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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 06.08.2007
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Sehr erfreuliches Halbjahresergebnis

  • Operatives Ergebnis (EBIT) + 15,8 %
  • Konzernüberschuss + 14,2 %
  • Schaden-Rückversicherung trotz deutlicher Großschadenbelastung sehr zufrieden stellend (Periodenüberschuss + 9,4 %)
  • Personen-Rückversicherung mit ausgezeichnetem Ergebnis (Periodenüberschuss + 75,8 %)
  • Verkauf der Praetorian in Q2 vollzogen
  • Eigenkapitalrendite 19,9 %

In dem heute vorgelegten Halbjahresbericht zeigt sich die Hannover Rück mit ihrer Geschäftsentwicklung sehr zufrieden. „Unser Ergebnis zum 30. Juni 2007 ist eine gute Basis, um unser Gewinnziel für 2007 – eine Eigenkapitalrendite von mindestens 15 Prozent nach Steuern – zu erreichen", erklärte der Vorstandsvorsitzende Wilhelm Zeller.

Zum 31. Mai 2007 wurde der erfolgreiche Verkauf der im Spezialgeschäft tätigen US-Erstversicherungsgesellschaft Praetorian Financial Group, Inc. vollzogen. Durch diesen Verkauf zeigt sich die Bilanzstruktur des Hannover Rück-Konzerns noch einmal verbessert; der vorläufige Gewinn aus dem Abgang beläuft sich auf 17,7 Mio. EUR. Wie bereits im 1. Quartal wurde gemäß IFRS-Rechnungslegungsvorschriften das Nachsteuerergebnis der Praetorian innerhalb der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung in einer separaten Zeile (Überschuss aus aufgegebenen Geschäftsbereichen) aufgeführt. Um die Vergleichbarkeit mit der Vorjahresperiode zu gewährleisten, wurden die Vorjahreszahlen entsprechend angepasst.

„Nach dem Verkauf der Praetorian konzentrieren wir uns nun uneingeschränkt auf unser Kerngeschäft, die Schaden- und Personen-Rückversicherung. Wir sind hier mit unserer strategischen Ausrichtung als ‚Multi Specialist' breit aufgestellt und bestens diversifiziert", unterstrich Zeller.

Das operative Ergebnis (EBIT) zum 30.06.2007 erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode um 15,8 % auf 467,7 Mio. EUR (403,9 Mio. EUR). Der Konzernüberschuss stieg um 14,2 % auf 293,0 Mio. EUR (256,6 Mio. EUR). Der Gewinn je Aktie beträgt 2,43 EUR (2,13 EUR).

Die Bruttoprämie für den Hannover Rück-Konzern ging um 10,4 % auf 4,5 Mrd. EUR (5,0 Mrd. EUR) zurück. Ausschlaggebend hierfür waren der Verkauf der Praetorian und der damit zusammenhängende Rückzug auch der Clarendon aus dem aktiven Spezialgeschäft. Trotz des starken Wachstums in der Personen-Rückversicherung konnten diese Effekte nicht kompensiert werden. Bei konstanten Währungskursen hätte der Rückgang der Bruttoprämie 7,8 % betragen. Angesichts eines auf 85,8 % (77,0 %) erhöhten Selbstbehalts stieg die Nettoprämie um 1,9 % auf 3,7 Mrd. EUR (3,6 Mrd. EUR).

Schaden-Rückversicherung

Im größten Geschäftsfeld, der Schaden-Rückversicherung, ist die Marktsituation nach acht aufeinander folgenden Jahren von Ratenerhöhungen weiterhin günstig. Positiver als erwartet gestalteten sich die Vertragserneuerungsrunden zum Juni/Juli in den USA. Obgleich im Sachgeschäft leichte Ratenrückgänge zu verzeichnen waren, ist das Preisniveau immer noch auskömmlich. Im Sach-Katastrophengeschäft verblieben die Preise überwiegend auf ihrem hohen Niveau; lediglich in einigen Bereichen waren leichte Ratenreduzierungen zu verzeichnen. Insgesamt sind die Geschäfts­aussichten in der Schaden-Rückversicherung sehr vielversprechend.

„Sehr zufrieden sind wir insbesondere mit der Geschäftsentwicklung auf unserem Heimatmarkt. Um die Chancen im attraktiven deutschen Markt optimal nutzen zu können, haben wir unsere Beteiligung an der E+S Rück, die im Konzern exklusiv für das Deutschlandgeschäft zuständig ist, per 1. April 2007 um 10 Prozent auf 65,8 Prozent erhöht", erklärte Zeller.

Die Bruttoprämie für die gesamte Schaden-Rückversicherung, in der seit Beginn dieses Jahres auch die strukturierten Deckungen (frühere Finanz-Rückversicherung) sowie das verbliebene Erstversicherungs-Spezialgeschäft zusammengefasst werden, ging zum 30.06.2007 gegenüber der Vergleichsperiode erwartungsgemäß um 20,5 % auf 3,0 Mrd. EUR (3,7 Mrd. EUR) zurück. Bei konstanten Währungskursen, insbesondere gegenüber dem US-Dollar, hätte der Rückgang 18,1 % betragen. Auf Grund eines deutlich auf 83,3 % (73,2 %) erhöhten Selbstbehalts reduzierte sich die verdiente Nettoprämie mit 7,3 % auf 2,3 Mrd. EUR (2,5 Mrd. EUR) weniger stark.

Nachdem der Großschadenaufwand im 1. Quartal – bedingt durch den Orkan „Kyrill“ in Europa – vergleichsweise hoch ausfiel, war im 2. Quartal eine Reihe von kleineren und mittleren Großschäden zu verzeichnen. Zu nennen sind hier vor allem Sturmereignisse in Australien und im arabischen Raum sowie die Flut in Großbritannien. Insgesamt beträgt die Netto-Großschadenbelastung für das 2. Quartal 46,3 Mio. EUR; für das Halbjahr beläuft sie sich auf 214,5 Mio. EUR. Dies entspricht 9,2 % der Nettoprämie in der Schaden-Rückversicherung. Die kombinierte Schaden-/Kostenquote beträgt 101,9 % (99,4 %).

Das versicherungstechnische Ergebnis beläuft sich auf -56,1 Mio. EUR (-14,9 Mio. EUR). Das operative Ergebnis (EBIT) in der Schaden-Rückversicherung erhöhte sich um 5,9 % auf 321,5 Mio. EUR (303,6 Mio. EUR). Der Konzernüberschuss stieg um 9,4 % auf 241,4 Mio. EUR (220,6 Mio. EUR). Das Ergebnis je Aktie betrug 2,00 EUR (1,83 EUR).

Personen-Rückversicherung

Das Geschäftsfeld Personen-Rückversicherung entwickelte sich zum 30.06.2007 überaus erfreulich: Es schließt nahtlos an die solide Wachstumsdynamik des Geschäftsjahres 2006 an. Die Hannover Rück tritt in diesem Geschäftsfeld unter der Marke Hannover Life Re auf und betreibt ihr Geschäft auf Basis eines „Fünf-Säulen-Modells". Hierzu zählen die Finanzierung von Neu- und Bestandsgeschäft, die Entwicklung neuer Märkte und Produkte (wie zum Beispiel spezieller Senioren- und Rentenprodukte), Bancassurance, Partnerschaften mit großen multinationalen Erstversicherungs-Konzernen sowie traditionelles Lebens-, Renten-, Unfall- und Krankengeschäft. „Durch diese breite Aufstellung sichern wir uns ein zukunftsträchtiges Portefeuille und starkes organisches Wachstum", betonte Zeller.

In Großbritannien stehen nach wie vor die sofort beginnenden Vorzugsrenten im Fokus; in den USA boten spezielle Krankenversicherungen für Senioren gute Wachstumschancen. Im Rahmen der Entwicklung neuer Märkte unterstützt die Gesellschaft Kunden etwa bei der Gestaltung von Versicherungsprodukten nach islamischen Prinzipien, aber auch hinsichtlich Marketing- und Vertriebsmethoden.

Die Bruttoprämie der Personen-Rückversicherung erhöhte sich zum 30.06.2007 kräftig um 19,5 % auf 1,5 Mrd. EUR (1,3 Mrd. EUR). Bei konstanten Währungskursen hätte das Wachstum 22,8 % betragen. Der Selbstbehalt erhöhte sich leicht auf 90,2 % (88,0 %). Die verdiente Nettoprämie stieg daher sogar um 22,5 % auf 1,4 Mrd. EUR (1,1 Mrd. EUR).

Auch mit der Ergebnisentwicklung zum 30.06.2007 zeigt sich die Hannover Rück sehr zufrieden. Das operative Ergebnis (EBIT) konnte um 65,2 % auf 129,2 Mio. EUR (78,2 Mio. EUR) gesteigert werden. Hierin sind außerordentliche Erträge von rund 25 Mio. EUR aus der Auflösung nicht mehr notwendiger Rückstellungen enthalten. Die EBIT-Rendite liegt mit 9,4 % deutlich über der Mindestmarke von 5 %; auch ohne die genannten Sondereffekte würde diese 7,5 % betragen. Der Konzernüberschuss erhöhte sich um sehr gute 75,8 % auf 89,9 Mio. EUR (51,2 Mio. EUR); dies entspricht einem Gewinn je Aktie von 0,75 EUR (0,42 EUR).

Kapitalanlagen

Sehr zufrieden zeigt sich die Hannover Rück auch mit der Entwicklung ihrer Kapitalanlagen: Der versicherungstechnische Mittelzufluss führte gegenüber dem 31.12.2006 im Zusammenspiel mit den Marktbewegungen und einem schwächeren US-Dollar zu einem nahezu unveränderten Bestand an selbst verwalteten Kapitalanlagen von 19,5 Mrd. EUR. Die ordentlichen Kapitalanlageerträge ohne Depotzinsen stiegen auf Grund einer höheren Durchschnittsrendite in den Portefeuilles um 6,3 % auf 409,5 Mio. EUR (385,1 Mio. EUR). Im Rahmen des aktiven Portfoliomanagements – insbesondere im Bereich der Aktien – konnten unter Ausnutzung der sehr positiven Marktentwicklung Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen in Höhe von 134,3 Mio. EUR (49,9 Mio. EUR) realisiert werden. Dem standen nahezu unveränderte realisierte Verluste in Höhe von 36,7 Mio. EUR (38,0 Mio. EUR) gegenüber. Das Nettokapitalanlageergebnis aus selbst verwalteten Kapitalanlagen stieg um 29,7 % auf 482,0 Mio. EUR (371,5 Mio. EUR). Weiterhin rückläufig waren mit 98,0 Mio. EUR die Depotzinsen (112,4 Mio. EUR), da sich die Depotforderungen insbesondere aus alten strukturierten Verträgen planmäßig abbauen. Das Nettoergebnis aus den gesamten Kapitalanlagen verbesserte sich infolge der sehr erfreulichen Entwicklung der selbst verwalteten Kapitalanlagen deutlich um 19,8 % auf 579,9 Mio. EUR (483,9 Mio. EUR).

Ausblick

Angesichts der sich weiterhin bietenden guten Gewinnchancen auf vielen Märkten, sowohl in der Schaden- wie in der Personen-Rückversicherung und an den Kapitalmärkten, erwartet die Hannover Rück ein sehr gutes Ergebnis für das Gesamtjahr 2007.

„Darüber hinaus haben wir uns mit dem frei gewordenen Risikokapital aus dem Verkauf der Praetorian bereits anderen attraktiven Geschäftsmöglichkeiten innerhalb der Rückversicherung zugewandt", erklärte Zeller. Durch einen höheren Selbstbehalt im immer noch profitablen Sach-Katastrophengeschäft bieten sich gute Möglichkeiten der Gewinnsteigerung. Aber auch der Ausbau der Personen-Rückversicherung, die Erschließung neuer Märkte in Zentral- und Osteuropa sowie im wachstumsstarken islamischen Rückversicherungsmarkt bieten der Hannover Rück neben der erhöhten Beteiligung an der E+S Rück gute Möglichkeiten zum Einsatz des frei gewordenen Kapitals.

In der Schaden-Rückversicherung sind die Marktbedingungen weiterhin überwiegend gut. Dies haben bislang alle unterjährigen Vertragserneuerungen gezeigt. „Gerade die Erneuerungsrunde zum 1. Juli 2007 in den USA, bei der rund ein Drittel unseres Portefeuilles in Nordamerika neu verhandelt wird, hat diesen Trend bestätigt", erklärte Zeller. Auch wenn der Zenit des harten Marktes mittlerweile überschritten ist und einige Zedenten ihre Selbstbehalte erhöhen, bleibt das Ratenniveau insgesamt attraktiv. Zwar sind im Sachgeschäft leichte Rückgänge zu verzeichnen, jedoch sind die Raten des von uns gezeichneten Geschäfts immer noch risikoadäquat. Im US-Katastrophengeschäft verbleiben die Preise weiterhin auf hohem Niveau, lediglich einzelne Bereiche verzeichneten einen geringen Abrieb.

An Großschäden hatten wir im 3. Quartal bisher einen Flugzeugabsturz in Brasilien sowie die erneuten überschwemmungen im südwestlichen Teil Englands zu verzeichnen. Das Erdbeben und ein Taifun in Japan sollten nach derzeitigen Erkenntnissen zu keiner signifikanten Schadenbelastung führen.

Insgesamt dürfte sich das Netto-Prämienvolumen für die gesamte Schaden-Rückversicherung mindestens auf Vorjahresniveau bewegen. Vorausgesetzt, die Großschadenbelastung für das gesamte Jahr bleibt im Rahmen des Erwartungswertes von rund 8 % der Nettoprämie, ist von einem erfreulichen Gewinnbeitrag auszugehen.

Die sich in der Personen-Rückversicherung bietenden Marktchancen sollten ein zweistelliges organisches Prämienwachstum und eine ebensolche Steigerung des Ergebnisses möglich machen. Wachstumsimpulse werden aus den europäischen, aber auch aus verschiedenen asiatischen Märkten sowie aus Südafrika erwartet. Auch Pilotprojekte im US-amerikanischen Markt, durch ein systemgestütztes Underwriting Wachstumsmöglichkeiten für alternative Vertriebswege zu erschließen, zeigen Erfolge. Es ist daher davon auszugehen, dass der Vertrieb einfacher, transparenter Lebensversicherungsprodukte neue Wachstumsimpulse im US-Lebensmarkt freisetzt. Für das gesamte Geschäftsfeld gehen wir von einem deutlich wachsenden Prämienvolumen und von zweistellig steigenden Ergebnissen aus.

Bei den Kapitalanlagen dürfte der zu erwartende positive Mittelzufluss im weiteren Jahresverlauf einen Anstieg des Kapitalanlagevolumens bewirken. In einem normalen Marktumfeld sollten die Erträge aus selbst verwalteten Kapitalanlagen weiter zulegen können.

Angesichts der dargestellten Entwicklung geht die Hannover Rück von einem sehr guten Ergebnis für das Gesamtjahr 2007 aus. „Unter der Prämisse, dass sich die Großschadenbelastung im Rahmen des Erwartungswertes bewegt und es zu keinen negativen Bewegungen auf den Kapitalmärkten kommt, sollte im laufenden Jahr erneut ein hervorragendes Ergebnis erzielbar sein. Darüber hinaus erwarten wir einen einmaligen Ertrag von rund 180 Mio. EUR aus der Unternehmenssteuerreform", sagte Zeller. Auch ohne den Effekt der Steuerreform geht die Hannover Rück davon aus, dass das Ergebnis über dem des Jahres 2006 liegen wird. Als Dividende sieht das Unternehmen unverändert eine Ausschüttungsquote von 35 % bis 40 % des normalisierten Ergebnisses vor.



Frau Gabriele Handrick
Tel.: 49 / 511 / 5604 - 1502
Fax: 49 / 511 / 5604 - 1648
E-Mail: gabriele.handrick@hannover-re.com

Hannover Rückversicherungs-AG
Karl-Wichert-Allee 50
30625 Hannover
www.hannover-rueck.de

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