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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 18.12.2006
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Rürup, Rische: Rentenrenditen auch in Zukunft positiv

Die Renditen in der gesetzlichen Rentenversicherung werden auch langfristig positiv bleiben. Das erklärten der Vorsitzende des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung sowie des Sozialbei-rates der Bundesregierung, Bert Rürup, und der Präsident der Deutschen Rentenversicherung Bund, Herbert Rische.

„Nach den jüngsten Rentenrefomen werden sich die Beitragsrenditen in der Rentenversicherung zwar verringern, bleiben aber auch künftig positiv“, sagte Bert Rürup. Diese Aussage treffe auch für ledige Versicherte zu, die keine Witwen, Witwer oder Waisen mit Ansprüchen auf Hinterbliebenenrenten hinterlassen. Denn besonders Frauen und Ehepaare könnten im Vergleich zu männlichen Alleinstehenden mit vergleichsweise höheren Renditen rechnen. Zu diesem Ergebnis kommen aktuelle Berechnungen unabhängiger Institutionen wie der Deutschen Rentenversicherung Bund, des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung und des Sozialbeirates der Bundesregierung. Von der Stiftung Warentest wurden diese Befunde in ihrer Zeitschrift „Finanztest“ diese Befunde in Heft 5/2006 vom Ergebnis her bestätigt.

„Die Renditen bleiben positiv, auch wenn das Renteneintrittsalter jetzt gleitend auf das 67. Lebensjahr angehoben wird“, sagte Rische. Dies liege nicht zuletzt daran, dass auch in der Zukunft von einem Anstieg der durchschnittlichen Lebenserwartung und damit der Rentenbezugsdauer auszugehen sei. Deshalb werde die Rente trotz des späteren Rentenbeginns nicht wesentlich kürzer bezogen. Die Renditenentwicklung sei daher kein Anlass, das System der gesetzlichen Rentenversicherung grundsätzlich in Frage zu stellen, zumal mit den aktuellen Reformen faktisch alle wichtigen Maßnahmen umgesetzt wurden, um die Rentenversicherung gegen die in der Bevölkerungsalterung angelegten Probleme abzusichern.

Die heute vorgelegten Renditeberechnungen des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) setzen sich aufgrund ihrer methodischen Schwächen leider dem Vorwurf der Interessengeleitetheit aus. Es wäre wünschenswert, wenn möglichst viele Arbeitnehmer die Möglichkeiten der staatlich geförderten zusätzlichen kapitalgedeckten Alterssicherung nutzen würden. Problematisch ist allerdings, Anreize zum Altersvorsorgesparen über fragwürdige Renditeberechnungen für die gesetzliche Rentenversicherung setzen zu wollen.

Insbesondere bringt das DIA bei ihren Renditeberechnungen eine zukünftige Geldentwertung in Ansatz, was notwendigerweise zu niedrigeren, realen Renditen führt. Bei Altersvorsorgeprodukten der Finanz- und Versicherungswirtschaft lassen die Anbieter bei ihren Renditeberechnungen die Inflation jedoch regelmäßig unberücksichtigt. So gibt es nach Informationen der Zeitschrift „Finanztest“ keinen Lebensversicherer, der in seiner jährlichen Versicherungsstandsmitteilung eine inflationsbereinigte voraussichtliche private Rente ausweist.

Darüber hinaus ist es nicht sachgerecht, den Bundeszuschuss in die Renditenkalkulation einzubeziehen. Der Bundeszuschuss dient der Finanzierung nicht beitragsgedeckter Leistungen und darf daher nicht als Aufwand der Beitragszahler berücksichtigt werden. Wenn aber auf der Einnahmeseite der Bundeszuschuss berücksichtigen wird, dann muss dies auch auf der Leistungsseite erfolgen.



Pressesprecher der Deutschen Rentenversicherung
Herr Dr. Dirk von der Heide
Tel.: 030/865-89174
Fax: 030/865-89425
E-Mail: dirk.heide@drv-bund.de

Deutsche Rentenversicherung Bund
Ruhrstraße 2
10709 Berlin
Deutschland
http://www.deutsche-rentenversicherung-bund.de

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