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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 31.05.2006
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„Zu oft wird den Alten nur Geld aus der Tasche gezogen“

Versicherungsangebot für Senioren in Deutschland noch unzureichend

„Krankheit“, „Einsamkeit“ und „Einkommenseinbußen“ – das sind Begriffe, die uns Menschen begleiten, sobald wir die „Altersgrenze“ erreicht haben. Nur wenige von uns bleiben im Alter gesund. Statistisch sind ab dem 55. Lebensjahr nur noch 14 Prozent beschwerdefrei, ab 70 sinkt dieser Anteil auf sieben Prozent. Darauf hat Professor Dr. Laszlo Vaskovics von der Universität Bamberg auf der diesjährigen Wissenschaftstagung des Bundes der Versicherten (BdV) in Bad Bramstedt hingewiesen. Er hat die veränderte Lebenslage alter Menschen und deren Versicherungsbedarf aus wissenschaftlicher Sicht vorgestellt. Wie die bundesdeutsche Praxis aussieht, das bringt BdV-Geschäftsführerin Lilo Blunck auf den Punkt: „Zu oft wird den alten Menschen noch das Geld aus der Tasche gezogen“.

Älter werden wir schneller als wir glauben: Bis zum 30. Lebensjahr orientieren wir uns in Schule und Beruf. Daran schließt sich, wie Professor Vaskovics fortführte, die Familiephase an, die aber mit 55 bald schon wieder beendet ist. Mit 65, demnächst 67 beginnt dann der für viele 20 Jahre währende Ruhestand. Vermutlich die meisten werden ihn allein verbringen müssen.

„Bereits 2003 waren von hundert Privathaushalten 32 Einzelpersonenhaushalte“, betont Lilo Blunck. Wie Professor Vaskovics geht sie davon aus, dass immer mehr Alte allein leben und auf Hilfe angewiesen sein werden. Da wittern die Versicherungen Morgenluft. „Oft haben die sogar richtige Ideen“, attestiert die BdV-Geschäftsführerin, „aber offenkundig verleitet das Provisionssystem Vermittler dazu, Älteren überflüssige Versicherungen aufzudrängen“.

Vorrangig seien das: Sterbegeldversicherung, Senioren-Unfallversicherung, Senioren-Privathaftpflichtversicherung, Pflegerente, Sofortrente, Vorsorge für Kinder, Enkel und Bestattungsvorsorge. Sehr häufig halten die Angebote mit den wohlklingenden Namen nicht, was sie verheißen. Lilo Blunck: „Da werden Betreuungsangebote beschrieben, für die aber lediglich die Organisation übernommen wird, auf den Kosten für die Durchführung bleiben die Versicherten sitzen.“ Auch wenn Versicherungen mit namhaften Wohlfahrtsverbänden zusammenarbeiten, sage das nichts über die Qualität des Versicherungsangebots aus.

BdV-Geschäftsführerin Blunck zog ihr Fazit mit diesen Worten: „Wenn Versicherungsgesellschaften am ‚Zukunftsmarkt Senioren‘ dauerhaft und erfolgreich teilhaben wollen, sollten sie ihre Strategie überdenken. Alte Menschen sind zwar gelegentlich hilfebedürftig, aber sie lassen sich auf Dauer nicht mit fragwürdigen Angeboten für dumm verkaufen“.



Frau Lilo Blunck
E-Mail: lblunck@bundderversicherten.de

BdV
Rönkrei 28
22399 Hamburg
Deutschland
www.bundderversicherten.de

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