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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 10.03.2008
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UNIQA engagiert sich in Vereinigten Arabischen Emiraten

Joint Venture mit Al Buhaira National Insurance Co (ABNIC)

Die österreichische Versicherungsgruppe UNIQA und der im Emirat Sharjah (V.A.E.) beheimatete Sachversicherer Al Buhaira Versicherung gründen gemeinsam eine Personenversicherung. Das haben heute Abdullah Jumaa Al Sarri, Mitglied des Al Buhaira Aufsichtsrates und Mitglied des Gründungskomitees, ABNIC Generaldirektor Nader T. Qaddumi und UNIQA Finanzvorstand Hannes Bogner in Sharjah bekannt gegeben. Die neue Gesellschaft mit dem Namen "Takaful Al-Emarat" wird in Dubai, V.A.E., angesiedelt und wird Kranken- und Lebensversicherung anbieten, die den islamischen Vorschriften entsprechen. Die UNIQA Group Austria wird an dem Unternehmen 15% halten, Al Buhaira 20%, weitere 10% führende Gründungsmitglieder und 55% des Aktienkapitals der neuen Gesellschaft werden im Rahmen eines IPO der Öffentlichkeit angeboten.

UNIQA Generaldirektor Dr. Konstantin Klien: "Das ist ein Joint Venture wie aus dem Lehrbuch. Die spezifischen Stärken der einzelnen Partner ergänzen sich zu einem neuen, größeren Gemeinsamen. Al Buhaira als einer der führenden Versicherer in der Region bringt seine Marktkenntnis und seine im Zuge der jahrelangen Tätigkeiten erworbenen Verbindungen in der Region ein. UNIQA wiederum unterstützt mit dem breiten Know-how aus den Bereichen der Lebens- und Krankenversicherung. Angesichts der Ankündigung einer verpflichtenden Krankenversicherung für die in den Emiraten arbeitenden Expatriates - das sind 80% aller Arbeitnehmer - und dem hohen Wachstumspotential in der Lebensversicherung hat Al Buhaira schon länger nach einem internationalen Partner mit spezifischer Expertise in der Personenversicherung gesucht. Wir sind stolz darauf, dass man sich für UNIQA entschieden hat und werden mit unserer Erfahrung, die wir Österreich und 19 anderen europäischen Märkten gesammelt haben zum Erfolg in der Region beitragen.“

Ein weiterer positiver Aspekt des Joint Ventures ist der Umstand, dass UNIQA damit auch Know-how im Bereich "islamischer Produkte" aufbauen kann. Entsprechende Nachfragen gibt es bereits in einzelnen der 20 Märkte in Ost- und Südosteuropa in denen UNIQA vertreten ist. Klien: "Entsprechende Kundenschichten sind auf jeden Fall vorhanden und unabhängig von einer weiteren regionalen Expansion gehen Experten von einer steigenden Nachfrage nach solchen Produkten aus - immerhin leben in Europa rund 16 Millionen Muslime. Als modernes Unternehmen müssen wir uns an der Nachfrage und den Wünschen unserer Kunden orientieren."

Neben der finanziellen Beteiligung wird UNIQA in den nächsten Wochen auch erste erfahrene Mitarbeiter entsenden, die beim Aufbau des Unternehmens unterstützen werden. Die neue Versicherung wird ihre Produkte vorerst in den Vereinigte Arabischen Emiraten anbieten. Eine Ausdehnung des Geschäftsbetriebes in die Regionen GCC (Gulf Cooperation Council) und MENA (Middle East and North Africa) sowie andere islamische Staaten ist angedacht.



Herr
Presseservice
Tel.: (+43 1) 211 75-3414
E-Mail: presse@uniqa.at

UNIQA Versicherungen AG
Untere Donaustraße 21
01029 Wien
Österreich
http://www.uniqagroup.com

Al Buhaira National Insurance
Als eine der führenden Versicherungsgruppen der Region steht die Al Buhaira National Insurance für Verlässlichkeit und Qualität. Das Unternehmen wurde 1978 auf Erlass des Herrschers des Emirates Sharjah gegründet und bietet seitdem erfolgreich alle Arten von Sachversicherungen an. Seit 2005 notieren die Aktien der Al Buhaira an der Börse von Abu Dhabi. Die Gesellschaft ist in den letzten Jahren stark gewachsen und konnte ihre Prämieneinnahmen von 24 Mio. AED (ca. 4,3 Mio. Euro) 1986 auf 523 Mio. AED im Jahr 2007 (ca. 93,7 Mio. Euro) steigern. Die Kapitalanlagen lagen 2007 bei 1.528 Mio. AED (ca. 274 Mio. Euro).

Versicherungsmarkt V.A.E.
In den Vereinigten Arabischen Emiraten sind rund 50 Versicherungen tätig - die Hälfte davon hat ihr Sitzland außerhalb der V.A.E. Das gesamte Prämienvolumen (2005) liegt bei rund 2.066 Mio. Euro – für die nächsten Jahre wird ein zweistelliges Wachstum erwartet. Die Lebensversicherung macht mit 317 Mio. Euro nur 15,3% des Gesamtgeschäftes aus. 1.749 Mio. Euro entfallen auf die Nicht-Lebensversicherung.
Rund 1,7% des Bruttoinlandsproduktes der V.A.E. fließen in Versicherungsprämien (Österreich: 6,1%) - davon 0,3% in Lebensversicherungen (Österreich: 2,8%) und 1,4% in die Nicht-Lebensversicherung (Österreich: 3,3%).

Scharia-konforme Versicherungen
In der islamischen Welt gelten für Versicherungen (wie auch für Banken) besondere Regeln, die dem Verbot von Zinsen und Wetten Rechnung tragen. Takaful, wie diese Versicherungen genannt werden, bedeutet „Garantie“ bzw. „Füreinander Bürgen“. Sie basieren auf der Idee einer Gemeinschaft der Versicherten, die die Risken teilen und auch am Gewinn der Versicherungsgesellschaft teilhaben. Eingezahlt wird dabei in einen gemeinsamen Fonds, den die Versicherung verwaltet und das Kapital nach islamischen Prinzipien anlegt. Die Gewinne werden nach Abzug von Gebühren zum größten Teil ausbezahlt. Damit ähneln Takaful Versicherungen den genossenschaftlichen Versicherungsvereinen auf Gegenseitigkeit.

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