Das große Bild

Navigieren im spätzyklischen Bullenmarkt – CIO-Gespräch mit Dr. Robert Wiesner

In dieser Folge des Podcasts diskutieren Christian Hammes und Dr. Robert Wiesner die Kapitalmarktperspektiven für das Jahr 2026 vor dem Hintergrund geopolitischer Unsicherheiten, geldpolitischer Zyklen und struktureller Marktrotationen. Ausgangspunkt ist die anhaltende handelspolitische Unsicherheit rund um US-Zölle, die Investitionsentscheidungen von Unternehmen verzögert und die Planbarkeit globaler Lieferketten beeinträchtigt, ohne jedoch einen unmittelbaren Konjunktureinbruch erwarten zu lassen. Erstens steht die makroökonomische Robustheit trotz politischer Risiken im Fokus: Moderate Inflation, potenzielle Zinssenkungen in den USA sowie eine leichte konjunkturelle Belebung sprechen aus Sicht Wiesners weiterhin für konstruktive Aktienmärkte, wenngleich erhöhte Volatilität und Bewertungsrisiken bestehen bleiben. Zweitens analysieren die Gesprächspartner eine strukturelle Rotation an den Kapitalmärkten weg von kapitalleichten Technologie- und Softwaremodellen hin zu Real-Asset-Sektoren, industriellen Wertschöpfungsketten sowie Small- und Mid-Caps, die von Produktivitätsgewinnen und zyklischer Nachfrage profitieren könnten. Drittens wird die strategische Asset Allocation im globalen Kontext diskutiert: Während Europa kurzfristig von fiskalischen Impulsen und Bewertungsaufholpotenzial profitiert, bleiben die USA aufgrund ihrer Innovationskraft strukturell relevant, und Emerging Markets gewinnen als Wachstumstreiber zunehmend an Gewicht – idealerweise umgesetzt über eine Kombination aus aktiven und passiven Strategien. Insgesamt zeichnet das Gespräch das Bild eines konstruktiven, aber selektiven Marktumfelds, in dem antizyklisches Handeln, regionale Diversifikation und eine bewusste Mischung aus Wachstums- und Substanzwerten entscheidend für den Portfolioerfolg sind.

 

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