Informationen und Wissen für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche Registrieren Abo Einloggen
Rotes Informations-Icon
Passwort vergessen? Kein Konto? Kostenlos registrieren...

VersWiki - VersicherungsABC

Wissen aus der Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche

Gliedertaxe

1. Einleitung

Übersicht in der privaten Unfallversicherung zur Bestimmung des Invaliditätsleistung und nachfolgend der Invaliditätsleistung. Der Invaliditätsgrad wird nach dem Verlust oder der vollständigen und bleibenden Funktionsunfähigkeit von bestimmten Körperteilen und Sinnesorganen festgelegt.

Die nach der Gliedertaxe bemessenen Invaliditätsgrade sind sog. feste Invaliditätsgrade, d. h. der spätere Nachweis einer höheren oder geringeren Invalidität ist für die einmal erfassten Körperteile und Sinnesorgane ausgeschlossen.

2. Invaliditätsfeststellung

Üblicherweise werden bei Verlust oder vollständiger und bleibender Funktionsunfähigkeit folgende Invaliditätsgrade angesetzt:

  • Arm im Schultergelenk: 70 %

  • Arm bis oberhalb Ellenbogengelenk: 65%

  • Arm bis unterhalb Ellenbogengelenk: 60 %

  • Hand im Handgelenk: 55 %

  • Daumen: 20 %

  • Zeigefinger: 10 %

  • Anderer Finger: 5 %

  • Bein über Mitte Oberschenkel: 70 %

  • Bein bis Mitte Oberschenkel: 60 %

  • Bein bis unterhalb Knie: 50 %

  • Bein bis Mitte Unterschenkel: 45 %

  • Fuß im Fußgelenk: 40 %

  • Große Zehe: 5 %

  • Andere Zehe: 2 %

Erfasst wird auch der Verlust von Sinneswahrnehmungen:

  • Sehfähigkeit auf einem Auge: 50 %

  • Gehör auf einem Ohr: 30 %

  • Geruch: 10 %

  • Geschmack: 5 %

Ist die Funktionsfähigkeit nur teilweise eingeschränkt, wird der entsprechende Teil des Prozentsatzes der Gliedertaxe angenommen.

3. Invaliditätsbegrenzung

Sind mehrere Körperteile oder Sinnesorgane zugleich betroffen, werden die einzelnen Invaliditätsgrade zusammen gerechnet. Maximal ist aber ein Invaliditätsgrad von 100 % möglich.

4. Invalidität bei Heilberuflern

Für Beschäftigte in Heilberufen gilt eine abweichende Gliedertaxe, die den Erfordernissen von Heilberufen Rechnung trägt. Hier werden folgende Invaliditätsgrade angesetzt:

  • Arm oder Hand in Handgelenk: 100 %

  • Daumen oder Zeigefinger: 60 %

  • Anderer Finger: 20 %

  • Bein oder Fuß: 70 %

  • Große Zehe: 8 %

  • Andere Zehe: 3 %

  • Sehfähigkeit auf einem Auge: 80 %

  • Gehör auf beiden Ohren: 70 %

Darüber hinaus bieten einige Versicherungsgesellschaft für bestimmte Berufsgruppen - wie z. B. Juweliere und Musiker - weitere Gliedertaxen an.

Weiterführende Links

Invaliditätsleistung

Unfallversicherung - Leistungen

Quellenhinweis

Der Artikel wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von .

dvb-Pressespiegel: aktuelle Meldungen
Erhalten Sie täglich die 8 wichtigsten Meldungen zu Versicherungs- und Finanzthemen.
Hier anmelden:
dvb-Newsletter: die Entscheidungshilfe!
Psychonomics: 1. Platz Aktualität / 2.Platz Entscheidungsrelevanz für Versicherungs- und Finanzmakler
 
AGB | Datenschutz | Hilfe | Impressum | Sitemap | Team | Werbung & Preise

© deutsche-versicherungsboerse.de