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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 05.12.2005
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Versicherungs-Manager setzen auf wertorientierte Steuerung

Vor dem Hintergrund gesetzlicher und aufsichtsrechtlicher Entwicklungen (IAS/IFRS sowie Solvency II) vollzieht sich in der deutschen Versicherungsbranche ein fundamentaler Paradigmen-Wechsel - weg von einer volumenorientierten Sicht und hin zu einer wertorientierten Unternehmenssteuerung. Dies ist das zentrale Ergebnis einer aktuellen Studie zur Unternehmenssteuerung bei Schaden-/ Unfallversicherern, die von dem Center for Applied Research in Finance and Insurance an der Universität Ulm (CARFI, www.mathematik.uni-ulm.de/carfi) in Zusammenarbeit mit der Managementberatung Horváth & Partners (www.horvath-partners.com) von Juni bis September 2005 durchgeführt wurde. Insgesamt beteiligten sich daran 27 Versicherungsunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum. In der Zeitschrift Versicherungswirtschaft (Ausgabe 22 vom 15.11.2005, S. 1745ff.) ist hierzu nun eine Auswertung der Umfrage mit den wesentlichen Ergebnissen erschienen. (Download unter http://www.ifa-ulm.de/indexframe.html?./downloads/
UnternehmenssteuerungVonVersicherungen_VW.pdf
)

Aus der Untersuchung geht hervor, dass die wertorientierte Steuerung bereits breit verankert ist. So führen knapp drei Viertel (70 %) der Teilnehmer eine wertorientierte Ergebnisrechnung durch und nutzen diese auch für die interne Steuerung, z.B. auf Konzern-, Gesellschafts-, Ressort- und Spartenebene. Dies ist offenbar auch auf die gesetzlichen Änderungen der Vorschriften für die externe Berichterstattung (IAS/IFRS) zurückzuführen. Während bei den Teilnehmern, die nach HGB bilanzieren, lediglich jedes zweite Unternehmen eine Wertbeitragsrechnung durchführt, nutzen dieses Steuerungsinstrument alle Unternehmen, die einen Jahresabschluss nach IAS/IFRS aufstellen.

Die Aussagekraft der wertorientierten Ergebnisrechnung beurteilen die Studienteilnehmer insgesamt sehr gut. Während alle Unternehmen, die für die Steuerung ausschließlich die Gewinn- und Verlustrechnung nutzen, nur eingeschränkt mit der Aussagekraft zufrieden sind, sind bei den wertorientierten Unternehmen über die Hälfte "sehr zufrieden". Darunter sind alle Unternehmen, die eine Wertbeitragsrechnung bis auf Vertrags-/Tarifebene durchführen. Die wertorientierte Sichtweise scheint sich für die Versicherungen auch finanziell auszuzahlen. So haben die wertorientierten Unternehmen, die an der Studie teilgenommen haben, durchschnittlich ein um 30 % besseres Jahresergebnis - gemessen in Relation zu den jährlichen Nettobeiträgen - als diejenigen Teilnehmer, die keine Wertbeitragsrechnung durchführen.

Auch die Verschärfung der aufsichtsrechtlichen Anforderungen (Solvency II) zeigt bereits Auswirkungen auf die Unternehmenssteuerung. Bereits 30 % der Unternehmen haben interne Risikomodelle entwickelt und in ihrer Ergebnisrechnung auf Produktebene verankert. Und es ist davon auszugehen, dass sich dieser Anteil bis zur Einführung von Solvency II im Jahr 2008 signifikant weiter erhöhen wird.


Derzeit führen CARFI und Horváth & Partners gemeinsam eine Folge-Studie durch zum Einsatz von wertorientierten Steuerungsinstrumenten in der Lebensversicherung. Unternehmen, die an dieser Studie noch teilnehmen möchten bzw. an den sich daraus ergebenden Überlegungen für die Implementation entsprechender Verfahren interessiert sind, wenden sich an:



CARFI / Sektion Aktuarwissenschaften
Herr Michael Seyboth
Tel.: (0731) 50-31084
Fax: N.N.
E-Mail: michael.seyboth@uni-ulm.de

Akademie für Wissenschaft, Wirtschaft und Technik an der Universität Ulm
Heidenheimer Straße 80
89081 Ulm
Deutschland

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