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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 08.11.2006
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Unfallforschung der Versicherer: Besserer Unterfahrschutz für LKW und Anhänger notwendig - Crash ins Heck eines Lastwagens weiterhin lebensgefährlich

Obwohl der Heckunterfahrschutz an Lastkraftwagen und Anhängern seit Jahrzehnten zur Standardausstattung gehört, enden Unfälle, bei denen ein Auto auf einen Lkw auffährt, oft mit sehr schweren Folgen, zum Teil sogar tödlich. Der Grund: Der vorhandene Unterfahrschutz knickt weg oder reißt ganz ab. Die für einen Crash ausgelegte Karosseriestruktur eines Pkws kann dann nicht zur Wirkung kommen, sie unterfährt den Lkw-Aufbau.

Deshalb setzt sich die Unfallforschung der Versicherer für eine sinnvolle Verschärfung der Prüfanforderungen für den Heckunterfahrschutz ein. Denn die gesetzlichen Regelungen für dieses Sicherheitsfeature stammen noch aus den 70er Jahren. Sie wurden zwar durch die jüngste EU-Direktive etwas verschärft, sind nach Ansicht der Unfallforscher jedoch weiterhin unbefriedigend.

Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung im GDV: „Wir sind uns im Klaren darüber, dass beim Heckunterfahrschutz Rücksicht auf den täglichen Betrieb des LKWs genommen werden muss. Bereits auf dem Markt befindliche verbesserte Systeme zeigen aber, dass sich durch sicherere Ausstattung die Wettbewerbsfähigkeit nicht verschlechtern muss.“

Auch beim Frontunterfahrschutz – das hat das jetzt abgeschlossene EU-Projekt „VC-Compat“ (Fahrzeug-Crashkompatibilität) unter Beteiligung der GDV-Unfallforschung ergeben – gibt es weiteren Verbesserungsbedarf. Zwar ist diese wirkungsvolle Schutzeinrichtung seit 2003 in der EU für neue LKW über 7,5 t zulässigem Gesamtgewicht vorgeschrieben, doch mehr als 15 Prozent der Fahrzeuge nutzen die Ausnahmegenehmigung für „geländegängige LKW“ und dürfen deshalb auf einen entsprechenden Schutz verzichten.

Für die Klasse der Verteiler-LKW bis 7,5 t gibt es überhaupt keine Anforderungen an die Widerstandskraft des Frontunterfahrschutzes. Dabei betragen die Kosten für ein festigkeitsgeprüftes Schutzsystem nur rund 200 Euro. Unfallforscher Brockmann: „Wir müssen erreichen, dass auch die 7,5-Tonner einen wirksamen Frontunterfahrschutz bekommen, dann haben die Insassen eines Pkws dank eigener Knautschzone, Gurt und Airbags eine bessere Überlebenschance.“

Weitere Informationen unter: www.gdv.de/Unterfahrschutz



Klaus Brandenstein
Tel.: 030 / 20 20 – 51 17 / 18 / 19
E-Mail: presse@gdv.de

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V. (GDV)
Friedrichstraße 191
10117 Berlin
Deutschland
www.gdv.de

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