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Hausrat - Demenzkranke Mutter

09.12.2005 21:29:24

Liebe Listenteilnehmer,

heute habe ich eine spezielle Frage aus dem Sachversicherungsbereich ,
der nicht mein Spezialgebiet ist und hoffe auf Hilfe:

Folgender Sachverhalt einer Kundin die mir geschrieben hat:

Mein Partner wohnt mit seiner Mutter im eigenen Haus. Die Mutter ist
Demenzkrank, wird seit mehreren Jahren medikamentös behandelt.
Körperlich ist sie topfit. Die Krankheit äußert sich darin, dass sie
gewisse Worte nicht mehr findet und Leute nicht mehr erkennt. Mein
Partner geht ganztags arbeiten, sie ist also allein im Haus.

Anfang des Jahres gelang es Trickbetrügern, durch geschicktes Reden an
der Haustür und angeblichem Teppichverkauf, ihr zwei Schecks
abzuluchsen. Wir wandten uns an die Kripo, die aufgrund fehlender Zeugen
und Spuren nichts weiter unternehmen kann.

Wir kauften eine Haustür mit Spiegeleinsatz und Türriegel und bläuten
ihr ein, die Tür nicht zu öffnen, falls Fremde davor stehen.

Nun war diese Person wieder da, verwickelte sie in ein Gespräch, wurde
von ihr reingelassen und nahm, weil keine Schecks mehr im Hause sind,
Bargeld mit in Höhe von EUR 300,--.

Natürlich haben wir die Kripo und die Versicherung informiert. Bei der
Kripo Koblenz bekam ich gestern die Auskunft, dass es sich um einen
schweren Diebstahl und Beraubung hilfloser Personen handelt. In diesem
Fall müsste die Versicherung aufkommen. Die Versicherung haftet nicht,
da keine Zeugen oder sonstige verwertbaren Spuren vorliegen.

Die Nachbarn haben wir sensibilisiert, jetzt werden wir zur Abschreckung
und Aufzeichnung eines event. neuen Diebstahls zwei Kameras
installieren. Wenn ich das ganze Szenario ausmalen, kann es sein, dass
wir abends nach Hause kommen, alles ausgeräumt ist und wir noch nicht
einmal Ersatz erhalten. Dies nur der materielle Schaden.
Ich suche jetzt eine Versicherung, die mir trotz einer gutgläubigen und
beeinflussbaren Schwiegermutter den Hausrat absichert. Handeln wir denn
grob fahrlässig, wenn wir die Mutter ohne Aufsicht lassen, bzw. sie
selbständig die Tür öffnen kann?

Mit diversen Gruppen, wie Alzheimer Gesellschaft oder der Demenz
Selbsthilfe-Gruppe wurde Kontakt aufgenommen. Es gibt Versicherungen,
die bei Patienten Folgeschäden abdecken, wenn diese weglaufen oder
herumirren und es zu Verkehrsunfällen kommt. Aber in meinem Fall waren
sie auch überfragt.

Ist es Ihnen möglich, eine Versicherung zu finden, die dieses Risiko
abdeckt?? Haben Sie vielleicht schon mal von einem ähnlichen Fall
gehört? Die Krankheit und die Überalterung der Bevölkerung nehmen ja
bundesweit zu, aber die Versicherungen scheinen auf diese Folgen nicht
reagieren zu wollen.

Ich freue mich auf mögliche Lösungen oder Ansätze.
Einen schönen dritten Advent Ihnen Allen!

Gaby [Name ausgeblendet]

Gabriele [Name ausgeblendet]

[Name ausgeblendet]

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