Elon Musk erwartet, dass KI die menschliche Intelligenz binnen weniger Jahre übertrifft und spätestens 2036 die Kontrolle übernimmt. In einem Interview mit dem Podcast des britischen „Economist“ zeichnet der Tesla- und SpaceX-Chef das Bild einer Gesellschaft im Überfluss, verbunden mit dem Eingeständnis, dass der Mensch dann nicht mehr die entscheidende Instanz wäre.
Vom Lagerfeuer zur Gründung von OpenAI
Der Ursprung von Musks Kontakt mit dem Thema KI reicht elf Jahre zurück. Laut „New York Times“ war ein Gespräch an seinem 44. Geburtstag mit Google-Mitgründer Larry Page einer der Anlässe für die Gründung von OpenAI, die Musk gemeinsam mit Sam Altman und weiteren Partnern vorantrieb. Page vertrat damals die Vorstellung einer Zukunft, in der Maschinen den Menschen intellektuell überlegen sind, mit ihnen um Ressourcen konkurrieren und sich am Ende durchsetzen.
Musk reagierte ablehnend und positionierte sich über Jahre hinweg als Warner in Sachen KI.
Die Prognose: KI übertrifft die Menschheit in fünf Jahren
Von dieser Skepsis ist im aktuellen Interview wenig geblieben. Musk sagt voraus, dass KI bereits in etwa fünf Jahren klüger sein werde als die Summe der menschlichen Intelligenz. „Es wird wirklich nichts geben, das die KI nicht besser kann als Menschen, außer vielleicht ein Mensch zu sein“, so Musk.
Das Ergebnis dieser Entwicklung bewertet er heute positiv. Er erwartet ein „Zeitalter von fantastischem Überfluss, in dem jeder alles haben kann, an das er denkt“. Diese Einschätzung datiert er auf 2036 und räumt zugleich ein, dass sie zunächst absurd klingen möge.
Der Vorbehalt: Kein Dritter Weltkrieg
Musk knüpft seine Prognose an eine Bedingung. Ereignisse wie ein „massiver thermonuklearer Krieg“ könnten die Entwicklung noch verhindern. „Aber angenommen, es gibt keinen Dritten Weltkrieg, denke ich, dass wir auf ein Zeitalter des Überflusses zusteuern“, sagt er. Grundsätzlich versteht er seine Botschaft als optimistisch: Auf die Zukunft könne man sich freuen.
Kontrollverlust als Konsequenz
Der Preis dieser Entwicklung ist für Musk der Verlust menschlicher Steuerung. „Es wäre ganz schön eitel von mir, zu glauben, dass ich eine Super-Intelligenz kontrollieren würde, die viel schlauer ist als ich“, sagt der SpaceX-Gründer. Die Menschheit könne lediglich versuchen sicherzustellen, dass die KI gute Werte entwickelt, sich um die Menschen kümmert und deren Wohlergehen zum Ziel hat.
Auf die Nachfrage, ob er tatsächlich von einer Machtübernahme innerhalb von zehn Jahren ausgehe, verweist Musk auf das Verhältnis der Intelligenzunterschiede. Die Differenz zwischen KI und Mensch werde deutlich größer sein als die zwischen KI und Schimpansen. „Es ist schwer, sich vorzustellen, dass Schimpansen die Kontrolle haben werden.“
Der Mensch als „weiterentwickelte Form von Schimpansen“
Diesen Vergleich führt Musk weiter aus. Der Mensch sei lediglich eine „weiterentwickelte Form von Schimpansen“. „Es ist noch gar nicht so lange her, dass wir uns von Bäumen geschwungen haben und Bananen im Dschungel gegessen haben. Bananen essen wir übrigens immer noch.“
Sobald Sie das Video starten werden Ihre Daten durch Youtube verarbeitet und entsprechende Cookies von Youtube gesetzt. Weitere Informationen...



Kommentare
Ist es schön, wenn man alles mühelos haben kann, an was man denkt? Eine KI antwortet dazu: "Das ist eine tiefe Frage, die meistens mit einem Nein beantwortet wird, da uns echte Freude, tiefe Zufriedenheit und echtes Wachstum durch die Überwindung von Mühen und Herausforderungen geschenkt werden. Warum echte Freude Mühe brauchtWertschätzung: Dinge, die man ohne Anstrengung bekommt, fühlen sich oft leer und unwichtig an.Stolz: Erst das Gefühl, etwas durch eigene Kraft geschafft zu haben, gibt echtes Selbstvertrauen.Langeweile: Wenn jeder Wunsch sofort wahr wird, verliert das Wünschen und Träumen seinen Zauber.Die Bedeutung des WegesLernen: Fehler und Probleme machen uns klüger und stärker für das Leben.Erleben: Der Weg zu einem Ziel ist oft spannender und lehrreicher als das Ziel selbst." In der 8. Episode der zweiten Staffel von Star Trek wollen die Androiden des Planeten Mudd die Menschheit vor sich selbst beschützen und die Herrschaft übernehmen, indem sie alle Menschen unendlich bedienen, bis diese träge und passiv werden. Die entscheidende Szene findet im Kontrollzentrum des Planeten statt. Da die Androiden rein logisch funktionieren, besiegt Kirk sie gemeinsam mit seiner Crew durch völlig unlogisches und absurdes Verhalten.