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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 09.12.2010
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VGH geht optimistisch in den Jahresendspurt

- Brandkasse verteidigt Marktführerschaft mit innovativen Produkten - Provinzial Leben: Beitragseinnahmen legen mehr als 12 Prozent zu - Provinzial Kranken: Robustes Wachstum trotz gesetzlicher Hürden - Arbeitgeber VGH: Ausbildungsplätze für 2011 um 50 Prozent erhöht

Die VGH Versicherungen erwarten für das Jahr 2010 gute Zahlen. Dieses Fazit zog Vorstandsvorsitzender Dr. Robert Pohlhausen, als er am Mittwoch in Hannover die vorläufigen Geschäftsergebnisse vorstellte. Die Gesamtentwicklung der Versicherungsgruppe liege „im oberen Zielkorridor“. Die Bruttobeitragseinnahmen der vier VGH-Unternehmen –  Landschaftliche Brandkasse Hannover, Provinzial Leben, Provinzial Kranken und Provinzial Pensionskasse – steigen zum Jahresende voraussichtlich auf 1,8 Mrd. Euro (2009: 1,69 / +6,4%), die des gesamten Konzerns auf 2,21 Mrd. Euro (2,07 / +6,6%). Damit legt die VGH besser zu als der Markt (GDV-Prognose: +4,7%).

„Das ist eine solide Leistung“, zeigte sich Pohlhausen zufrieden, „besonders, wenn man bedenkt, dass sich die Branche nach wie vor in einem schwierigen Umfeld bewegt.“ Unter anderem drücken anhaltende Niedrigzinsen weiter auf die Neuanlage von Kapital. Insgesamt verzeichnen Lebens- und Krankenversicherung der VGH dennoch ein dynamisches Wachstum. Die Schadenversicherung wurde 2010 durch überdurchschnittliche Schäden aus extremen Wetterereignissen und durch den preisgetriebenen Kampf um Marktanteile belastet. Trotzdem kann die VGH ihre Schaden- und Unfallversicherung dank innovativer Produkte auf hohem Vorjahresniveau stabilisieren.

„Die VGH behauptet sich auch unter verschärften Bedingungen als Marktführer. Das ist kein Zufall“, erläuterte Finanzvorstand Thomas Krüger: „Traditionell können sich unsere Kunden auf ein Kapitalanlagemanagement verlassen, das Sicherheit, Rendite und Liquidität ausgewogen gewichtet. Professionelle Risikosteuerung und solide Versicherungstechnik ergänzen diese Stärken.“ Hinzu komme der Wettbewerbsvorteil eines einzigartigen Servicenetzes. „Mit 600 Vertretungen und 1.200  Sparkassenfilialen sind wir in unserem Geschäftsgebiet flächendeckend nah am Kunden. Persönliche Kontakte, teils über Generationen hinweg, verantwortungsvolle Beratung und hohe Produktqualität zu fairen Preisen sind und bleiben die Pfeiler, auf denen das Vertrauen von 1,8 Millionen Niedersachsen ruht.“

Brandkasse verteidigt Marktführerschaft mit innovativen Produkten

Die Landschaftliche Brandkasse rechnet zum Jahresende mit Beitragseinnahmen in Höhe von 955 Mio. Euro. Damit liegt sie auf Vorjahresniveau (954, Markt: +0,7%). Das für den Kompositbereich verantwortliche VGH-Mutterunternehmen behauptet in einem weitgehend gesättigten Markt seine hohen Anteile in Kernsparten.

Robert Pohlhausen hob vor allem das Ergebnis der Schadenversicherung hervor: „Mit einer Reihe eindeutiger Entscheidungen zu Gunsten unserer Kunden haben wir mitten ins Schwarze getroffen, sowohl im Neugeschäft als auch im Bestand.“ Zu den Produktinnovationen, mit denen sich die VGH vom Markt abhebt, gehört im Privatkundengeschäft der ausdrückliche Einschluss grober Fahrlässigkeit. Außerdem übernahm die VGH als einer der ersten Versicherer Anfang 2010 das Risiko von Extremwetterschäden durch Starkregen und Rückstau in die Grunddeckung ihrer Gebäude- und Hausratversicherungen. Inzwischen ist jeder vierte VGH-Kunde dieser Sparten gegen solche Elementargefahren abgesichert.

Im heftig umworbenen Kfz-Geschäft werden die gebuchten Beiträge mit 320 Mio. Euro das Vorjahresergebnis nicht ganz erreichen ( 1,9%, Markt: +0,4%). Dämpfend wirkten unter anderem das zurückhaltende Jahreswechselgeschäft 2009/10 sowie das Auslaufen der „Abwrackprämie“. Pohlhausen: „Nach Einführung eines attraktiven Werkstatttarifes haben wir im September 2010 unsere Leistungen weiter verbessert und zusätzlich die Tarife bedarfsgerechter nach Kundenalter gestaltet. Ich bin zuversichtlich, dass die VGH damit im Kraftfahrtbereich auf die Überholspur wechselt.“ Tatsächlich habe der führende Branchendienst map-report in seinem jüngsten Kfz-Rating die VGH gleich um acht Ränge hochgestuft. Versicherungsexperte Manfred Poweleit zählt sie damit jetzt zu den drei besten und kundenfreundlichsten Gesellschaften in Deutschland.

Der Schadenaufwand der Brandkasse zeigt eine deutliche Zunahme kleinerer und mittlerer Massenschadenereignisse. Er steigt zum Jahresende voraussichtlich um rund 50 Mio. Euro gegenüber 2009 (+7,4%). Mit 671 Mio. Euro liegen die Ausgaben für Schäden selbst über dem Niveau des „Kyrilljahres“ 2007. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (Combined Ratio) steigt entsprechend von 89 auf voraussichtlich 95 Prozent, liegt aber weiterhin auf Marktniveau.

Die Kapitalanlagen der Brandkasse wachsen von knapp 2,6 auf gut 2,7 Mrd. Euro. Die Nettoverzinsung wird bei 3,2 Prozent (3,5) erwartet.

Der Gewinn der Landschaftlichen Brandkasse beträgt vor Steuern und Rückstellungen aus heutiger Sicht 75 Mio. Euro (102). Für 2011 zahlt sie ihren Kunden voraussichtlich eine erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung von insgesamt etwa 20 Mio. Euro (22).

Provinzial Leben: Beitragseinnahmen legen mehr als 12 Prozent zu

Das erwartete Beitragsvolumen der Provinzial Lebensversicherung Hannover übertrifft mit 755 Mio. Euro (2009: 671) das Vorjahresergebnis um 12,5 Prozent (Markt: +6,8%). Die aktuelle Kapitalmarktsituation beflügelt 2010 das Neugeschäft mit krisenfesten Altersvorsorgeprodukten. Einmalzahlungen, etwa aus ablaufenden Lebensversicherungen oder Erbschaften, erweisen sich mit geschätzt 235 Mio. Euro erneut als Wachstumstreiber (2009: 145 / +62%, Markt: +30%). „Aber auch beim Geschäft gegen laufende Beiträge sind wir gut aufgestellt“, stellte Ressortvorstand Thomas Krüger fest. Es sei ermutigend, dass die Einnahmen daraus mit 520 Mio. Euro das Volumen des Vorjahres (527) nur leicht unterschritten (-1,3%).

Das Kapitalanlageergebnis der Provinzial Leben steigt zum Jahresende auf rund 300 Mio. Euro (2009: 272). Die Nettoverzinsung verbessert sich weiter von 4,1 auf 4,3 Prozent. Der Bruttoüberschuss wird auf 155 Mio. Euro hochgerechnet (135). Daran beteiligt die VGH ihre Kunden mit voraussichtlich 150 Mio. Euro (131). Diese Summe wird der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) zugeführt. Die insgesamt von der Provinzial Leben verwalteten Kapitalanlagen wachsen von 6,9 auf 7,3 Mrd. Euro. Finanzvorstand Thomas Krüger: „Diese Zahlen stärken die hohe Risikotragfähigkeit des Unternehmens.“

Bei der seit Jahren überdurchschnittlichen Überschussbeteiligung der VGH – zuletzt waren es 4,25 Prozent – kann sich die Provinzial Leben den allgemeinen Marktzwängen nicht entziehen. Krüger: „Es gelingt uns jedoch, die Überschussbeteiligung für das nächste Jahr lediglich moderat um 15 Basispunkte auf das gute Niveau von 4,1 Prozent anzupassen. Die Gesamtverzinsung wird auch 2011 noch über fünf Prozent liegen.“

Provinzial Kranken: Robustes Wachstum trotz gesetzlicher Hürden

Die Provinzial Kranken, als jüngstes Tochterunternehmen der VGH-Gruppe, hat sich kontinuierlich und trotz aller gesetzlichen Einschränkungen in den letzten Jahren positiv entwickelt. Die Beitragseinnahmen werden in diesem Geschäftsjahr um 10,9 Prozent auf einen erwarteten Wert von 48,7 Mio. Euro wachsen. (2009: 43,9). Diese Steigerung übertrifft den vom Verband der privaten Krankenversicherer (PKV) branchenweit prognostizierten Zuwachs von 5,5 Prozent für 2010 bei weitem.

Die Aufwendungen für Versicherungsfälle werden branchenweit um etwa 6 Prozent höher ausfallen als im Vorjahr. Dieser Trend zeigt sich auch bei der Provinzial Kranken. Nach dem Geschäftsmodell der privaten Krankenversicherer orientieren sich Beitragsanpassungen, die die Provinzial Kranken und der Markt zum Jahresanfang 2011 durchführen, an dieser Entwicklung. Die Provinzial Kranken gehört auch weiterhin zu den besten und beitragsstabilsten Krankenversicherern bundesweit. Diese Aussage bestätigt der map-report 2010. Das Unternehmen erreichte beim jüngsten Unternehmensvergleich ein „sehr gutes“ Ergebnis und wird im Ranking unter den „Top 5“ der besten Krankenversicherer aufgeführt. Bis zum Jahresende rechnet das Unternehmen mit einem Bestand von gut 140.000 versicherten Personen (2009: 136.500), davon etwa 13.700 (13.100) vollversicherte Kunden.

Arbeitgeber VGH: Ausbildungsplätze um 50 Prozent erhöht

Die VGH engagiert sich in ihrem Geschäftsgebiet als Sponsor zahlreicher Projekte und Programme im sportlichen, kulturellen und sozialen Bereich. Gesellschaftliche Verantwortung übernimmt das Unternehmen auch als Arbeitgeber. Für 2011 – ein Ausnahmejahr mit höherer Bewerberzahl durch den doppelten Abiturjahrgang – hat die VGH ihre Ausbildungskapazitäten um 50 Prozent aufgestockt. Bereits zum dritten Mal (nach 2007 und 2008) erhielt der öffentliche Versicherer 2010 den Bildungspreis der deutschen Versicherungswirtschaft, den InnoWard.

Ausblick: Verhaltener Optimismus für 2011

Den aktuellen Wirtschaftsboom wertet der Vorstand verhalten optimistisch. Robert Pohlhausen: „Die deutschen Versicherer waren von der Krise nicht massiv betroffen, deshalb erwarten wir auch keinen überdurchschnittlichen Profit vom Aufschwung.“ Licht und Schatten sieht die VGH in der anhaltenden Niedrigzinspolitik. Sie wirke sich für die Lebensversicherer im Wettbewerb zu anderen Anlageformen zunächst vermutlich weiterhin günstig aus. „Dennoch ist die Rückkehr in ein normales Zinsumfeld geboten, denn langfristig ist die Höhe des Marktzinses lebenswichtig für die Ertragsstärke von Kapitalanlagen.“ Dies gelte vor allem für die Lebens-, private Kranken- und Pflegeversicherung.

Um negative Effekte in der Solvabilität und der Liquiditätsplanung zu vermeiden, hat die VGH das Neugeschäft gegen Einmalbeitrag bereits 2010 kontingentiert. Bestimmte Produkte, wie steuerlich geförderte Basisrenten und sofort beginnende Renten, sind davon ausgenommen. Thomas Krüger: „Wir werden unserem Auftrag als Altersversorger auch künftig gerecht. Deshalb legt die VGH ab 2011 für aufgeschobene Versicherungen gegen Einmalbeitrag eine laufzeitabhängige, gestaffelte Überschussbeteiligung fest.“

Im Kompositbereich geht die Landschaftliche Brandkasse für 2011 von einem gleichbleibenden Beitragsvolumen aus. Dieser Markt, so der VGH-Vorstandsvorsitzende, sei geprägt durch unvernünftige Kämpfe um Marktanteile. Dennoch zeigte sich Pohlhausen zuversichtlich: „Unsere regional verankerte, dezentrale Aufstellung und eine beispiellose Vertriebsdichte versetzen uns in die Lage, damit zurecht zu kommen.“ Im Kfz-Geschäft – der größten Kompositsparte – sehe man hoffnungsvolle Anzeichen für ein Ende des Preissenkungszyklus, der die Prämien über Jahre hinweg auf das Niveau der 80er Jahre gedrückt hat.

Die Neugeschäftserwartungen der Provinzial Kranken liegen für 2011 über den Ergebnissen des laufenden Geschäftsjahres. Zu der positiven Einschätzung der Geschäftsentwicklung führen neben den politischen Rahmenbedingungen – Wegfall der 3-Jahres-Wechselfrist und die Senkung der Jahresarbeitsentgeltgrenze sowie die Anhebung des Beitragssatzes in der GKV – auch die Einführung von neuen Tarifen (u. a. ein leistungsorientierter Zahnzusatztarif).



Herr Christian Worms
Tel.: 0511 362-3808
Fax: 0511 362-2597
E-Mail: christian.worms@vgh.de

VGH Versicherungen
Schiffgraben 4
30159 Hannover
http://www.vgh.de




Dr. Robert Pohlhausen - Vorsitzender der Vorstände der VGH Versicherungen (Landschaftliche Brandkasse Hannover, Provinzial Lebensversicherung Hannover)


Thomas Krüger - Mitglied der Vorstände der VGH Versicherungen (Landschaftliche Brandkasse Hannover, Provinzial Lebensversicherung Hannover)
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