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05.09.2016 - dvb-aktuell

Deutsche Bevölkerung wird jünger

Erstmals seit 1990 ist das Durchschnittalter der deutschen Bevölkerung gesunken. Grund dafür ist die Zuwanderung junger Menschen. Der Effekt dürfte jedoch nur von kurzer Dauer sein.

Die Zuwanderung ließ das durchschnittliche Alter um rund einen Monat auf 44,2 Jahre im Jahr 2015 sinken. So stieg die Gesamtbevölkerung um rund 980.000 auf 82,2 Millionen. Die Zuwanderung von 1,1 Mio. hatte hierauf einen großen Einfluss, da viele junge Menschen aus anderen EU-Ländern oder junge Flüchtlinge nach Deutschland kamen. Unter den Flüchtlingen sind fast 70 Prozent aller Asylerstantragsteller jünger als 30 Jahre, sodass auch das Durchschnittsalter in Deutschland sinke.

Auch die Zahl der Bevölkerungsgruppe der U-20-Jährigen wuchs mit 2,2 Prozent so stark wie 1966 nicht mehr. Stärker wuchs zudem die Gruppe der 20- bis 39-Jährigen mit 2,6 Prozent zum Vorjahr. Auch das ist der größte Zuwachs seit 1985.

Diese Zahlen dürften jedoch nur eine Momentaufnahme sein. Denn die Bevölkerung in Deutschland altert in Deutschland unaufhaltsam – trotz Zuwanderung. Das größte Problem bleibt weiterhin die niedrige Geburtenrate im Gegensatz zu früher und die Älteren werden zugleich immer älter. So steht der Höhepunkt des Alterungsprozesses erst noch bevor. Im Jahr 2060 wird das Durchschnittsalter je nach Trendvariante bei 47,6 bis 50,6 Jahre liegen. Im Jahr 1970 lag es noch bei 36,2 Jahren und 1990 bei 39,3 Jahren.

Quelle: Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV)

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