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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 17.11.2005
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Perspektiven der Altersversorgung in Deutschland

6. SOKA-BAU Praktiker-Tagung

Am 15. November 2005 fand die 6. Praktiker-Tagung von SOKA-BAU (Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes) in Wiesbaden statt. Die Sicherstellung eines auch zukünftig tragfähigen Rentensystems mit besonderem Fokus auf die betriebliche Altersversorgung war zentrales Thema der gut besuchten Veranstaltung.

Wenn das Renteneintrittsalter – wie vorgesehen – von 65 auf 67 Jahre angehoben wird, ist darin insbesondere für gewerbliche Bauarbeitnehmer eine dramatische Verschlechterung ihrer Situation zu sehen. "Es ist und bleibt ein Unterschied, ob ein Arbeitnehmer 45 Jahre im Büro oder auf dem Bau gearbeitet hat. Das muss auch beim Renteneintrittsalter berücksichtigt werden: Hier sind kreative Lösungen gefragt", sagte Karl-Heinz Sahl, Vorstandsmitglied SOKA-BAU einleitend. 

Demografische Entwicklung bedenklich

Die Auswirkungen der demografischen Entwicklung auf die Altersversorgung in Deutschland war Thema von Dr. Anette Reil-Held vom Mannheimer Forschungsinstitut Ökonomie und demographischer Wandel. Ab etwa 2020 wird die Bevölkerungszahl in Deutschland sinken. Fakt ist auch: Die Zahl der Menschen unter 60 wird weniger, die Gruppe der über 60-jährigen und insbesondere der über 80-jährigen wird dagegen stark ansteigen. Und nicht zuletzt: Weniger Erwerbstätige haben auch ein niedrigeres Wirtschaftswachstum zur Folge. Um den Auswirkungen auf Wirtschaft und Altersversorgung zu begegnen, gelte es, so Reil-Held, kurzfristig die Erwerbstätigkeit zu erhöhen, z.B. durch eine steigende Beschäftigtenquote bei Frauen. Auch ältere Arbeitnehmer könnten zumindest in einigen Branchen durch gezielte Bildungsmaßnahmen länger im Arbeitsleben gehalten werden. "Langfristig ist eine Erhöhung der Geburtenrate anzustreben, die aber mit einer verbesserten Bildungspolitik Hand in Hand gehen muss. Denn die Innovationskraft unserer Kinder ist letztlich das Entscheidende", erklärte Reil-Held abschließend. 

Gesetzliche Rentenversicherung bleibt Basisversorgung

"Die gesetzliche Rente muss ein stabiler Baustein der Altersversorung bleiben", forderte Dr. Reinhold Thiede von der Deutschen Rentenversicherung in Berlin. "Sie wird künftig eine verlässliche Basisversorgung gewährleisten, aber keine Lebensstandardsicherung mehr sein können." Aktuelle Prognosen gehen davon aus, dass die Beiträge zur Rentenversicherung bis 2030 relativ stabil bleiben. Das Netto-Standardrentenniveau wird dagegen weiter sinken – auf etwa 60 Prozent des letzten Nettogehalts bis 2030. Dies hat zur Folge, dass die zweite und dritte Säule der Altersversorgung, also die betriebliche und die private Vorsorge an Bedeutung gewinnen werden. Spätestens im Jahr 2020 müssen Arbeitnehmer in der Lage sein, fast die Hälfte ihres Renteneinkommens aus der betrieblichen und privaten Altersvorsorge zu schöpfen. 

Betriebliche Altersversorgung entwickelt sich positiv

Die neuesten fast druckfrischen Ergebnisse einer Studie des Bundesministeriums für Gesundheit und Soziale Sicherung zur Situation und Entwicklung der betrieblichen Altersversorgung präsentierte Dr. Klaus Kortmann, TNS Infratest Sozialforschung, München. Fazit: Die betriebliche Altersversorgung entwickelt sich positiv und ist bereits ein wichtiger Bestandteil im Versorgungssystem in Deutschland. Die ausgeprägte staatliche Förderung wirkt. Dies gilt mit zwei Einschränkungen: Arbeitnehmer kleiner und mittlerer Betriebe und Arbeitnehmer mit niedrigem bis mittlerem Einkommen profitieren bislang kaum von den staatlichen Förderungen. Während Betriebe mit 500 und mehr Mitarbeitern nahezu flächendeckend eine betriebliche Altersversorgung für ihre Arbeitnehmer anbieten, liegt der Anteil bei Kleinbetrieben mit weniger als fünf Mitarbeitern deutlich unter 30 Prozent. "Nur jeder fünfte in einem solchen Kleinbetrieb beschäftigte Arbeitnehmer hat eine betriebliche Altersversorgung", sagte Kortmann, "hier muss noch viel Überzeugungsarbeit geleistet werden". 

Der Verantwortung als Anbieter gerecht werden

"Als Spezialist für Altersvorsorge in der Baubranche nehmen wir unsere Verantwortung wahr. Mit der BauRente ZukunftPlus finden auch kleine und mittlere Betriebe anerkannt attraktive staatlich geförderte Angebote für die individuelle betriebliche Altersversorgung. Wünschenswert bleibt aber nach wie vor ein viel stärkeres Bewusstsein, für die finanzielle Absicherung im Alter selbst etwas zu tun, und dies dann auch in die Tat umzusetzen", sagte Sahl. 



N.N.
Herr Michael Delmhorst
Tel.: (06 11) 7 07-21 00
Fax: (06 11) 7 07-45 87
E-Mail: MDelmhorst@soka-bau.de

SOKA-BAU
Wettinerstraße 7
65189 Wiesbaden
Deutschland
http://www.soka-bau.de

SOKA-BAU ist der gemeinsame Name für die Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft und die Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes VVaG. Beide sind gemeinsame Einrichtungen der Tarifvertragsparteien der Bauwirtschaft: Zentralverband des Deutschen Baugewerbes e.V., Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e.V. und Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt.

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