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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 10.10.2011
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Saxo Bank Quartalsausblick: Nächste Krise wird heilsame Wirkung haben

Die Saxo Bank, Spezialist für Online-Trading und Investment, erwartet in ihrem Ausblick auf das vierte Quartal weitere Versuche der Politik, das Finanzsystem zu retten. Allerdings rechnen die Saxo-Experten nicht mit einem Erfolg dieser Maßnahmen und kommen deshalb zu dem Schluss, dass die nächste Krise unausweichlich sei. Diese werde dann aber auch positive Effekte haben.

In den letzten Monaten habe sich das globale Wirtschaftsklima weiter verschlechtert. Die Wachstumsaussichten hätten sich eingetrübt, und weltweit setzten Regierungen und Zentralbanken nun alle Hebel in Bewegung, um das System abermals vor dem Zusammenbruch zu retten. In Europa seien erneute Bemühungen gescheitert, der Schuldenkrise endlich zu entkommen, da die Solidarität der EU-Regierungen mittlerweile deutlich hinter eigenen nationalen Belangen zurückgestellt werde.

Erstmals seit Monaten sind die Saxo Bank Experten jedoch optimistisch, dass diese nächste Krise das exzessive Schuldenmachen und die verfehlten Wirtschaftspolitiken der westlichen Welt beenden werde. Dies lasse auf freie Märkte hoffen sowie eine effiziente Kapitalverteilung nach Renditegesichtspunkten.

Steen Jakobsen, Chefvolkswirt der Saxo Bank, kommentiert:

„Den Politikern in den Industrienationen ist es seit der Finanzkrise 2008 nicht gelungen, nachhaltig auf Erholungskurs zu schwenken – trotz aller Rettungspakete, Konjunkturprogramme und Geldschwemmen. Es sieht so aus, als ob Politik und Zentralbanken kaum etwas aus ihren vergangenen Fehlern gelernt haben – vielmehr scheinen sie sogar ihre früheren Anstrengungen verdoppeln zu wollen. Diese maximale Intervention wird uns in die nächste Krise reißen.“

„Andererseits bietet eine neue Krise die echte Chance, dass endlich Schluss ist mit dem Theaterstück des Aufschiebens und Vortäuschens, das seit Ausbruch der globalen Finanzkrise routinemäßig aufgeführt wird. Mehr denn je sehen wir die Zeit gekommen, das Wort „Krise“ in seiner eigentlichen Bedeutung als Wendepunkt zu sehen und nicht als ausgedehnte Phase von Katastrophen. Einstweilen sollten sich Anleger jedoch besser anschnallen, denn uns stehen raue Zeiten bevor, die uns aber hoffentlich zu Besserem führen werden“, so Jakobsen weiter.

Die Kernaussagen des Q4-Ausblicks lassen sich folgendermaßen zusammenfassen:

Konjunktur

Die Weltwirtschaft wird in diesem Jahr robust mit 3,8 Prozent wachsen. Diese Zahl täuscht allerdings über die bestehende Kluft zwischen den Industrie- und Schwellenländern hinweg: Während die Industriestaaten – allen voran die Schwergewichte USA und Eurozone – mit den Belastungen des Schuldenabbaus kämpfen, hat in den Schwellenländern der steigende Inflationsdruck als Folge einer starken Binnennachfrage zu einem Anstieg der Zinsen geführt. Die Binnennachfrage in den Schwellenländern bleibt hoch und dürfte damit die rückläufige Nachfrage aus den Industrienationen kompensieren.

Geldpolitik

Die Saxo Bank sieht die „Operation Twist“ der US-Notenbank Fed als Schritt in Richtung einer unbegrenzten quantitativen Lockerung (quantitative easing, QE). Mit der dritten Runde des QE ist dabei vermutlich im ersten Quartal 2012 zu rechnen. Die Bank geht außerdem davon aus, dass die Europäische Zentralbank vor Ablauf des Jahres den Banken wieder unbegrenzt langfristige festverzinsliche Wertpapiere abkaufen wird und so das System erneut mit Liquidität flutet. Die effektiven Marktzinsen dürften dabei unter das Niveau des aktuellen Refinanzierungssatzes sinken, der aktuell bei 1,5 Prozent liegt und weiter zurückgehen könnte. Die Analysten rechnen für Japan in diesem und im nächsten Jahr weiterhin mit unveränderten Zinsen und halten dort ein weiteres QE für sehr wahrscheinlich. Auch Großbritannien dürfte nach Ansicht der Saxo Bank vor Weihnachten eine zweite quantitative Lockerung sehen, während die britischen Leitzinsen vermutlich nicht vor 2013 steigen werden.

Devisenmarkt

Die Analysten der Saxo Bank vermuten, dass infolge einer weiteren Spreadverengung zwischen dem US-Dollar und anderen Währungen der Zinsvorteil weiter schwinden wird, den diese Währungen im vergangenen Jahr und Anfang 2011 gegenüber dem Greenback hatten. Der Euro könnte eine kurzzeitige Rallye vollziehen, sollte sich die EU mit ihrer von den Märkten erzwungenen Solidarität durchmanövrieren können. Die norwegische Krone scheint im Vergleich zu ihrem schwedischen Pendant der sicherere Hafen zu sein, dürfte aber in dieser Rolle kaum die gleichen Höhen erklimmen wie zuvor der Schweizer Franken. Der australische Dollar und der Neuseeland-Dollar schließlich wirken nach wie vor extrem überbewertet und dürften daher künftig stärker seitwärts notieren.

Devisenoptionen

Trotz der aktuell hohen Volatilität ist die Saxo Bank zurückhaltend gegenüber Short-Positionen in EUR-Call-Optionen. Stattdessen tendiert die Bank eher zu einer Long-Optionsposition in Puts, um von einem niedrigeren EUR/USD-Spotkurs zu profitieren. Beim Verkauf von Optionen würden die Saxo-Experten eher eine konservative Strategie verfolgen und dabei beispielsweise EUR/CHF-Put-Spreads anstatt Plain-Vanilla-Optionen verkaufen. Dies würde es dem Anleger erlauben, das Risiko einer Bewegung unter die 1,20 CHF pro Euro zu kontrollieren.

Asien

Die Analysen der Saxo Bank legen nahe, dass Chinas globaler Wettbewerbsfähigkeit erodiert, was in erster Linie am hohen Lohndruck infolge einer galoppierenden Teuerung liege. Die allmähliche aufwertende chinesische Währung trägt ebenfalls zu Chinas Verlust an Wettbewerbsfähigkeit bei, was mit Blick auf den globalen Stabilisierungsprozess aber durchaus hilfreich sein könnte. Die chinesische Regierung sieht indes keinen Grund zur Panik. Sollte es ihr gelingen, den jüngsten Fünfjahresplan zu erfüllen, wären die beschriebenen Entwicklungen und ihre Effekte auf die Handelsbilanz kein zentrales Problem.

Aktienmarkt

Die Analysten der Bank raten Anlegern trotz attraktiver Fundamentaldaten davon ab, bei Aktien jetzt aufs Ganze zu gehen. Es sei sinnvoller, etwas auf der Hut zu sein, falls die Aktienmärkte aufgrund unvorhersehbarer Ereignisse weiter nachgeben, und dann an diesem Punkt das Engagement zu erhöhen. Gerade bei riskanten Anlagen lohnt es sich, das Engagement sukzessive aufzustocken. Sollte es bei den Wirtschaftsdaten in nächster Zeit zu positiven Überraschungen kommen, wären Finanz-, Rohstoff- und Industriewerte die größten Gewinner. Anleger, die bereit sind, Risiken einzugehen, sollten diese Sektoren in Betracht ziehen, da dort zurzeit das beste potenzielle Risiko-Rendite-Verhältnis herrscht.

Rohstoffmarkt

Die Rohstoffmärkte werden weiterhin bestimmt von Sorgen über die Auswirkungen einer globalen Konjunkturflaute. Zyklische Rohstoffe wie Energie und Basismetalle sind folglich unter Druck geraten, während der Run auf sichere Häfen bei Edelmetallen und widrige Wetterbedingungen bei Agrarrohstoffen die Hauptgründe für Zugewinne waren. Nach Ansicht der Saxo Bank wird die erneute Stärke des Dollars im September bis in das vierte Quartal hinein anhalten. Dies könnte möglicherweise einen dämpfenden Effekt auf die Rohstoff-Performance haben und so für eine relativ flache Entwicklung der großen Rohstoffindizes in diesem Jahr sorgen.




Herr Steffen Rinas

Tel.: +49 69 / 13 38 96-21
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Herr Kasper Elbjoern
Head of Group PR, Saxo Bank
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E-Mail: press@saxobank.com

Saxo Bank
Philip Heymans Allé 15
2900 Hellerup
Dänemark
http://de.saxobank.com/de/Pages/default.aspx

Über die Saxo Bank

Saxo Bank ist ein führender Spezialist für Online-Trading und Investment und bietet drei spezialisierte und integrierte Handelsplattformen: den browser-basierten SaxoWebTrader, den herunterladbaren SaxoTrader und den SaxoMobileTrader. Die Plattformen sind in mehr als 20 Sprachen verfügbar. Saxo Asset Management richtet sich an das Premiumsegment sehr vermögender Anleger sowie institutionelle Kunden. 2011 setzte die Saxo Bank die Diversifikation ihres Geschäfts fort und führte die Saxo Privatbank ein. Neben ihrem Hauptsitz in Kopenhagen ist die Saxo Bank mit Standorten in Europa, Asien, Nahost und Australien vertreten.

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