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VersWiki - VersicherungsABC

Wissen aus der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche

Zahlungsprobleme in der Lebensversicherung

Vor Zahlungsproblemen ist gerade bei den langen Vertragslaufzeiten vieler Kapitalversicherungen niemand gefeit. Die bei anderen Versicherungszweigen nahe liegende Konsequenz der Vertragskündigung ist aber besonders in der Lebensversicherung mit großen finanziellen Nachteilen für den Versicherungsnehmer verbunden, da sich der Rückkaufswert einer Lebensversicherung gerade in den ersten Jahren ungünstig entwickelt. Dies wurde im Rahmen der VVG-Reform dadurch verbessert, dass die Abschlusskosten nun rechnerisch auf die ersten fünf Jahre verteilt werden. Bei einer Vertragskündigung wird nun das bereits angesammelte Deckungskapital und nicht mehr wie bisher der versicherungsmathematisch ermittelte Rückkaufswert ausbezahlt. Trotzdem ist es sinnvoll, andere Möglichkeiten zu berücksichtigen.

Folgende Alternativen zur Kündigung bieten sich dem Versicherungsnehmer an:

  • Ausschluss von Zusatzversicherungen;

  • Auszahlung eines Policendarlehen;

  • Beitragsfreistellung;

  • Herabsetzung der Versicherungssumme;

  • Stundung von Beiträgen;

  • Umstellung der Zahlungsweise auf kleinere Raten;

  • Verlängerung der Versicherungsdauer;

  • Verrechnung mit bereits erzielten Überschüssen;

  • Vorübergehende Reduzierung auf Risikobeiträge.

Die Umstellung der Zahlungsweise kommt vor allem bei vorübergehenden Zahlungsschwierigkeiten in Betracht, wenn bislang z. B. in größeren Jahresraten gezahlt wurde. Auch die Stundung von Beiträgen kann nur kurzfristig wirken. Bei einer zeitweisen Reduzierung auf den Risikobeitrag zahlt der Kunden nur den Risikoanteil im Beitrag. Der Sparanteil wird später nachgezahlt.

Als dauerhafte Beitragsreduzierung wirkt die Minderung der Versicherungssumme, die aber auch zu einer Verminderung des Versicherungsschutzes führt. Dasselbe gilt für den Ausschluss von Zusatzversicherungen.

Die Verrechnung mit bereits erzielten Überschüssen senkt die Ablaufleistung einer Lebensversicherung. Das Policendarlehen ist ein Vorschuss auf bereits angesammelte Sparanteile und Überschüsse und kann wahlweise zurückgezahlt oder mit der Ablaufleistung verrechnet werden.

Die Verlängerung der Versicherungsdauer führt zu einer Reduzierung des Beitrags, ist aber nicht möglich, wenn die Lebensversicherung ohnehin mit einer langen Laufzeit ausgestattet war.

Die Beitragsfreistellung ist nach der Kündigung die einschneidendste Vertragsveränderung. Sie ist meist erst ab einer Mindestlaufzeit möglich, während derer ein ausreichend großes Deckungskapital aufgebaut werden konnte. Die Lebensversicherung wird zum Zeitpunkt der Beitragsfreistellung von der vereinbarten Versicherungssumme umgestellt auf die sehr viel niedrigere beitragsfreie Summe, sodass im Ergebnis der Versicherungsschutz deutlich reduziert wird.

Legt der Versicherungsnehmer keinen Wert auf einen fortbestehenden Versicherungsschutz, ist der Verkauf einer Lebensversicherung i. d. R. eine gute Alternative zur Kündigung.

Quellenhinweis

Der Artikel wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von .

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