Informationen und Wissen für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche Registrieren Abo Einloggen
Rotes Informations-Icon
Passwort vergessen? Kein Konto? Kostenlos registrieren...

dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 26.02.2010
Werbung

Postbank will 2010 auch vor Steuern wieder in die Gewinnzone

- Strategieprogramm „Postbank4Future“ greift, Vereinfachung der Produktpalette kommt gut voran - Marktanteile im Kerngeschäft ausgebaut - Vorstandsvorsitzender Stefan Jütte kündigt weiter verbessertes Girokonto an

Die Deutsche Postbank AG hat nach vorläufigen Zahlen im Jahr 2009 einen Konzerngewinn von 76 Millionen Euro erzielt. Im Vorjahr hatte sie noch einen Verlust von 886 Millionen Euro ausgewiesen (Vergleichszahlen angepasst). Das Vorsteuerergebnis hat sich zwar ebenfalls deutlich verbessert, blieb aber mit -398 Millionen Euro negativ (Vorjahr angepasst: -1.064 Millionen Euro). Dies ist auf die schwierigen Rahmenbedingungen an den internationalen Finanz- und Immobilienmärkten sowie in der Realwirtschaft zurückzuführen. Diese führten zu weiteren Wertkorrekturen in den Kapitalmarktbeständen, insbesondere im strukturierten Kreditportfolio der Bank. Die Bank hat - wie angekündigt - im vierten Quartal die Risikopositionen überprüft und Anpassungen bei den Bewertungsparametern vorgenommen. Das hat zu spürbaren Zusatzbelastungen geführt.

Stefan Jütte, Vorstandsvorsitzender der Postbank, sagte dazu am Donnerstag vor Journalisten: "Wir gehen davon aus, dass sich die außerordentlichen Belastungen 2010 und in den Folgejahren sukzessive vermindern dürften. Auf Basis solider Ertragsströme aus dem Kundengeschäft und eines konsequenten Kostenmanagements sind wir sehr zuversichtlich, für 2010 wieder nennenswert positive Ergebnisse ausweisen zu können, vor und nach Steuern."

Postbank4Future: Versprochen und geliefert

Positive Impulse erwartet die Postbank durch die konsequente Umsetzung ihres Strategieprogramm "Postbank4Future". Hier hatte die Bank unter anderem angekündigt, sich wieder konsequent als Bank für das Wesentliche aufzustellen und ihren Kunden die Entscheidung in Finanzfragen so leicht wie möglich zu machen. Jütte betonte, dass die Postbank bereits intensiv daran arbeitet: "Wir wollen wieder `einfacher` werden, mit einer schlankeren und transparenteren Produktpalette. Durch die Herausnahme des DAX-Sparbuchs, des Börsensiegers, des Sparen 3000plus und des Quartal-Sparens haben wir hier schon gute Fortschritte erzielt. Wir haben damit unsere Sparpalette deutlich gestrafft und transparenter aufgebaut." Auch bei den Investmentfonds ist die Postbank schon ein gutes Stück vorangekommen. Aktuell bietet sie ihren Kunden nur noch 11 Fonds an. In anderen Feldern, wie zum Beispiel bei Altersvorsorgeprodukten und Karten geht sie den gleichen Weg.

Jütte kündigte an, ab April mit einem weiterentwickelten Girokonto in den Markt zu starten, mit dem die Bank ihre Marktführerschaft unter Beweis stellen will. Kern des überarbeiteten Produktprofils ist, dass die Geldeingangsgrenze von 1.250 Euro auf 1.000 Euro abgesenkt wird. Ab diesem Betrag fallen keine Entgelte an. Jütte: "Damit wollen wir gerade in schwierigen Zeiten ein Zeichen setzen und das Girokonto noch breiter im Privatkundenmarkt platzieren." In Verbindung mit einer Neuausrichtung der Vertriebswege und einer weiteren Verbesserung des Kundenservices verspricht die Postbank sich davon einen Ausbau ihrer Marktstellung.

Die Postbank will auch mit einem verbesserten Service bei ihren Kunden punkten. Zusätzlich zu den 856 Postbank Finanzcentern und mehreren Tausend Filialen der Deutschen Post sowie 7.000 Geldautomaten der CashGroup bietet sie ihren Kunden seit Kurzem durch eine innovative Kooperation mit Shell weitere Möglichkeiten zur kostenlosen Bargeldversorgung. Aktuell sind 600 Shell-Tankstellen ans Netz der Bargeldversorgung angeschlossen, weitere 700 sollen bis Mitte des Jahres folgen. Darüber hinaus hat die Bank eine Kooperation mit OBI gestartet und in 180 OBI-Filialen Geldautomaten aufgestellt. Dazu erklärte Jütte: "Das war nur der Anfang einer Reihe von strategischen Partnerschaften. Angesichts des hohen Nutzens für unsere Kunden prüfen wir, ob sich das Kooperationskonzept auch mit dem Einzelhandel und anderen an Verkehrsknotenpunkten gelegenen Unternehmen umsetzen lässt."

Ergänzen will die Bonner Bank ihre Initiativen durch ein verbessertes Reklamationsmanagement. "Wir wollen für unsere Kunden leichter und schneller ansprechbar sein und ihnen schon im Erstgespräch fallabschließende Problemlösungen anbieten. Das erreichen wir über eine kompetente und qualifizierte Ausrichtung unseres Reklamationsmanagements", so Jütte.

Der Vorstandsvorsitzende zeigte sich erfreut darüber, dass die Postbank 2009 im Kerngeschäft mit ihren Privat- und Firmenkunden gut vorangekommen ist. "Die Postbank ist nach wie vor größte Privatkundenbank Deutschlands. Wir sind stolz auf diese Nummer-1-Position und sind entschlossen, sie nach Kräften zu verteidigen."

Sparen mit Rekordergebnis

Vor allem im Einlagengeschäft konnte die Bonner Bank 2009 noch einmal deutlich zulegen und Marktanteile gewinnen. Als Marktführer in diesem Bereich in Deutschland konnte sie das Jahresschlussvolumen der klassischen Spargelder auf 57 Milliarden Euro ausdehnen. Dies markierte einen neuen Rekord für die Postbank. Auch die Marktanteile konnte die Bank in diesem Segment auf 6,4 Prozent erhöhen, nach 4,9 Prozent im Vorjahr.

In einem schwierigen Marktumfeld konnte die Postbank rund 454.000 neue Girokonten eröffnen, knapp 21 Prozent weniger als im Vorjahr. Da auf der anderen Seite auch die Kontoauflösungen rückläufig waren, blieb die Zahl der privaten Girokonten mit 4,9 Millionen stabil auf Vorjahresniveau.

Insgesamt war das Neugeschäft bei Privatkrediten zwar um 10,5 Prozent auf 1,45 Milliarden Euro rückläufig. Es führte jedoch zu einem nochmals um 20 Prozent auf 3,6 Milliarden Euro gestiegenen Bestand an Ratenkrediten und zu einem Marktanteil von 2,5 Prozent nach 2,3 Prozent im Vorjahr.

Im Bausparmarkt ist die Postbank über die BHW Bausparkasse aktiv. 2009 ging das eingelöste Bausparneugeschäft mit 9,7 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr (10,1 Milliarden Euro) leicht zurück. BHW konnte seinen Marktanteil von 10,2 Prozent im Jahr 2008 auf 10,9 Prozent steigern. Das Neugeschäft in der Baufinanzierung lag einschließlich der Auszahlung von Bauspardarlehen mit 8,3 Milliarden Euro um knapp 17 Prozent unter dem Stand des Vorjahres. Der Baufinanzierungsbestand der Postbank erhöhte sich im Jahr 2009 im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Prozent auf 73,8 Milliarden Euro, während er sich im Gesamtmarkt bis zum 30. September 2009 nur leicht verbesserte. Der Marktanteil stieg zum Jahresende 2009 auf 9,4 Prozent nach 9,2 Prozent Ende 2008.

Als Folge der Finanzmarktkrise und einer merklichen Kaufzurückhaltung der Kunden ging das Wertpapierneugeschäft von 2,5 Milliarden Euro auf 2,0 Milliarden Euro zurück. Im zweiten Halbjahr 2009 konnte die Postbank einen Anstieg im Wertpapierabsatz beobachten, und auch das Volumen in den bei der Postbank geführten Depots stieg von 9,5 Milliarden Euro auf 11,1 Milliarden Euro deutlich an.

Weitere Stärkung des Mittelstandsgeschäfts

Die Postbank konnte das Volumen der in Deutschland verauslagten Firmenkundenkredite zum Jahresende 2009 auf über 7 Milliarden Euro steigern (Vorjahr: 5,4 Milliarden Euro). Im mittel- und langfristigen Kreditneugeschäft (ohne Factoring und Leasing) konnte sie das Volumen mit 1,9 Milliarden Euro leicht ausweiten. Das Kontokorrent- und Geldmarktkreditgeschäft hat sie auf 2,7 Milliarden Euro gesteigert (+30 Prozent). Jütte unterstrich: "Auch vor dem Hintergrund der Diskussion um eine Kreditklemme ist dies ein schönes Ergebnis. Die Postbank ist nach Kräften, aber mit Augenmaß in Lücken gesprungen, die sich im Markt ergeben haben."

Erfreulich ist auch, dass das Anlagevolumen der Firmenkunden 2009 stark anstieg. Zum Ende des Berichtsjahres lagen die Firmenkundeneinlagen bei rund 19,0 Milliarden Euro und damit um knapp 43 Prozent über dem Vorjahreswert von 13,3 Milliarden Euro.

Jütte: "Die Postbank ist heute mehr denn je auch eine Mittelstandsbank. Dieses Geschäft hat sich zu einer wichtigen Säule für uns entwickelt. Für die Zukunft sehen wir hier noch erhebliches Potenzial - gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Verschiebungen in der Wettbewerbslandschaft."

Transaktionsvolumen konstant

Im Geschäftsjahr 2009 wickelte die Tochtergesellschaft Betriebs-Center für Banken (BCB) mehr als 7 Milliarden Transaktionen ab. Damit erreicht sie in Deutschland einen Marktanteil von über 20 Prozent. Ab Februar 2010 übernimmt die BCB in mehreren Schritten die Zahlungsverkehrsabwicklung für ihren neuen Mandanten HSH Nordbank. Ende 2010 wird der gesamte in- und ausländische Zahlungsverkehr der HSH Nordbank in der Verantwortung der BCB liegen. Dadurch wird die Zahl der Transaktionen im Jahr 2010 voraussichtlich auf mehr als 8 Milliarden steigen. Den Wegfall einer Großbank als Kunde will die Postbank/BCB durch die Integration des Zahlungsverkehrs der HSH Nordbank kompensieren. Außerdem will sie mit potenziellen Mandanten sprechen, die sich insbesondere unter den Banken finden lassen, die wegen bestehenden Erneuerungsdrucks im IT-Umfeld auf ihre vollständig mandantenfähige Zahlungsverkehrs-Plattform zugreifen wollen. Solche Institute finden sich in Deutschland und in Europa.

Ausblick

Der Vorstandsvorsitzende Jütte ist zuversichtlich, für 2010 ein positives Ergebnis vor Steuern ausweisen zu können. Dies setzt voraus, dass sich die gesamtwirtschaftliche Erholungstendenz fortsetzt und es zu keiner krisenhaften Entwicklung an den internationalen Kapitalmärkten kommt. Zu der erwarteten Ergebnisverbesserung sollten sinkende Belastungen aus der Kapitalmarktkrise, ein gegenüber dem Niveau des Jahres 2009 rückläufiger Risikovorsorgebedarf, ein konsequentes Kostenmanagement und vor allem die soliden Ertragsströme aus dem Kundengeschäft ihren Beitrag leisten. Im Rahmen ihres Strategieprogramms wird die Bank mit Hochdruck daran arbeiten, ihre Ergebnissituation weiter zu verbessern. Mittelfristig und nachhaltig erwartet sie wieder eine operative Eigenkapitalrendite von rund 13 Prozent nach Steuern.




Herr Joachim Strunk

Tel.: +49 (0)228 920 12100
Fax:
E-Mail: joachim.strunk@postbank.de


Herr Hartmut Schlegel

Tel.: +49 228 920 12100
Fax:
E-Mail: hartmut.schlegel@postbank.de

Deutsche Postbank AG
Friedrich-Ebert-Allee 114-126
53113 Bonn
http://www.postbank.de/

dvb-Pressespiegel abonnieren
Erhalten Sie täglich die 8 wichtigsten Mel- dungen zu Versicherungs- und Finanzthemen.
Hier anmelden:
dvb-Newsletter: die Entscheidungshilfe!
Psychonomics: 1. Platz Aktualität / 2.Platz Entscheidungsrelevanz für Versicherungs- und Finanzmakler
 
AGB | Datenschutz | Hilfe | Impressum | Sitemap | Team | Werbung & Preise

© deutsche-versicherungsboerse.de