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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 14.12.2009
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VGH behauptet Marktführerschaft

• Landschaftliche Brandkasse wächst über Branchendurchschnitt • Provinzial Leben erwartet Beitragsplus von 14 Prozent • Provinzial Kranken baut Kundenstamm um rund 13 Prozent aus • Bundesweit innovativ: VGH schließt ab 2010 Elementarschäden durch Starkregen in Hausrat- und Gebäudeversicherung ein

Zufrieden mit der Geschäftsentwicklung der VGH Versicherungen zeigte sich Vorstandsvorsitzender Dr. Robert Pohlhausen, als er am Donnerstag in Hannover die vorläufigen Jahreszahlen vorstellte. Die Entwicklung der vier VGH-Unternehmen – Landschaftliche Brandkasse Hannover, Provinzial Leben, Provinzial Kranken und Provinzial Pensionskasse – wertete Pohlhausen angesichts eines immer noch schwierigen Marktumfeldes als stabil und erfolgreich. Die Bruttobeitragseinnahmen des gesamten Konzerns erreichen 2,06 Mrd. Euro, die der genannten VGH-Unternehmen 1,69 Mrd. Euro. Damit liegt das Gesamtvolumen des Marktführers in Niedersachsen um 5,5% bzw. 5,9% über den Einnahmen von 2008 (Markt: +3,1%).

Mit ihrer traditionell vorsichtigen Kapitalanlagepolitik und ihrem weitsichtigen Risikomanagement hatte die VGH ihre Kunden bereits 2007/08 gegen die heftigsten Ausschläge der Immobilien- und Finanzkrise geschützt. „Diese 2009 fortgesetzte Strategie und unsere erneut soliden versicherungstechnischen Ergebnisse werden jetzt durch zwei weitere Faktoren getragen“, erläuterte Finanzvorstand Thomas Krüger: „Seit den Jahrestiefständen im März haben sich die Kurse auf beeindruckende Weise erholt. Außerdem hat die Couponhöhe der Neuanlage stabilisierend gewirkt.“

Experten gehen davon aus, dass einige Versicherer bei anhaltend niedrigem Zinsniveau ihre Verzinsungen für das kommende Jahr senken müssen. Ein traditionell wichtiger Indikator für die Produktstabilität ist die Überschussbeteiligung in der Lebensversicherung. „Die VGH wird auch 2010 das gute Niveau der letzten Jahre von 4,25 Prozent halten“, versicherte Robert Pohlhausen. „Dasselbe gilt für die Schlussüberschussanteile, die unseren Kunden zum Ende des Vertrages gutgeschrieben werden.“

Landschaftliche Brandkasse wächst über Branchendurchschnitt

Die erwarteten Beitragseinnahmen der Brandkasse – als VGH-Mutterunternehmen für das Kompositgeschäft zuständig – liegen mit 954 Mio. Euro um 0,6% über dem Vorjahr (948). Damit übertrifft die Schaden- und Unfallversicherung der VGH erneut die Erwartung des Gesamtmarktes (GDV: 0,2%). Trotz des harten Verdrängungswettbewerbs behauptet die Brandkasse sich mit hohen Marktanteilen in allen Sparten und kann ihren Bestand von rund  4,6 Mio. Versicherungsverträgen halten.

Wie die gesamte Branche kämpft auch die VGH in der Kraftfahrtversicherung gegen den seit Jahren anhaltenden harten Preiswettbewerb und geringe Wachstumsmöglichkeiten. Dennoch liegen die gebuchten Beiträge zum Jahresende nur 0,4% unter dem Vorjahreswert – deutlich besser als erwartet und als der Markt (-1,5%). Positiv wirkten sich die Belebung des Kfz-Absatzes durch die staatliche Umweltprämie, aber auch die Einführung eines Tarifes mit Werkstattbindung aus.

Entspannt bleibt – wie schon 2008 – die Schadensituation. Trotz vereinzelter Sturm- und Frostereignisse machten sich Massenschäden nicht als außergewöhnliche Belastung bemerkbar. Auch in den Feuersparten gingen Aufwand und Zahl von Großschäden weiter zurück. Verstärkte Investitionen in kundenorientierte Prozesse und Vertriebsstrukturen erhöhten die Wettbewerbsfähigkeit und Flexibilität der Brandkasse. Die kombinierte Schadenkostenquote (Combined Ratio) liegt mit 89% deutlich unter dem Branchenschnitt (97%).

Das Kapitalanlageergebnis von 80 Mio. Euro (2008: 27) lässt die Nettoverzinsung wieder deutlich von 1,1% (2008) auf 3,0% steigen. Ebenfalls positiv entwickelt sich der Gewinn vor Steuern und Rückstellungen. Er wird Ende 2009 bei 95 Mio. Euro liegen (2008: 57). Für 2010 zahlt die Brandkasse ihren Kunden eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung von insgesamt rund 20 Mio. Euro aus.

Provinzial Leben erwartet Beitragsplus von 14 Prozent

Die Beitragseinnahmen der Provinzial Lebensversicherung Hannover dürften mit voraussichtlich 665 Mio. Euro das Vorjahresergebnis um 14 Prozent übertreffen (2008: 583). Vor allem das starke Neugeschäft mit Lebens- und Rentenversicherungen gegen Einmalbeitrag unterstützte die positive Entwicklung. „Dieser Trend ist ein Beleg für den Sinneswandel vieler Anleger. Sie suchen nach dem Schock der Finanzkrise sichere, nachhaltige Vorsorgemöglichkeiten – und finden sie bei Versicherern wie der VGH“, begründet Ressortvorstand Thomas Krüger das Phänomen. Noch zu Jahresbeginn hatte der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) für die Lebensversicherung ein Nullwachstum prognostiziert.

Ebenfalls erfreulich entwickelt sich 2009 das VGH-Neugeschäft an Risikoversicherungen (+ 12%), selbständigen Berufsunfähigkeitsversicherungen (+ 10%) und konventionellen Rentenversicherungen (+ 16%), jeweils gemessen am statistischen Jahresbeitrag.

Die Provinzial Leben veranschlagt ihr Kapitalanlageergebnis zum Jahresende auf rund 270 Mio. Euro (2008: 211). Die Nettoverzinsung dürfte nach 3,2% im Vorjahr wieder solide 4,0% erreichen. Der Rohüberschuss wächst von 80,1 Mio. Euro (2008) auf knapp 140 Mio. Euro. So kann die Provinzial Leben auch im zweiten Jahr der Finanz- und Wirtschaftskrise ihre Überschussbeteiligung stabil halten: Sie wird voraussichtlich mehr als 135 Mio. Euro der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) zuführen (2008: 79) und bestätigt damit die hohe Risikotragfähigkeit des Unternehmens.

Provinzial Kranken: In schwierigem Umfeld 12,8 Prozent mehr Kunden

Nach der Sondersituation zum Jahreswechsel 2008/2009 mit dem „Schlussverkauf Alte Welt“ befindet sich die private Krankenversicherung im laufenden Geschäftsjahr in einem vertrieblich schwierigen Umfeld. Neben den Auswirkungen der Gesundheitsreform von 2007 hinterlässt auch die Wirtschaftskrise Spuren im Neugeschäft, das 2009 einen Wert von 480.000 Euro Monatsbeitrag erreichen wird. Damit bleibt das Ergebnis zwar hinter den ehrgeizigen Erwartungen zurück, übertrifft aber das gute Vorjahresresultat.

Bis zum Jahresende rechnet die Provinzial Kranken mit einem Bestand von 136.000 versicherten Personen, davon 13.400 Vollversicherungskunden. Dies entspricht einem Bestandsplus von 12,8%. Die Beitragseinnahmen wachsen gegenüber dem Vorjahr um 11% auf einen hochgerechneten Wert von 43,8 Mio. Euro (2008: 39,4). Diese Steigerung übertrifft den vom GDV branchenweit prognostizierten Zuwachs von 3,0% bei weitem. Der erwartete Jahresüberschuss der Provinzial Kranken (vor Zuführung zur RfB und Steuern) beträgt 7,1 Mio. Euro. Davon werden 5,4 Mio. Euro in die Rückstellung für Beitragsrückerstattungen eingestellt, die direkt den Kunden zugute kommt.

Ausblick

Nach neuester Schätzung der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute kommt Deutschland schneller aus der Krise als ursprünglich angenommen. Gleichzeitig erwarten die Experten für 2010 eine Erhöhung der Arbeitslosigkeit. „Wir müssen uns darauf einstellen, dass sich der allgemeine Konjunkturverlauf auch auf die Versicherungsnachfrage auswirkt“, erklärte Pohlhausen.

Herausforderungen und Chancen zugleich sieht der VGH-Vorstand in der Sachversicherung. Pohlhausen: „Im Zuge des Klimawandels entstehen neue Risiken auch für Hausbesitzer und Mieter. Neben Sturm hat sich Starkregen zu einer gravierenden Schadenursache entwickelt. Als bisher einziger Versicherer wird die VGH deshalb ab 1. Januar 2010 Überschwemmungsschäden durch Starkregen und Rückstau in die Grunddeckung von Wohngebäude- und Hausratversicherung einschließen. Bisher konnten diese Risiken nur über eine Elementarschadenversicherung abgedeckt werden.“ Der geringe Aufpreis von in der Regel fünf Prozent – bei einem durchschnittlichen Einfamilienhaus etwa 14 Euro – sei eine gute Investition. Denn meist verursachten eindringendes Wasser und Schlamm gravierende finanzielle Folgen – etwa wenn die Bausubstanz geschädigt werde oder eine überschwemmte Ölheizung Kellerräume und Umwelt kontaminiere.

Als Mitglied der Initiativen Ökoprofit und Klima-Allianz Hannover 2020 habe die VGH darüber hinaus 2009 auch aktiv zur Begrenzung des Klimawandels beigetragen. Pohlhausen: „Der im Juni eingeweihte VGH-Neubau verbraucht 40 Prozent weniger Energie als vergleichbare Gebäude. Zusätzlich haben wir in diesem Jahr unsere gesamte Direktion zu 100 Prozent auf Ökostrom umgestellt.“ Anfang November 2009 war die VGH außerdem Gastgeber eines gemeinsamen Klimasymposiums mit dem Niedersächsischen Ministerium für Umwelt und Klimaschutz.

Besonderes Augenmerk wolle man auch auf den Bereich Leben legen. Vor allem bei jungen Menschen sieht die VGH verstärkten Bedarf, durch Information und Aufklärung für die Notwendigkeit einer frühzeitigen, nachhaltigen Altersvorsorge zu sensibilisieren.

Die Provinzial Kranken sieht für 2010 Neugeschäftspotenziale sowohl im Bereich der Voll- als auch in der Zusatzversicherung. Gute Voraussetzungen hierfür bildeten die Weichenstellungen der neuen Bundesregierung in der Gesundheitspolitik sowie die Diskussion über die Unterfinanzierung des Gesundheitsfonds und die Erhebung von Zusatzbeiträgen.

Insgesamt zeigte sich VGH-Chef Pohlhausen zuversichtlich: „Wir sind für die kommenden Herausforderungen gut gerüstet. Unsere dezentrale, regionale Aufstellung und das flächendeckende Vertriebsnetz bieten optimale Voraussetzungen, die Marktführerschaft der VGH auch 2010 zu behaupten.“ Der öffentlich-rechtliche Versicherer ist in seinem Geschäftsgebiet in Niedersachsen mit rund 600 Vertretungen sowie 1.200 Sparkassen-Geschäftsstellen und LBS-Beratungszentren präsent. Pohlhausen: „Aus heutiger Sicht dürften wir auch das Geschäftsjahr 2010 wieder mit einem positiven Ergebnis abschließen.“



Frau Chris M. Förster
Tel.: 0511 362-3800
Fax: 0511 362-2597
E-Mail: Chris.Foerster@vgv.de

VGH Versicherungsgruppe Hannover
Schiffgraben 4
30159 Hannover
http://www.vgh.de

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