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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 28.03.2008
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So kaufen Sie sich mit der "Rabattmarken-Rente" zielstrebig in die Pleite

"10.000 Euro in den Sand gesetzt"

Die ARAG kann es nicht lassen. Gemeinsam mit zwei anderen Gesellschaften zündelt sie schon wieder. Jetzt will sie eine fondsgebundene Rentenversicherung mit eingebautem Konsumdruck für die Versicherten über Supermärkte und Onlinehandel unters Volk bringen. Lilo Blunck, Vorstandsvorsitzende des Bundes der Versicherten (BdV): "Sie scheut für ihre Rabattmarken-Rente keinen Aufwand. Nicht einmal vor Etikettenschwindel und Täuschung schreckt sie zurück."

Die Werbung ist marktschreierisch und der Inhalt taugt nichts. Angeboten wird von der ARAG, der RheinLand und der Ontos ein Modell, das durch einen monatlichen Beitrag von mindestens 19,90 Euro finanziert werden soll. Hinzu kommt eine Rabattmarkenvariante, in der über Online-Einkauf bei ausgesuchten Shopping-Partnern und weiteren Kreditkartenumsätzen zusätzliches Geld die Rente erhöhen soll.

"Tatsächlich eröffnet sich hier ein Konsumdruck", kritisiert Lilo Blunck, "der mehr Menschen in die Schuldenfalle drängen kann als uns lieb ist. Man möchte die Anbieter fast zwingen, pro tausend abgeschlossener Verträge einen öffentlichen Schuldenberater zu finanzieren."

Zusammengefasst urteilt der BdV: Das ist ein fragwürdiges Modell ohne Beratung, mit hohen Kosten zu Lasten der Rendite. Es gibt bessere Anlagemöglichkeiten. Deutschlands größte Verbraucherschutzorganisation für Versicherte (50.000 Mitglieder) hat nachgerechnet: Die Shopping-Rente bringt unterm Strich tausende Euro weniger ein als andere Produkte.

Beispiel: Ein 35 Jahre alter Mann zahlt dreißig Jahre lang monatlich 35 Euro plus jährlich 120 Euro über Zusatzkonsum. Bei einer Fondsentwicklung von sechs Prozent im Jahr sollen laut Anbieter 34.743 Euro dabei herausspringen.

Nach BdV-Berechnungen kommen bei gleichem Mittelaufwand und gleicher Verzinsung immerhin rund 10.000 Euro mehr raus. Die BdV-Chefin: "Das ist also nicht nur ein Marsch in die Schuldenfalle, sondern auch ein schlechtes Geschäft. Wirklich verdienen tun nur die Versicherer und die Shoppingpartner durch die Marketing-Offensive."

Feilgeboten wird das Starterpaket außer im Internet deutschlandweit auch in einer Supermarktkette. Dort kostet es allerdings zusätzlich eine Schutzgebühr von 9,99 Euro. Lilo Blunck: "Für einen bunten Karton ganz schön viel Geld." Titel und Aufmachung ("DeutschlandRENTE") suggerieren zudem eine keineswegs vorhandene Nähe zur "Deutschen Rentenversicherung". Die BdV-Vorstandsvorsitzende: "Ein unglaublicher Etikettenschwindel. Hinzu kommt ein erstaunliches Täuschungsmanöver."

Eine an der Markteinführung beteiligte PR-Firma informierte via E-Mail Multiplikatoren der Branche im Vorfeld über das neue Produkt und behauptete, diese Rabattmarken-Rente werde bei einem renommierten Rating-Unternehmen bereits auf Rang eins geführt. Nachfragen des BdV haben ergeben, dass diese Offerte bei dem Unternehmen zu diesem Zeitpunkt überhaupt nicht bekannt war: "Damit sind die Grenzen der Freiheit der Werbung deutlich überschritten."



Frau Lilo Blunck
Vorsitzende des Vorstands, geschäftsführende
E-Mail: presse@bundderversicherten.de

Bund der Versicherten
Rönkrei 28
22399 Hamburg
www.bundderversicherten.de

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