Informationen und Wissen für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche Registrieren Abo Einloggen
Rotes Informations-Icon
Passwort vergessen? Kein Konto? Kostenlos registrieren...

dvb-aktuell

dvb-aktuell vom 07.12.2011

Was Versicherer für PKV-Abschlüsse zahlen

Die PKV-Beitragseinnahmen konnten zuletzt zwar zulegen. Doch beruht dies vor allem auf Beitragsanpassungen, zeigt die Untersuchung „Bilanzanalyse: Private Krankenversicherung 1999 – 2010“ des Marktbeobachters map-report.

Brandaktuell ist jedoch eine gemäßigte BeitragsAnhebung für 2012 zu erwarten. Bei der Tarifgeneration 2012 liegen die Anpassungen im Schnitt mit 4,4 Prozent signifikant unter den Anpassungen von 7,0 Prozent 2011“, sagt Stephan Schinnenburg, Geschäftsführer des Analysehauses Morgen & Morgen. Bei 45 Prozent der Tarife wird es gar keine Beitragserhöhung geben (2011: 35 Prozent).

Gemessen an den verdienten Bruttobeiträgen hat die DKV laut map-report durch die Fusion mit der Victoria zwischenzeitlich mit 14,3 Prozent wieder den höchsten Marktanteil in der Vollversicherung, gefolgt von Debeka mit 14,1 Prozent und Allianz mit 9,6 Prozent. Die Brutto-Abschlussaufwendungen der PKV sind 2010 leicht gefallen: von 8,5 Prozent auf 7,99 Prozent der verdienten Bruttobeiträge. Die Spanne reicht von nur 1,91 Prozent bei der Landeskrankenhilfe bis 27,40 Prozent bei Ergo Direkt – siehe auch Tabelle.

Die Abschlussaufwendungen werden natürlich nur zu einem gewissen Teil für den Vertrieb ausgegeben. Bisher werden in der Branche für den Neuabschluss einer Vollversicherung bis zu 18 Monatsbeiträge gezahlt. Laut BaFin war die durchschnittliche Höhe der Abschlussprovisionen für PKV-Verträge von 1999 bis 2009 von 7,5 auf 8,9 Monatsbeiträge gestiegen. Ab 1. April 2012 sind durchschnittlich 9 Monatsbeiträge erlaubt – so steht es im Gesetz zur Novellierung des Finanzanlagenvermittler- und Vermögensanlagenrechts.

Die Masse der Vermittler kennt Vergütungs-Exzesse mit bis zu 18 Monatsbeiträgen aus eigener Erfahrung nicht. In der Studie „Provisionen und Courtagen – was die Versicherer ihren Vermittlern zahlen“ kommt Autor Matthias Beenken nach Auswertung von 647 Vermittler-Antworten zu dem Schluss: „Durchschnittlich 7,6 Monatsbeiträge werden von den Maklern in der PKV genannt“. Am meisten zahlen laut Beenken UKV mit durchschnittlich 8,3 Monatsbeiträgen Abschlusscourtage, gefolgt von Deutscher Ring (8,2) sowie DBV-Winterthur und Continentale (je 8,1).

Zugleich wird zum 1. April 2012 die Stornohaftungszeit auf fünf Jahre verlängert. Ausnahmen: Die Kündigung liegt eindeutig nicht im Verantwortungsbereich des Vermittlers. Und: Der Kunde kündigt, weil er in der GKV versicherungspflichtig wird. Häufig haften Vermittler gegenwärtig nur rund 1,3 Jahre, bis die Abschlussvergütung unwiderruflich verdient ist. Dies hat unseriöse Umdeckungen zumindest begünstigt.

Abschlussaufwendungen ausgewählter PKV-Anbieter

Versicherer

Kosten 20101 (%)

Kosten 1999 bis 20102 (%)

hohe Aufwendungen

Deutscher Ring

16,57

11,51

R + V

13,00

13,64

Central

12,43

12,54

Arag

12,41

13,00

UKV

11,56

12,48

niedrige Aufwendungen

LKH

1,91

3,63

HUK-Coburg

3,66

4,61

Debeka

4,32

4,53

AXA

6,32

8,34

Allianz

6,98

7,92

Markt

7,99

8,73

1 Abschlusskostenquote brutto in Prozent der verdienten Bruttobeiträge
2 Durchschnitt von 1 pro Jahr

Quelle: map-report 786-788/2011 


dvb-Pressespiegel: aktuelle Meldungen
Erhalten Sie täglich die 8 wichtigsten Meldungen zu Versicherungs- und Finanzthemen.
Hier anmelden:
dvb-Newsletter: die Entscheidungshilfe!
Psychonomics: 1. Platz Aktualität / 2.Platz Entscheidungsrelevanz für Versicherungs- und Finanzmakler
 
AGB | Datenschutz | Hilfe | Impressum | Sitemap | Team | Werbung & Preise

© deutsche-versicherungsboerse.de