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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 28.09.2010
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Zwei Monate bis zum Weltklimagipfel von Cancun - Häufung von Wetterextremen ist starkes Indiz für den Klimawandel

Hochwasser in Zentraleuropa, Feuersbrunst in Russland, Überschwemmungen in Pakistan. Sowohl die Anzahl als auch das Ausmaß der Schäden von wetterbedingten Naturkatastrophen lagen in den ersten neun Monaten des Jahrs 2010 außergewöhnlich hoch. Zwei Monate vor dem Weltklimagipfel, der vom 29. November bis zum 10. Dezember in Cancun, Mexiko, stattfindet, weist Munich Re auf den vermutlichen Zusammenhang der sich häufenden Wetterextreme mit dem Klimawandel hin. Munich Re wird bis zum Gipfel mit einer Reihe von Informationen rund um Naturkatastrophen, Klimawandel und Lösungsmöglichkeiten auf das Thema aufmerksam machen und auf der Internetseite www.munichre.com die wissenschaftlichen Erkenntnisse und Fakten in Form einer elektronischen Pressemappe zum Herunterladen bereitstellen.

Das Jahr 2010 ist global gesehen bislang das wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen vor 130 Jahren. Die zehn wärmsten Jahre dieses Zeitraums liegen allesamt innerhalb der letzten zwölf Jahre. Die Auswirkungen einer wärmeren Atmosphäre und damit auch höherer Meerestemperaturen sind erheblich: „Die Wettermaschine schaltet gewissermaßen einen Gang höher“, sagt Prof. Peter Höppe, Leiter GeoRisikoForschung / Corporate Climate Centre von Munich Re. „Verbindliche CO2-Reduktionsziele müssen deshalb auf der Tagesordnung bleiben, sonst tragen künftige Generationen die Folgen.“

Von Januar bis September 2010 registrierte Munich Re insgesamt 725 wetterbedingte schadenträchtige Naturereignisse. Das ist die zweithöchste Anzahl in den ersten neun Monaten eines Jahres seit 1980. Rund 21.000 Menschen verloren ihr Leben. Allein bei den Überschwemmungen in Pakistan, bei denen wochenlang bis zu ein Fünftel des Landes unter Wasser stand, starben 1.760 Menschen. Die gesamtwirtschaftlichen Schäden der wetterbedingten Naturkatastrophen beliefen sich von Januar bis September insgesamt auf über 65 Mrd. US$, die versicherten Schäden auf 18 Mrd. US$, wobei die Hurrikansaison bisher trotz bereits dreizehn benannter Stürme aufgrund der günstigen Zugbahnen glimpflich verläuft.

Munich Re hat die weltweit umfangreichste Datenbank für Naturkatastrophen aufgebaut. Daraus ist erkennbar, dass die Anzahl der wetterbedingten Ereignisse stark zunimmt. So hat sich die Zahl schadenrelevanter Überschwemmungen global seit 1980 mehr als verdreifacht. Auch die Zahl der durch Stürme verursachten Naturkatastrophen hat sich mehr als verdoppelt, besonders schadenträchtig sind die atlantischen Hurrikane.

Der Trend zu immer höheren Schäden durch Naturkatastrophen liegt in erster Linie an der sozio-ökonomischen Entwicklung: Die Bevölkerung wächst in vielen Ländern, immer mehr Menschen siedeln sich in Risikogebieten an, zudem steigen mit dem Wohlstand die betroffenen Sachwerte. Dennoch ist der Anstieg der Anzahl wetterbedingter Katastrophen ohne den Klimawandel vermutlich nicht zu erklären. Dass die globale Erwärmung zu mehr Wetterextremen führt und sie intensiviert, deckt sich mit dem wissenschaftlichen Kenntnisstand, wie er im vierten Sachstandsbericht des Weltklimarats dokumentiert ist.

Für viele Wettergefahren und Regionen ist die Datenlage noch nicht ausreichend, um statistisch gesicherte Aussagen zur Verknüpfung mit dem Klimawandel treffen zu können. Doch es gibt Hinweise, dass aufgrund der Erwärmung zum Beispiel Ereignisse, die mit starken Gewittern zusammenhängen, wie Unwetter, Hagel, Wolkenbrüche, in einigen Regionen häufiger geworden sind, so etwa in Teilen Nordamerikas oder im Südwesten Deutschlands. Auch die Anzahl der stärksten tropischen Wirbelstürme steigt. Eine unmittelbare Folge der Erwärmung ist die Zunahme von Hitzewellen, wie in diesem Sommer in Russland. Außerdem gibt es Indizien, dass sich Wetterlagen häufen, die zu Luftmassenstau an den Nordseiten der Alpen und der Mittelgebirge führen, wo es dann zu Überflutungen kommen kann. Von Starkregen und Sturzfluten betroffen sind nicht nur Menschen, die an Flüssen leben, sondern auch weitab von traditionellen Überschwemmungsgebieten. Der Klimawandel ist auch mit sehr ambitionierten Maßnahmen nicht mehr aufzuhalten, er kann jedoch noch gedämpft werden.

Informationen zum Klimagipfel für Journalisten

Munich Re wird in den kommenden zwei Monaten bis zum Weltklimagipfel mit einer Reihe von Wortmeldungen und Publikationen auf das Thema aufmerksam machen. Auch die ERGO Versicherungsgruppe sowie der Vermögensverwalter von ERGO und Munich Re MEAG planen in den nächsten Wochen Presseveröffentlichungen zu Versicherungsprodukten im Zusammenhang mit Naturkatastrophen und erneuerbaren Energien und zu geschäftlichen Aktivitäten, um CO2- Emissionen einzudämmen. Ab Mitte Oktober stellt Munich Re Journalisten auf der Internetseite www.munichre.com eine elektronische Pressemappe mit nützlichen Informationen rund um den Klimagipfel zur Verfügung. Am 26. Oktober findet in Berlin beim Verein der ausländischen Presse in Deutschland ein Pressegespräch mit Prof. Peter Höppe zu Wetterextremen und Klimawandel statt. Für Anfang November ist ein Pressegespräch mit Rückversicherungsvorstand Dr. Torsten Jeworrek in München geplant.



Herr Gerd Henghuber
Tel.: +49 (89) 3891-9896
Fax: +49 (89) 3891-79896
E-Mail: ghenghuber@munichre.com

Münchener Rückversicherungs-Gesellschaft
Königinstraße 107
80802 München
http://www.munichre.de/

Munich Re steht für ausgeprägte Lösungs-Expertise, konsequentes Risikomanagement, finanzielle Stabilität und große Kundennähe. Damit schafft Munich Re Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeiter. Im Geschäftsjahr 2009 erzielte die Gruppe, die ein integriertes Geschäftsmodell aus Erst- und Rückversicherung verfolgt, einen Gewinn in Höhe von 2,56 Mrd. €. Ihre Beitragseinnahmen beliefen sich auf ca. 41 Mrd. €. Sie ist in allen Versicherungssparten aktiv und mit rund 47.000 Mitarbeitern auf allen Kontinenten vertreten. Mit Beitragseinnahmen von rund 25 Mrd. € allein aus der Rückversicherung ist sie einer der weltweit führenden Rückversicherer. Besonders wenn Lösungen für komplexe Risiken gefragt sind, ist Munich Re ein gesuchter Risikoträger. Die Erstversicherungsaktivitäten bündelt Munich Re vor allem in der ERGO Versicherungsgruppe. Mit über 17 Mrd. € Beitragseinnahmen ist ERGO eine der großen Versicherungsgruppen in Deutschland und in Europa. 40 Millionen Kunden in über 30 Ländern vertrauen der Leistung und der Sicherheit der ERGO. Im internationalen Gesundheitsgeschäft bündelt Munich Re ihre Leistungen in der Erst- und Rückversicherung sowie den damit verbundenen Services unter dem Dach der Marke Munich Health. Die weltweiten Kapitalanlagen von Munich Re in Höhe von 182 Mrd. € werden von der MEAG betreut, die ihre Kompetenz auch privaten und institutionellen Anlegern außerhalb der Gruppe anbietet.

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