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Beratung und Berufsverständnis

29.03.2005 14:52:20

Werte Kollegen,

mit Interesse habe ich die Diskussion über Beratungsaufwand und
Entlohnung verfolgt.
Gestatten Sie mir einige Zeilen.

Als originärer Financial Planner verstehe ich Finanzdienstleistung und
Finanzberatung im gleichen Kontext wie den Berufsstand
der Rechtsanwälte und Steuerberater.

Wir verkaufen eine Dienstleistung, können einen Nutzen / Mehrwert
darstellen und können offen über ein entsprechendes Honorar
reden.
Unsere Bundesregierung reglementiert sogar die Öffnungszeiten von
Alt-Glas-Containern, vergaß uns aber eine HOAI oder ehem. BRAGO
zu verpassen.
Das hat zur Folge, dass sich Strukturvertriebe verbreiten konnten, mit
Metzgern, die Altersvorsorge verkaufen. Allerdings wird die Honorierung
völlig verschwiegen. Das zahlt ja die Versicherungsgesellschaft und
nicht der Kunde. Aha.
Es gibt auch keinen Abiturienten, der bewusst sagt: jawoll, diese
Branche ist so toll, da kann ich ganz viel verdienen - das Zeug studiere
ich
jetzt. Die meisten schliddern irgendwie rein.

Der VDH hat begonnen, Netto-Tarife auf den Markt zu bringen, das den
Vermittlern erlaubt, Honorarvermittlung zu betreiben. D.h. Sie bekommen
für Kopien, Zeit, Analyse etc. Ihr Honorar / Stundensatz und das
Produkt selbst ist dann Vertriebskosten frei.
Ich halte das für einen guten Ansatz, den Kunden beizubringen, dass
unser immenses Fachwissen Geld kostet. Zudem ist dies Stornofrei.

Ich denke, wir sollten uns nicht verstecken und als
"Versicherungs-Fuzzi" durch die Presse und Lande ziehen.
Wir benötigen umfassende Kenntnisse über Wirtschaft und Politik,
juristische Kenntnisse (zumindest müssen wir juristische Schwachstellen
sehen und den Mandanten dann verweisen), steuerliche Kenntnisse,
Mathematik, VWL und BWL; wir sollten den Immobilienmarkt kennen (sonst
ist eine Baufi-Beratung nicht möglich), beherrschen Portfolio-Theorie
und Kreditmanagement; wir übernehmen zum Teil auch Fragen aus
der Unternehmensberatung (z.B. Lebensarbeitszeitkonten)

Verzeihen Sie mir, dass ich meinen Alltag nur aus der Planner-Seite
betrachten kann; dennoch: die Finanzmaterie ist so umfassend geworden,
dass
die Kunden begreifen müssen, dass das Beherrschen der Ganzheitlichkeit
einfach bezahlt werden muss.

Mit lieben Grüßen

[Name ausgeblendet]

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