. 0,5 Mrd €). Dagegen zogen sich Anleger insbesondere aus Geldmarktfonds und Gemischten Wertpapierfonds zurück (1,9 Mrd € bzw. 0,3 Mrd €). Bei den institutionellen Investoren vorbehaltenen Spezialfonds kamen 2,1 Mrd € auf. Ausländische Fondsanteile wurden am deutschen Markt im April netto für 1,7 Mrd € abgesetzt. Erworben wurden Investmentfondsanteile vorwiegend von den heimischen Nichtbanken und Ausländern (jeweils 3,6 Mrd €) sowie von inländischen Kreditinstituten (0,5 Mrd €).



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