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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 28.02.2007
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Verkehrsexperten unterstützen Forderungen der Unfallforschung der Versicherer: Mehr Sicherheit auf Landstraßen durch sinnvolle Geschwindigkeitsüberwachung möglich

Eine sinnvolle Geschwindigkeitsüberwachung, differenzierte Tempolimits, mehr Schutz vor Hindernissen am Straßenrand und die Ausstattung von allen Neufahrzeugen mit ESP sind die Hauptforderungen, die beim ersten deutschen Road-Safety-PIN-Talk aufgestellt wurden. Schwerpunktthema in Deutschland, das mit Vertretern aus Verbänden, der Politik, der Polizei und der Industrie diskutiert wurde: Die Landstraßensicherheit. Veranstalter waren der Europäische Verkehrssicherheitsrat (ETSC) und die Unfallforschung der Deutschen Versicherer. Hierbei diskutierten Verkehrsexperten Möglichkeiten zur Verbesserung der Sicherheit von Autofahrern auf Landstraßen. Dazu gehört auch, dass bei den Entscheidungsträgern in Verwaltung und Planung von Landstraßen die vorhandenen und effektiven sicherheitsrelevanten Regelwerke endlich mehr Beachtung finden. Der Road-Safety-Performance-Index (PIN) ist der erste europäische Ländervergleich in Sachen Verkehrssicherheit. Als neues politisches Instrument soll das PIN-Programm die Länder anspornen, der Verkehrssicherheit einen höheren Stellenwert einzuräumen.

 

Verkehrsunfälle auf Landstraßen stellen, wie fast überall in Europa, auch hierzulande ein massives, aber oft unterschätztes Problem dar. Immer noch fast zwei Drittel aller tödlichen Unfälle in Deutschland ereignen sich auf Landstraßen. 30 Prozent dieser Unfallopfer sterben durch den Aufprall an Bäumen. Besonders bedeutsam sind die Unfälle auf freier Strecke: Etwa die Hälfte aller Getöteten verloren die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kamen von der Straße ab. Auch an Kreuzungen und Einmündungen ist das Sicherheitspotential noch längst nicht ausgeschöpft. Um Unfallschwerpunkte zu beseitigen, können separate Ampelphasen für Linksabbieger, ortsfeste Überwachungsanlagen zum Durchsetzen der vorgeschriebenen Geschwindigkeiten oder an geeigneten Stellen auch Kreisverkehrsplätze eingerichtet werden.

 

Vier Thesen zur Landstraßensicherheit wurden diskutiert:

 

  • Die Gefahren auf Landstraßen werden deutlich unterschätzt, die auf Autobahnen überschätzt.
  • Nicht die unzureichenden Vorschriften oder Mängel an der Verkehrsanlage, sondern vor allem mangelnde Einsicht und unzureichende Überwachung führen zu Sicherheitsdefiziten auf Landstraßen.
  • Geschwindigkeitsbeschränkungen an Landstraßenkreuzungen werden mehrheitlich nicht beachtet. Mehr als die Hälfte der PKW-Fahrer fährt in Alleen schneller als erlaubt.
  • Kraftfahrer unterschätzen auf Landstraßen den Einfluss von Hindernissen im Fahrbahnseitenraum auf die Unfallfolgen.

Als mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wurden weitgehend übereinstimmend genannt:

  • An Gefahrenstellen muss die vorgeschriebene Geschwindigkeit durchgesetzt werden. Neben so genannten Starenkästen, die vor allem im Kreuzungsbereich sinnvoll sind, empfiehlt sich auf freier Strecke eine „qualitativ hochwertige“ Überwachung, bei der der Kraftfahrer angehalten und neben den Sanktionen auch Informationen bekommt.
  • Stark befahrene Landstraßen sollen, wo möglich, als 2+1-spurige Straßen ausgebaut werden.
  • Außerorts sollen für Fußgänger und Radfahrer separate Wege geschaffen werden.
  • Durch den unterschiedlichen Ausbaustand von Landstraßen soll auch über differenzierte Tempolimits (70-110 km/h) nachgedacht werden.
  • Autofahrer sollen gezielt auf die besonderen Gefahren der Landstraße hingewiesen werden.
  • Autofahrer müssen besser vor Hindernissen im Seitenraum (Bäume, Masten etc.) geschützt werden, am besten mit Leitplanken.



Herr Klaus Brandenstein
Tel.: 030 / 20 20 – 51 17 / 18 / 19
E-Mail: presse@gdv.de

Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft e.V
Friedrichstr. 191-193 a
10117 Berlin
http://www.gdv.de

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