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Nein, danke

Erweiterte Einlösungsklausel

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In den meisten Versicherungsbedingungen wird über die gesetzliche Einlösungsklausel hinaus die erweiterte verwendet, bei der der Versicherungsschutz - also die Leistungspflicht des Versicherers im Schaden- oder Leistungsfall - auch rückwirkend ab Beginn des Versicherungsvertrages entsteht, wenn die Erstprämie rechtzeitig gezahlt wird, auch wenn der Zahlungszeitpunkt nach dem Vertragsbeginn liegt.

Beispiele:

  • Kapitallebensversicherung: § 3 Abs. 1 KLV 2000
  • Haftpflichtversicherung: § 3 Ziff. I Abs. 1. AHB 2002
  • Rechtsschutzversicherung: § 7 ARB 2000
  • Wohngebäudeversicherung: § 13 Abs. 1 VGB 2000
  • Hausratversicherung: § 15 Abs. 1 VHB 2000
  • Sachversicherung nach Einzelbedingungen: z.B. § 8 Abs. 3 AFB 87

Keine erweiterte Einlösungsklausel gilt zum Beispiel in der Kraftfahrtversicherung (§ 1 Abs. 1 AKB 2002), weil dort die vorläufige Deckung durch Aushändigung der Versicherungsbestätigungskarte üblich und damit eine Rückwirkung beim Versicherungsschutz entbehrlich ist.

Quellenhinweis

Der Ursprungstext dieses Artikels wurde uns freundlicherweise zur Verfügung gestellt von .