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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 01.03.2007
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W&W bei Erneuerungsprogramm auf Kurs

Die Stuttgarter Finanzdienstleistungsgruppe Wüstenrot & Württembergische (W&W) kommt auf ihrem 2006 eingeschlagenen Weg der Neuausrichtung voran. Wesentliche Weichenstellungen wurden im Vertrieb, bei Kostensenkungsmaßnahmen, der Bereinigung des Beteiligungsportfolios und im Konzernmanagement vorgenommen. Dem Ziel, mit mehr Schlagkraft am Markt zu agieren, ist die W&W-Gruppe durch das Zukunftsprogramm „W&W 2009“ ein gutes Stück näher gekommen.

„Die Meilensteine sind gesetzt, die ersten erfolgreich erreicht. Der Kurs, den wir eingeschlagen haben, ist kein leichter. Doch wir werden ihn weiter mit höchstem Einsatz und erstklassigem Können verfolgen“, sagte der Vorsitzende des Vorstandes der W&W AG, Dr. Alexander Erdland, auf der Jahrespressekonferenz der W&W-Gruppe in Stuttgart. Erdland weiter: „Strategisch werden wir uns dabei weder als Discounter noch als Exklusivboutique vom Wettbewerb abgrenzen können, nur durch mehr Innovation und besseren Service.“ Dazu hat die W&W-Gruppe im vergangenen Jahr sowohl die Qualität der Kundenberatung gesteigert als auch die Produktlinien bedarfsorientiert gebündelt, entlang der Lebensphasen der Kunden.

Positive Entwicklung im Neugeschäft der Versicherungen

Die 2006 gestarteten Vertriebs-Initiativen haben allein bei den Riester-Verträgen durch Produktvereinfachung eine Absatz-Steigerung im Neugeschäft von 17.401 auf 57.681 Stück erreicht, das entspricht einem Plus von 231,5 Prozent.

Mit einer Steigerung um 25,2 Prozent von 462 auf 578,5 Millionen Euro sind die Neubeiträge im Geschäft der W&W-Tochtergesellschaften Württembergische Lebensversicherung AG mit der Karlsruher Lebensversicherung AG deutlich stärker gewachsen als der Branchenschnitt von plus 19,1 Prozent. An diesen Zahlen wird deutlich, dass die W&W-Gruppe den gesellschaftlichen Wandel zur privaten Altersvorsorge positiv zu nutzen weiß. Die Neubeiträge gingen im Komposit-Geschäft der Württembergischen und Karlsruher Versicherung AG gegenüber dem Vorjahr um 1,7 Prozent auf 178,6 Millionen Euro zurück. Betrachtet man nur die Entwicklung der Württembergischen, ergibt sich hier eine Steigerung um 3,4 Prozent auf 160,4 Millionen Euro.

Trennung von unprofitablem Neugeschäft im Bausparen

Das eingelöste Neugeschäft der Wüstenrot Bausparkasse AG ist im vergangenen Jahr um 5,5 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro zurückgegangen, während die Branche mit einem Prozent leicht zulegte. Dieser Rückgang war jedoch systematisch gesteuert, denn unprofitables, nicht nachhaltiges Geschäft wurde gestoppt; ohne diesen Eingriff hätte das Netto-Bausparneugeschäft um eine Milliarde Euro zugenommen.

In der Baufinanzierung sank das Neugeschäft um 13,8 Prozent auf 4,12 Milliarden Euro. Ursächlich waren hier ebenfalls Maßnahmen zur Verbesserung der Qualität des Geschäfts bei Risiko und Marge. Dagegen konnten die Kreditverlängerungen bei der Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank mit 550,7 Millionen Euro um 39,7 Prozent über Vorjahr und um 37,7 Prozent über Plan zulegen.

Deutliche Fortschritte beim Personalabbau – Neue Jobs im Vertrieb

Besser vorangekommen als geplant ist die W&W-Gruppe auch, was den im vergangenen Jahr angekündigten Abbau von 1.750 Stellen bis zum Jahr 2009 angeht. Bisher sind bereits 700 Stellen abgebaut. Hiervon entfallen 450 Abgänge auf die Versicherungen und 250 auf Bausparkasse und Bank.

Der Abbau bei den Versicherungen findet vor allem in Verbindung mit dem Zusammenschluss von Württembergischer und Karlsruher Versicherung statt und wird ohne betriebsbedingte Kündigungen umgesetzt. Bei den Wüstenrot-Unternehmen werden einvernehmliche Aufhebungsverträge, die Nutzung von Altersteilzeit und Vorruhestandsregelungen eingesetzt. Betriebsbedingte Beendigungs-Kündigungen sollen hier soweit wie möglich vermieden werden.

Der weitere Stellenabbau findet vornehmlich nicht in Ludwigsburg, sondern in den bundesweiten, dezentralen Kredit-Bearbeitungs-Zentren statt, er ist für den Kunden nicht spürbar. Vielmehr sollen die Kundenbindungen intensiviert werden, indem die Zahl der Außendienstmitarbeiter bis zum Jahr 2008 um 300 auf zunächst 3.500 steigen wird.

Konzernergebnis durch Restrukturierung beeinflusst

Die bereits bekannt gegebenen Restrukturierungsaufwendungen, die vor allem für den Personalabbau anfallen, haben die Ergebnissituation im vergangenen Jahr geprägt. Diese Aufwendungen belaufen sich vor Steuern auf 74,4 Millionen Euro und nach Steuern auf 45,7 Millionen Euro. In der Folge ist das auf vorläufigen Zahlen basierende IFRS-Konzernergebnis nach Steuern auf gut 40 Millionen Euro gesunken, im Vergleich zu 59,4 Millionen Euro nach den durchgeführten Bilanzänderungen im Vorjahr. Es liegt damit im oberen Bereich des im Jahr 2006 angekündigten überschaubaren zweistelligen Millionenbetrags.

Was die weitere wirtschaftliche Entwicklung der W&W-Gruppe angeht, hat sich diese im Rahmen von „W&W 2009“ ehrgeizige Ziele gesetzt. Die Eigenkapitalrendite nach Steuern soll 2009 im Konzern neun Prozent und anschließend zehn Prozent betragen. Im laufenden Jahr ist ein Wert von 5,3 Prozent angepeilt, nach den korrigierten 1,9 Prozent im Jahr 2006. Parallel zu den Renditezielen soll in der Gruppe das jährliche Neugeschäftswachstum bis 2010 durchschnittlich fünf Prozent betragen.

Reduzierung der Komplexität – neue Führungsstruktur etabliert

Ein wesentliches Ziel des Zukunftsprogramms „W&W 2009“ ist, Komplexität in der Gruppe abzubauen und effizientere Strukturen zu schaffen. Im Zuge dessen wurden die vormals fünf Geschäftsfelder zu zwei zusammengefasst: Bausparen/Bank und Versicherung, die den Kern des W&W-Geschäftes darstellen. Die beiden Leiter dieser Sparten bilden mit dem Vorstand der W&W-Gruppe die Konzernleitung in Form eines Management-Boards.

Dazu noch einmal Dr. Alexander Erdland: „Wir stärken durch unsere neuen Strukturen das Selbstverständnis, dass es sich bei der W&W um einen einzigen Vorsorgekonzern handelt, einen Finanzdienstleister, der seine Kraft nicht mehr verkennt oder intern verbraucht, sondern diese vollständig und konzentriert im Markt und im Geschäft zum Wohle der Kunden einsetzt.“

Beteiligungen am Kerngeschäft ausgerichtet – Konzentration auf Deutschland

Ausgehend von insgesamt 140 Beteiligungen, die die W&W-Gruppe hält, wurde das Portfolio neu geordnet. Als Schwerpunkt des Kerngeschäfts sind jetzt neun Unternehmen als strategische Beteiligungen definiert. Dazu gehören: die Wüstenrot Bausparkasse AG, Wüstenrot Bank AG Pfandbriefbank sowie Württembergische Versicherung AG und Württembergische Lebensversicherung AG jeweils mit den Karlsruher Versicherungen, die die vier großen Engagements bilden. Zudem kommen die fünf kleineren strategischen Beteiligungen Württembergische Krankenversicherung AG, Wüstenrot Haus- und Städtebau GmbH, W&W Asset Management GmbH und W&W IT GmbH sowie die tschechische Bausparkasse mit Hypothekenbank und Versicherung, als einzige strategische Auslandsbeteiligung. Weitere europäische Engagements werden nur als Finanzbeteiligungen weiter geführt.

Insgesamt hat sich die W&W-Gruppe im Jahr 2006 von fünf Beteiligungen getrennt und für gut 15 weitere, die in der Zukunft weder als strategisches noch als Finanzengagement Bedeutung haben, Exit-Strategien fixiert. Auch das Portfolio von über 100 Kapitalanlage-Beteiligungen wird in diesem Zusammenhang im Rahmen der Asset-Allocation optimiert.

Was die strategische Neuausrichtung der W&W-Gruppe insgesamt angeht, setzt diese im Zuge ihres Reformkurses den Fokus stärker als bisher auf den Kernmarkt Deutschland und richtet ihr Produktangebot in den Bereichen Wohneigentum, Vermögensbildung, finanzielle Vorsorge für wechselnde Lebensphasen sowie Risikoschutz auf private und mittelständische Kunden aus.



Frau Barbara Göpfarth
Tel.: +49 711 662-4035
Fax: +49 711 662-1334
E-Mail: barbara.goepfarth@ww-ag.com

Württembergische Versicherungen
Gutenbergstraße 30
70163 Stuttgart
http://www.wuerttembergische.de/

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