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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 14.03.2011
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Risikoneigung der Corporate Treasurer wieder etwas größer

Der Alltag der Corporate Treasurer hat sich nach der Krise wieder normalisiert: Nachdem sie noch im Vorjahr dem Thema Sicherheit eine höhere Bedeutung als der Rendite zugemessen haben, geht die extreme Risikoaversion langsam zurück. Allerdings sind nach wie vor viele vorsichtig eingestellt: Liquidität sowie die finanzielle Bonität der Geschäftspartner haben weiterhin eine hohe Bedeutung. Dies zeigt die aktuelle Global Cash Management-Studie von J.P. Morgan Asset Management, die auf jährlicher Basis Entwicklungen und Trends im Liquiditätsmanagement von Unternehmen untersucht. Diese Studie wurde bereits zum zwölften Mal gemeinsam mit der Association of Corporate Treasurers (ACT) durchgeführt. An der aktuellen Befragung, die von Juli bis Ende September 2010 stattfand, nahmen weltweit 427 Corporate Treasurer teil. Den größten Anteil haben Befragte aus den USA (52 Prozent) gefolgt von Teilnehmern aus der Region EMEA (31 Prozent) und Asien (11 Prozent). „Mit dieser Rekordbeteiligung von Unternehmensvertretern rund um den Globus kann die Studie erneut einen aktuellen Überblick über die wichtigsten Schwerpunkte und Anliegen im Corporate Treasury geben“, betont Robert Deutsch, Leiter des Bereichs Global Liquidity von J.P. Morgan Asset Management.

Liquidität hat weiterhin höchste Priorität

Nach dem Thema mit der größten Bedeutung befragt, haben sich die Treasurer nach 2009 in der aktuellen Befragung erneut für „Liquidität“ ausgesprochen. „Die Nachwirkung der Finanzkrise sind also immer noch zu spüren“, erläutert Sven Lorenz, der bei J.P. Morgan Asset Management in Frankfurt für institutionelle Geldmarktfonds verantwortlich ist. Während 2009 noch 71 Prozent der Befragten diesem Thema die höchste Priorität zuordneten, ging der Anteil bei der aktuellen Befragung auf 68 Prozent leicht zurück. Zudem ergab sich eine Verschiebung bei den weiteren Themen: Während 2009 das Kontrahentenrisiko mit 68 Prozent ebenfalls als sehr wichtig wahrgenommen wurde, fiel dieses aktuell mit 64 Prozent auf den dritten Rang zurück. Aktuell hat sich die Sorge, Cash-Prognosen einzuhalten, mit 65 Prozent auf den zweiten Platz vorgeschoben. Währungsrisiken wurden vor und während der Krise dagegen als wichtiger wahrgenommen als aktuell (48 Prozent), während Zinsrisiken mit 43 Prozent wieder eine größere Bedeutung haben (2009: 33 Prozent).

Cash Management wieder stärker im Fokus

Im Zuge des Entschuldungsprozesses bei vielen Unternehmen kann ein Großteil der Corporate Treasurer nun wieder verstärkt liquide Mittel disponieren. Dies zeigt sich in einer entsprechenden Verschiebung ihrer Prioritäten: Das Cash Management hat mit 88 Prozent (Vorjahr: 62 Prozent) Cash Flow-Prognosen mit 63 Prozent (Vorjahr: 72 Prozent) als wichtigsten Arbeitsbereich abgelöst, gefolgt von Cash Investments mit 50 Prozent (Vorjahr: 31 Prozent). Statt der eher strategischeren Rolle während der Krise nehmen die Corporate Treasurer heute wieder eine operative Rolle ein. Nichtsdestotrotz haben Cash Flow-Prognosen weiterhin strategische Bedeutung für die Erfolgsmessung ihrer Arbeit. Bei der aktuellen Befragung wurde zum ersten Mal nach Parametern hierfür gefragt. Neben der Bewahrung des ihnen anvertrauten Kapitals (62 Prozent) sind präzise Prognosen mit 61 Prozent wichtigster Erfolgsfaktor noch vor dem Ertrag ihrer Anlagen (48 Prozent).

Kontrahentenrisiko weiterhin ausschlaggebend

Nachdem vor der Krise die Anzahl der Bankbeziehungen kontinuierlich zurückging, geben die Befragten seit 2007 an, ihre Bank-Partnerschaften wieder aufzustocken. So hat sich mit 29 Prozent der Unternehmen 2010 knapp ein Drittel noch breiter aufgestellt – nicht zuletzt um das Kontrahentenrisiko weiter zu diversifizieren. In Asien sind es sogar 38 Prozent der Befragten, die zusätzliche Banken beauftragen. Reduzieren will sie mit 21 Prozent nur jeder Fünfte. Bei der Aufzählung der wichtigsten genutzten Dienstleistungen gaben 94 Prozent der Corporate Treasurer das Cash Management an. Es folgt das Kreditangebot mit 79 Prozent und Währungsservices (69 Prozent). Wichtigstes Entscheidungskriterium für ein Institut ist mit 62 Prozent nach wie vor die Servicequalität. Wichtiger als das breite Angebot verschiedener Treasury Management Services (47 Prozent) oder die Provisionierung des Kreditangebotes (52 Prozent) ist für die Auswahl einer Bank allerdings die finanzielle Stärke der Bank, beispielsweise gemessen an einer robusten Bilanz (61 Prozent). „Erstmals gewinnt dieser Faktor fast so große Bedeutung wie das Kundenbeziehungsmanagement – die Finanzkrise hat das Vertrauen in das Banksystem also nachhaltig beeinflusst“, unterstreicht Lorenz.

Trotzdem gibt es bei der Allokation der Liquidität in den verschiedenen Regionen nach wie vor sehr unterschiedliche Herangehensweisen: Während in Nordamerika 41 Prozent der Corporate Treasurer präferiert Fondsvehikel nutzen (bei der Befragung 2009 waren es noch 45 Prozent), sind es in der EMEA Region 31 Prozent ( 2009: 18 Prozent) und im asiatisch-pazifischen Raum 26 Prozent (2009:25 Prozent). Außerhalb der USA sind nach wie vor Bankeinlagen die meist genutzte Investmentform (58 Prozent in EMEA sowie Asien). Hierbei ist der Trend allerdings weiterhin rückläufig: 2009 waren es noch 66 Prozent in EMEA sowie 60 Prozent in Asien. „Es zeigt sich also, dass institutionelle Geldmarktfonds auch außerhalb der USA immer mehr an Bedeutung gewinnen. Angesichts der immer noch erhöhten Sensibilität hinsichtlich täglicher Liquidität und breit diversifiziertem Kontrahentenrisiko scheinen die Geldmarktfonds die Anforderungen der Corporate Treasurer besonders gut zu erfüllen“, betont Lorenz.

Die Risikobereitschaft kehrt – vorsichtig – zurück

Trotz der weiterhin erhöhten Vorsicht zeigt sich eine Erholung bei der Risikobereitschaft der Corporate Treasurer. So steigen die Anforderungen an die Erträge, wenn auch weiterhin wenig Bereitschaft besteht, dafür ein höheres Risiko einzugehen. Weiterhin sind sicherheitsorientierte Anlagen mit hohen Ratings gefragt: Geldmarktfonds mit AAA-Rating sind entsprechend das Mindestkriterium für die Anlage in diese Vehikel. Ihr Anteil stieg sogar von 47 auf 59 Prozent. Während bei der Befragung 2008 die Rendite noch das wichtigste Kriterium zur Auswahl eines Geldmarktfonds war, rückten 2009 für 45 Prozent der Befragten die tägliche Liquidität und jederzeitige Verfügbarkeit der Gelder nach ganz oben auf die Prioritätenliste und die Rendite fiel auf den zweiten Platz zurück. Aktuell haben – analog zu den weiteren Studienergebnissen – die Bankbeziehung sowie die Reputation der Institution die Rendite noch weiter zurückgedrängt.

Die Suche nach Diversifikation der Unternehmen zeigt sich unter anderem auch darin, dass weniger befragte Unternehmen in ihren Anlagekriterien Geldmarktfonds ausschließen. Hier konnten Geldmarktfonds also Boden gut machen. Bei denjenigen, die in Geldmarktfonds investieren dürfen, sind die Anforderung an die Investments zudem leicht gesunken: Mit einem Rückgang von rund 5 Prozentpunkte erfordern immerhin rund 45 Prozent als Mindestbonität ein AAA-Rating. Für Bankeinlagen verlangen ebenfalls knapp 20 Prozent der Befragten ein AAA-Rating – in Anbetracht der immer geringeren Anzahl von Banken solcher Bonität erscheint dies bemerkenswert.

„Als Folge der Kreditkrise haben die Corporate Treasurer also ihre Prioritäten verschoben“, zieht Sven Lorenz das Fazit der Studie. „Kredit- und Liquiditätsrisiken werden bei aller aufkeimenden Entspannung immer noch mit höchster Vorsicht gesehen. Risikoaverse und einfach zu handhabende Geldmarktfonds gewinnen gerade in Deutschland an Bedeutung. Daneben überlegen erste Unternehmen, einen kleineren Teil ihrer Mittel, wie beispielsweise aus der strategischen Cash-Reserve, in längerfristige Anlagen zu investieren.“
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J.P. Morgan Asset Management – 12. Global Cash Management Survey 2010

Der „J.P. Morgan Asset Management – Global Cash Management Survey“ wurde von Juli bis Ende September 2010 durchgeführt. Diese globale Befragung von Corporate Treasurern fand bereits zum zwölften Mal in Zusammenarbeit mit der „Association of Corporate Treasurer“ (ACT) und den „European Associations of Corporate Treasurer“ (EACT) statt. Ziel der Studie ist, Einblicke in die Trends und Entwicklungen zu geben, die das Liquiditätsmanagement aktuell prägen. Der Begriff des Cash- oder Liquiditätsmanagements umfasst dabei alle Maßnahmen zur kurzfristigen Finanzdisposition eines Unternehmens. Die Studie untersucht in diesem Zusammenhang die Bankbeziehungen und Treasury-Funktionen der Studienteilnehmer, in welche Instrumente sowie nach welchen Kriterien diese Unternehmen überschüssige Barmittel investieren, und fragt nach der Zukunft des Cash Managements. Die Marktteilnehmer können aufgrund der Studienergebnisse ihre Marktposition und ihre Prozesse reflektieren. Die befragten Treasurer sind in Unternehmen der verschiedensten Branchen weltweit tätig und repräsentieren Organisationen aller Größenordnungen.

Mit 427 Befragten stieg die Anzahl der Teilnehmer auf Rekordniveau (Vorjahr: 334 Teilnehmer). Die Befragten haben die Fragebögen online ausgefüllt. Die regionale Verteilung der Studienteilnehmer ist in der aktuellen Studie mit Teilnehmern aus 36 Ländern noch breiter gestreut als in den Vorjahren: Die Corporate Treasurer aus den USA stellen mit 49 Prozent der Teilnehmer erneut die am stärksten vertretene Nation. Großbritannien liegt mit 15 Prozent auf Rang zwei. Gemeinsam mit den Chinesen belegen die deutschen Befragten mit jeweils rund 4 Prozent den dritten Rang, gefolgt von Singapur (3,5 Prozent) und Luxemburg (3,3 Prozent). Weitere Teilnehmer kommen aus den Niederlanden (2,6 Prozent), der Schweiz und Hongkong (je 2,3 Prozent), Kanada (1,4 Prozent), der Tschechischen Republik und Schweden (je 1,2 Prozent). Weitere Teilnehmer kamen aus Australien, Bahrain, Belgien, Fidji, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Japan, Kuwait, Malaysia, Mexiko, Österreich, Rumänien, Russland, der Slowakei, Südafrika, Spanien, Taiwan, Uganda, Ungarn, Uruguay und den Vereinigten Arabischen Emiraten.

Wie schon in den Vorjahren haben sich Unternehmen aller Größenordnungen an der Studie beteiligt. Ein Großteil der Befragten vertritt großkapitalisierte Unternehmen: 75 Prozent der teilnehmenden Unternehmen haben eine Marktkapitalisierung von mehr als 500 Millionen US-Dollar, von denen 34 Prozent sogar die 5 Milliarden-Marke überschreitet. Der Anteil kleinerer Unternehmen mit einer Marktkapitalisierung von weniger als 500 Millionen US-Dollar beträgt 11 Prozent und 15 Prozent sind nicht zuzuordnen.

Die Studie ist in englischer Sprache online verfügbar unter: http://www.jpmgloballiquidity.com/gldocs/survey-2010.pdf



Frau Annabelle Düchting
PR & Marketing Managerin
Tel.: (069) 71 24-22 75
E-Mail: annabelle.x.duechting@jpmorgan.com

JP Morgan Asset Management Europe S.a.r.l.
Frankfurt Branch
Junghofstr. 14
60311 Frankfurt
www.jpmam.de

J.P. Morgan Asset Management – Global Liquidity

J.P. Morgan Asset Management ist mit einem verwalteten Vermögen von rund 500 Milliarden US-Dollar einer der weltweit größten Anbieter von Geldmarktfonds, davon werden allein außerhalb der USA über 164 Milliarden Euro in Geldmarktfonds mit AAA-Rating verwaltet (Stand: 28. Februar 2011). Dies belegt das große Vertrauen der Anleger in die umfassende Expertise der Gesellschaft bei der Verwaltung von kurzfristigen Anlagen. So global wie die betreuten Kunden aufgestellt sind, präsentieren sich auch die Vertriebs- und Service-Teams in den USA, Europa und Asien. Auch in Frankfurt gibt es ein eigenes Liquidity-Team zur Betreuung der Kunden in Deutschland, Österreich und der Schweiz rund um das Thema Geldmarktfonds. Rund die Hälfte der Dax-Unternehmen vertrauen bereits J.P. Morgan Global Liquidity ihr Geld an. www.jpmgloballiquidity.com


Zum Unternehmen

Als Teil des globalen Finanzdienstleistungskonzerns JPMorgan Chase & Co. bietet J.P. Morgan Asset Management seinen Kunden erstklassige Investmentlösungen. Das Unternehmen gehört zu den weltweit führenden Investmentgesellschaften und verwaltet in den Asset Management Fonds von JPMorgan Chase & Co. per 31. Dezember 2010 Kundengelder von rund 1,3 Billionen US-Dollar. Mit 41 Niederlassungen weltweit verbindet J.P. Morgan Asset Management ein globales Angebot und eine breite Expertise in allen relevanten Assetklassen mit einer starken lokalen Präsenz. In Deutschland ist J.P. Morgan Asset Management seit 22 Jahren präsent und mit über 15 Milliarden US-Dollar verwaltetem Vermögen eine der größten ausländischen Fondsgesellschaften. www.jpmam.de



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