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28.04.2021 - dvb-Presseservice

Analyse: Die Vollautomatisierung für das Maklerhaus ist da

Jetzt gibt es das erste Maklerprogramm, welches tatsächlich selbstständig für den Makler arbeitet. Was heißt das für die Mitarbeiter im Innendienst?

Viele Größen unserer Zeit, wie Bill Gates warnen davor, dass es durch KI-Systeme bald zu einem Kahlschlag unter den White Collar Arbeitern kommen wird – also dem mittleren Management und den Sachbearbeitern. Aber obwohl die Entwicklung einer generalistischen künstlichen Intelligenz noch dauert, merken Angestellte stattdessen die Auswirkungen der Automatisierung. McKinsey geht in seinem 2019 Report von 30-40% der Arbeitnehmer aus, die in dieser Dekade gefährdet sind.

Nun hat CODie.com im Versicherungsbereich ein Maklerverwaltungsprogramm entwickelt welches vollautomatisiert arbeitet – sind jetzt also die Arbeitsplätze im Innendienst gefährdet?

Vollautomatisches Schaffen

Die Vision ist einfach, eine Kündigungsemail kommt rein und der Computer weiß was zu tun ist, welche Formulare zu befüllen sind und welche Fristen einzuhalten sind. Er informiert und kündigt selbstständig und meldet nur noch den Vollzug. Das Gleiche im Lead-Management, von der selbstständigen Erfassung der Interessenten, über ein Online-Formular, bis hin zur Terminvereinbarung per Link. Aber wo sind die Grenzen so einer Vision und führt das einfach nur zu einem Abbau des Innendienstes oder eher zu einem Ausbau der Mandantenbasis?

Wie sieht es mit der Vertragsdatenpflege aus, in der bis heute der Innendienst unentbehrlich ist? Auch hier kann das System selbstständig mit z.B. Beitragserhöhungen umgehen, und dem Kunden etwa anbieten eine Alternative zu berechnen.

Aber, wenn wir unter die Motorhaube schauen, dann muss letztlich alles auf Daten basieren die entweder schon im System sind oder gerade dieses betreten. Und die Datenqualität und Lage ist häufig unvollständig oder nicht auswertbar.

Casus Knacksus

Nehmen wir das konkrete Beispiel einer vollautomatischen Bestandsübertragung für eine Firma mit 25 Verträgen. Sicherlich, die Gesellschaften werden zu jedem Vertrag automatisiert erinnert, dass die BÜ noch aussteht und die Software kann auch registrieren, dass eine Antwort der Gesellschaft eingegangen ist. Nur, was steht in der Antwort? Und hier scheitert die „schlaue“ Datenauswertung, denn an keinem Kriterium in der E-Mail (die bei jeder Gesellschaft anders aussieht) könnte der Rechner hundertprozentig wissen, ob die E-Mail eine Rückfrage beinhaltet, eine Ablehnung oder eine Vollzugsmeldung. Der Medienbruch macht den Sachbearbeiter also unentbehrlich.

Und was ist mit den BiPRO-Datenlieferungen der Gesellschaften? Könnte man da nicht die Geschäftsvorfälle nutzen? Nach dem CODie schon seit einem Jahr Beitragsdaten via BiPRO aktualisiert, ist bekannt, dass die Qualität der BiPRO-Daten zu volatil ist, um darauf Prozesse basieren zu lassen. Stattdessen wird z. B. auf optische Texterkennung durch die PDF-Box von Mr-Money gesetzt.

Der Innendienst ist also nach wie vor unerlässlich, um die vielen Medienbrüche zu bewältigen, erlebt aber eine starke Entlastung durch die Vollautomatismen. Daher ist es möglich mehr Zeit für A-Kunden zu erübrigen oder die Mandantenbasis auszuweiten.

Fazit

Es steht außer Frage, dass die Automatisierung in allen Bereichen die Zahl der benötigten Mitarbeiter senkt. Aber dies wird keine Kündigungswelle auslösen, sondern langfristig eher die Zahl der Neuanstellungen (etwa nach Pensionierung) senken. Vielleicht ist das auch gut so, denn wir leben in einer rapiden alternden Gesellschaft, in welcher schon heute viele Maklerhäuser Probleme haben gute Nachwuchskräfte zu finden. Bisher kann nur Automatisierung diese Lücke schließen.


Pressekontakt:

Herr Matti Bargfried
E-Mail: demo@codie.com

CODie software products e.K.
Zeppelinstr. 47A
14471 Potsdam
https://codie.com


Über den Autor:

Matti Bargfried ist seit fünf Jahren Vertriebsleiter bei CODie software products e.K. – einer Firma die seit 1991 sowohl für Maklerfirmen und auch für Finanzvertriebe ein Bestandsverwaltungsystem anbietet. Er ist überzeugt, dass beide Welten viel voneinander lernen können.






Matti Bargfried