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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 14.03.2006
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Risikomanager bereiten sich auf Vogelgrippe vor

·     Unternehmen stufen Vogelgrippe als ernstzunehmendes Risiko ein
·     Online-Fragebogen hilft bei der Bewertung unternehmensspezifischer Risiken

Die Vogelgrippe hat die Aufmerksamkeit von Unternehmen und öffentlichen Institutionen auch auf die Gefahr von Pandemien gelenkt. Am intensivsten beschäftigen sich die Organisationen derzeit mit der Identifikation von Risiken entlang ihrer Wertschöpfungskette und der Anpassung ihrer Notfallplanung an die neue Bedrohungslage. Aufkommende ansteckende Krankheiten müssen laufend beobachtet und beurteilt werden, um in der jeweiligen Situation richtig reagieren zu können. Marsh, das weltweit führende Unternehmen im Risiko- und  Versicherungsmanagement, und Kroll, Spezialist für Risikoberatung und Krisenmanagement, haben eine Reihe gemeinsamer Beratungsprodukte für das Management der Risiken rund um mögliche Pandemien entwickelt. Über einen im Internet verfügbaren Fragebogen können Unternehmen eine erste Abschätzung vornehmen, wo in ihrer Notfallplanung Lücken bestehen.

Der elektronische Fragebogen von Marsh und Kroll zur Risikoexposition im Falle einer Pandemie kann unter www.marshriskconsulting.com aufgerufen werden. Die einzelnen Abschnitte der Umfrage helfen den teilnehmenden Unternehmen, das Ausmaß ihrer Gefährdung sowie die Wirksamkeit ihrer bestehenden Risikovorsorge zu beurteilen. Zu den vorbeugenden Maßnahmen gegen mögliche Pandemien gehören das laufende Verfolgen der neuesten Entwicklungen bei aktuellen Ausbrüchen ansteckender Krankheiten, das Aufstellen adäquater Regeln und Vorgehensweisen für reisende Mitarbeiter und solche, die sich in Problemregionen aufhalten, die Bewertung von kritischen Lieferabhängigkeiten sowie das Aktualisieren und Einüben der Notfallpläne. „Der überwiegende Teil der Organisationen, die auf unseren Fragebogen bisher reagiert haben, war bereits von SARS betroffen“, so Felix Hufeld, CEO von Marsh Deutschland und Österreich. „Obwohl der Ausbruch von SARS nicht annähernd mit einer Pandemie vergleichbar war, hat das Thema weltweit viele Unternehmen sensibilisiert.“

Mögliche Pandemie-Maßnahmen reichen von aktuellen Notfallplänen (Business Continuity Management) über den Aufbau einer IT-Infrastruktur, die verstärkten Einsatz von Heimarbeit ermöglicht, bis hin zu interner und externer Kommunikation, um Kunden wie Mitarbeiter auf dem Laufenden zu halten. Welche Maßnahmen davon erforderlich sind, hängt von der spezifischen Risikoexposition eines Unternehmens oder einer Organisation ab. Während einige Firmen und Behörden eine Notfallorganisation aufbauen müssen, um auch im Pandemiefall weiter zu funktionieren, sorgen sich andere Unternehmen mehr um Image- oder Marktanteilsverluste. „Das Risikoprofil ist für jede Organisation anders“, so Felix Hufeld. „Fluggesellschaften geht es in erster Linie um die Gewährleistung ihrer Flugsicherheit in Verbindung mit der Minimierung der Ansteckungsrisiken. Banken dagegen sorgen sich vor allem um die generelle Aufrechterhaltung der Geldströme, während Behörden vor allem ihre interne Funktionsfähigkeit erhalten müssen.“

Auswirkungen auf alle Branchen

Im Verlauf der letzten Monate haben sich zahlreiche Gesundheitsbehörden und Organisationen auf der ganzen Welt besorgt über den möglichen Ausbruch einer Pandemie mit dem Vogelgrippevirus H5N1 geäußert. So sagte Lee Jong-Wook, der Generaldirektor der WHO, es sei nur eine Frage der Zeit, bis ein Vogelgrippevirus die Fähigkeit erwirbt, von Mensch zu Mensch übertragen zu werden und eine Pandemie mit Millionen von Toten auszulösen. Für Unternehmen stellt sich daher die Frage, wie sie sich auf eine früher oder später auftretende Pandemie vorbereiten können.

Wie aktuell das Thema auch für deutsche Unternehmen ist, zeigt die Meldung, dass bereits 18 der 30 im DAX vertretenen Unternehmen an einem Notfallplan für die Vogelgrippe arbeiten und sieben davon bereits antivirale Grippemittel für diesen Fall eingelagert haben. Auch die Lebensmittelindustrie arbeitet intensiv an dieser Thematik. Doch die Wirkung einer Pandemie geht weit über spezifische Branchenaspekte hinaus. Pandemien zeichnen sich durch einen Erkrankungsgrad von über 25 Prozent der Bevölkerung aus. In einem solchen Falle wäre die Weltwirtschaft massiv betroffen und viele unvorbereitete Unternehmen nicht mehr in der Lage, ihre Geschäfte fortzusetzen.

Entscheidend: Die Notfallplanung

Ein zentraler Aspekt bei der Vorbereitung auf mögliche Pandemien ist die Ausweitung bestehender Notfallpläne auf entsprechende Szenarien. Sie bestimmen, welche Schritte sofort eingeleitet werden müssen und wie die Weiterführung der Geschäfte organisiert werden kann, wenn beispielsweise die Mitarbeiter generell zu Hause bleiben müssen oder wenn große Teile der Belegschaft krankheitsbedingt ausfallen. „Das Thema besitzt eine enorme Breite“, sagt Marsh-CEO Hufeld. „Daher haben sich die ‚Business Continuity’-Experten von Marsh Risk Consulting mit den Kollegen von Kroll zusammengeschlossen, die ihr Know-how bei Krisenmanagement, Sicherheit und Mitarbeiterverlagerung beisteuern. Das Ergebnis ist eine internationale, umfassende Expertise im Management von Pandemien. Patentantworten gibt es keine, dennoch kann vorbeugend viel getan werden.“

Marsh Risk Consulting bietet vier Beratungsprodukte rund um das Thema Pandemie:
   Die Auditierung der Notfallbereitschaft (Pandemic Preparedness Review)
   prüft die vorhandene Reaktionsfähigkeit eines Unternehmens auf eine
   Notfallsituation. Ziel ist die Überarbeitung der Notfallpläne und
   Notfallorganisation, um sie international und branchenintern auf „Best
   Practice“-Niveau zu bringen. Für die Kunden bietet die Auditierung die
   Sicherheit, geeignete Maßnahmen getroffen zu haben, um die
   Wahrscheinlichkeit zu verringern, von einer Pandemie betroffen zu
   werden, und Notfallpläne zu besitzen, um mit einer Pandemie fertig zu
   werden, wenn ihr Übergreifen auf das Unternehmen nicht verhindert werden
   kann.
   Mit der Notfallplanung inklusive Ausweich-/Wiederanlaufplanung (Business
   Continuity Roadmap) können Marsh- und Kroll-Kunden flexible und sichere
   Prozesse entwickeln, die in Krisen ein schnelles und effektives
   Reagieren ermöglichen. Die Notfallplanung richtet sich an alle Risiken,
   die die Funktionsfähigkeit der Organisation bedrohen – einschließlich
   einer Pandemie.
   Die Pandemie-Schulung (Pandemic Awareness Workshop) hilft Unternehmen,
   die Bedrohung durch Pandemien besser einschätzen zu können und eine
   Notfallorganisation aufzubauen. Sie zeigt, wie die öffentlichen Stellen
   im Falle einer Pandemie reagieren und was das Unternehmen tun kann. Der
   Workshop hilft zudem beim Aufbau eines zentralen Pandemie-Planungsstabs
   und lokaler Standortteams, bei der Identifikation und Priorisierung
   notwendiger Vorbereitungen und grundlegender Management-Methoden, um die
   Handlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen.
   Die Planung und Implementierung einer globalen Einsatzgruppe (Global
   Pandemic Preparedness Planning) behandelt die weltweiten Auswirkungen
   einer Pandemie auf eine Organisation. Ziel ist es, eine Struktur aus
   zentralen und lokalen Reaktionsteams mit klarer Rollenverteilung
   aufzubauen. Ein weltweiter Prozess beobachtet laufend Pandemie-Gefahren
   und ist in der Lage, einen unternehmensweiten Alarm auszulösen. Alle
   existierenden Notfallpläne werden auf das Pandemie-Szenario hin
   überprüft und gegebenenfalls erweitert. Ein Pandemie-Reaktionsplan mit
   festgelegten Benachrichtigungs- und Entscheidungsregeln sowie
   Eskalationsschwellen wird aufgestellt. Am Ende steht ein dauerhaft
   funktionierendes Pandemie-Vorbereitungsprogramm, das laufend die
   Bedrohung durch Pandemien beobachtet und mit dem Grad des Schutzes durch
   Notfallpläne der Organisation vergleicht.

Gerne vermitteln wir Ihnen auch Interviewpartner von Marsh Risk Consulting zum Thema Aufstellen und Aktualisieren von Notfallplänen für Unternehmen und andere Institutionen, die im Fall möglicher Epidemien und Pandemien ein Funktionieren der Organisation sicherstellen.



Leiterin Unternehmenskommunikation
Frau Katja Kamphans
Tel.: 069/6676-624
Fax: 069/6676-625
E-Mail: Katja.Kamphans@marsh.com

Marsh GmbH
Herriotstr. 3
60528 Frankfurt
Deutschland

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