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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 18.06.2010
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Studie: Mittelständler schöpfen Fördermöglichkeiten trotz Wirtschaftskrise nicht aus

Finanzierungsengpässe im Mittelstand / Deutliche Potenziale bei der Beratung durch Hausbanken / Förderinstitute oft wenig bekannt

Während die Öffentlichkeit noch darüber diskutiert, ob die Vergabepraxis der Banken bei Unternehmenskrediten zu restriktiv ist, kämpfen deutsche Mittelständler bereits mit Finanzierungsengpässen. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie "Förderatlas Mittelstand 2010" der Forschungs- und Beratungsunternehmen EVERS & JUNG und YouGovPsychonomics - eine repräsentative Telefonumfrage unter rund 1.600 Klein- und Mittelstandsunternehmen (KMU). Nach Einschätzung von drei von vier Unternehmen (76 Prozent) ist es demnach in den vergangenen zwölf Monaten schwieriger gewesen, Kredite zu erhalten, als zuvor.

Trotzdem schöpfen die Unternehmen bestehende Fördermöglichkeiten nicht voll aus: Weniger als die Hälfte der befragten Unternehmen (47 Prozent) hat sich in den letzten fünf Jahren über Förder- oder Bürgschaftsprogramme informiert. Einer der Gründe für diese Diskrepanz liegt darin, dass die Bereitschaft der Hausbanken, Unternehmen auf Fördermöglichkeiten hinzuweisen, noch ausbaufähig ist. Gerade einmal jeder vierte Unternhmer (25 Prozent), der sich über Förderung informiert hat, ist durch seine Hausbank auf diese Möglichkeit aufmerksam geworden.

Eine hohe Bekanntheit der Förderinstitute und ihrer Angebote könnte eine Lösung sein, doch nur zwei Drittel der Klein- und Mittelstandsunternehmen kennen ihre jeweilige Landesförderbank und nur ein Drittel die zuständige Landesbürgschaftsbank dem Namen nach. Allerdings gibt es hier im Vergleich deutliche Unterschiede - und einen erkennbaren regionalen Trend: Die Institute in den neuen Bundesländern sind bei den Unternehmen im jeweiligen Bundesland im Durchschnitt deutlich bekannter (Förderbanken: 84 Prozent / Bürgschaftsbanken: 42 Prozent) als die Institute in den alten Bundesländern (Förderbanken: 60 Prozent / Bürgschaftsbanken: 31 Prozent).

Die Studie liefert auch Ergebnisse zum Image der Institute bei den Unternehmen: Hier zeigt sie einen ähnlichen, aber nicht so ausgeprägten Trend wie bei der Bekanntheit.

Martin Jung, Geschäftsführer von EVERS & JUNG, sagt: "Die Ergebnisse zeigen, dass die aufwändig konzipierten Unterstützungsangebote seitens der Förder- und Bürgschaftsbanken nicht bei den Unternehmen ankommen, auch weil viele Institute den Mittelständlern weitestgehend unbekannt sind. Die Studie macht zudem erhebliche Potenziale in der Beratung durch die verschiedenen Hausbanken deutlich. Es bedarf gemeinsamer Anstrengungen von Förderein-richtungen und Banken, um die sinnvollen Angebote zur Zielgruppe zu bringen."

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Das Booklet zur Studie ist unter folgendem Link verfügbar: http://tk.eversjung.de/www/downloads/Foerderatlas_Mittelstand_2010.pdf



Frau Britta Seidl-Bowe
Tel.: 040 / 36 809 68 -33
E-Mail: britta.seidl@eversjung.de

YouGovPsychonomics AG
Berrenrather Straße 154-156
50937 Köln
http://www.psychonomics.de

Über den Förderatlas Mittelstand 2010

Der "Förderatlas Mittelstand 2010" wird von den Forschungs- und Beratungsunternehmen EVERS & JUNG und YouGovPsychonomics herausgegeben. Innerhalb der repräsentativen Studie wurden 1.549 Finanzentscheider in kleinen und mittelständischen Unternehmen (1-250 Mitarbeiter) über ihre Kenntnisse, Informationsverhalten und Einstellung zu verschiedenen Fördermöglichkeiten befragt. Hierbei steht das Leistungs-Image der jeweils 16 Landesbürgschafts- und -förderbanken im Fokus.

Folgende Banken wurden zu ihrer Leistungswahrnehmung untersucht:


Förderbanken

Sächsische AufbauBank
Kreditanstalt für Wiederaufbau KfW
Thüringer Aufbaubank
Landeskreditbank Baden-Württemberg
Investitionsbank des Landes Brandenburg
Landesförderinstitut Mecklenburg-Vorpommern
Investitionsbank Berlin
SIKB Saarländische Investitionskreditbank AG
Investitionsbank Schleswig-Holstein
Investitions- und Strukturbank Rheinland-Pfalz (ISB)
Investitionsbank Sachsen-Anhalt
LfA Förderbank Bayern
Hamburgische Wohnungsbaukreditanstalt
Bremer Aufbau-Bank GmbH
NBank und Niedersächsische Landestreuhandstelle
NRW.Bank
LTH - Bank für Infrastruktur


Bürgschaftsbanken

Bürgschaftsbank Sachsen-Anhalt
Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein
Bürgschaftsbank Thüringen
Niedersächsische Bürgschaftsbank NBB
Bürgschaftsbank Sachsen
BürgschaftsGemeinschaft Hamburg GmbH
Bürgschaftsbank Hessen
Bürgschaftsbank Baden-Württemberg GmbH
Bürgschaftsbank Brandenburg
BBB Bürgschaftsbank zu Berlin-Brandenburg
Bürgschaftsbank Mecklenburg-Vorpommern
Bürgschaftsbank Bremen
Bürgschaftsbank Nordrhein-Westfalen
Bürgschaftsbank Saarland
Bürgschaftsbank Bayern
Kredit-Garantiegemeinschaft KGG


Über EVERS & JUNG

EVERS & JUNG ist ein international tätiges Forschungs- und Beratungsunternehmen und versteht sich als praxisorientierte Denkfabrik für Zukunftsfragen im Bank- und Versicherungswesen sowie in der Wirtschaftsförderung.
Das Unternehmen wurde Anfang 2001 von Martin Jung und Dr. Jan Evers gegründet mit dem Ziel, Erkenntnisse aus der Wirtschaftsforschung mit den Erfahrungen aus der praktischen Beratungstätigkeit synergetisch zu vernetzen.


Über YouGovPsychonomics

Die YouGovPsychonomics AG ist ein international tätiges Marktforschungsinstitut und seit 1991 ausgewiesener Spezialist für die Erforschung der Finanzdienstleistungs- und Versicherungsmärkte.
YouGovPsychonomics liefert die relevanten Informationen rund um Marken, Produkte, Zielgruppen und Servicequalität und damit hochwertiges Entscheidungswissen für die Strategieentwicklung und die Optimierung von Marketing und Vertrieb.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.psychonomics.de/finanzdienstleistungen

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