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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 09.05.2008
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Abgeltungssteuer Motor im Maklervertrieb

Köln, Mai 2008. Die Anfang 2009 in Kraft tretende Reform der Besteuerung privater Kapitalerträge („Abgeltungsteuer“) wird im Maklervertrieb zu einer deutlichen Steigerung der Vertriebsaktivitäten führen. Durchschnittlich will jeder Finanz- und Versicherungsmakler im Laufe des Jahres rund 40 Prozent seiner Bestandskunden aktiv auf die Abgeltungsteuer ansprechen, jeder dritte sogar mehr als 60 Prozent.

Als Anlageprodukte wollen die Makler ihren Kunden bevorzugt fondsgebundene private und staatlich geförderte Rentenversicherungen (88%), aber auch fondsgebundene Lebensversicherungen (59%), Misch- und Dachfonds (57%), klassische Rentenversicherungen (53%) und Aktienfonds (51%) empfehlen. Selbst die oft schon totgesagte Kapitallebensversicherung könnte von der Abgeltungsteuer profitieren: Immerhin 16 Prozent der unabhängigen Vermittler zählen diese noch zum engeren Kreis der empfehlenswerten, abgeltungsteuer-neutralen Anlageformen.

Dies zeigt die aktuelle Ausgabe des "Makler-Absatzbarometer" (I/2008) des Marktforschungs- und Beratungsinstituts psychonomics AG zum Schwerpunktthema "Abgeltungsteuer“.

Die Lieblinge der Makler unter den Fondsanbietern

Vor dem Hintergrund der kommenden Abgeltungsteuer werden Aktien- und Dachfonds mit an der Spitze der Anlageempfehlungen der Makler liegen. Wer aber sind die beliebtesten Fondsgesellschaften? Derzeit weisen DWS Investment und Fidelity Investment die größte Präsenz im Maklervertrieb auf. Ähnlich überzeugt sind die Makler von der Qualität der Fondsangebote von Franklin Templeton und Pioneer Investments, die bisher allerdings nur eine deutlich geringere Bekanntheit im Maklervertrieb erreichen. Insgesamt untersucht das aktuelle Makler-Absatzbarometer rund 50 Fondsgesellschaften im Hinblick auf die Bekanntheit der abgeltungsteuerspezifischen Produktlösungen sowie die Empfehlungsbereitschaft der Makler gegenüber den Endkunden.

„Vor dem Hintergrund der in der zweiten Jahreshälfte zu erwartenden deutlichen Belebung des Anlagegeschäfts im Maklervertrieb sollten die Fondsgesellschaften ihre Positionierung im Maklervertrieb frühzeitig überprüfen und optimieren“, rät Studienleiter Gunther Ellers von der psychonomics AG.

Als Vertriebsunterstützung seitens der Fondsgesellschaften wünschen sich die Makler von den Fondsgesellschaften u. a. Produktschulungen und attraktive Produktbroschüren. Denn viele Kunden sind immer noch nicht ausreichend über die kommende Abgeltungsteuer informiert. Die im April 2008 veröffentlichte Repräsentativstudie „Absatzpotenzial und Abgeltungsteuer 2009“ von psychonomics zeigt, dass bisher erst gut jeder vierte Deutsche über einigermaßen fundiertes Wissen zu den steuerlichen Neuregelungen verfügt. Fast die Hälfte der Bundesbürger (47%) hat hingegen noch so gut wie keine Kenntnisse über die Konsequenzen der Abgeltungsteuer für die Geldanlage.

VVG-Reform wird vermehrt als Chance angesehen

Die zu Beginn dieses Jahres in Kraft getretene Reform des Versicherungsvertrags-Gesetzes (VVG) wird in Maklerkreisen nach den ersten praktischen Erfahrungen positiver betrachtet als vor deren Einführung. Immerhin mehr als jeder dritte Finanz- und Versicherungsmakler (38%) sieht die VVG-Reform mittlerweile als Chance für den Vertrieb an; Ende letzten Jahres waren dies erst 29 Prozent.

Rund jeder fünfte Makler und verstärkt kleine Maklerbüros beurteilen diese hingegen weiterhin als Risiko für ihr Geschäft. Der Reformnutzen für die Versicherten wird von der Maklerschaft unverändert als eher gering eingeschätzt.

Aktuelle Absatzentwicklung unter Vorjahresniveau

Der allgemeine Absatz-Index im Privatkundengeschäft bewegt sich für das 1. Quartal 2008 bei plus 18 Indexpunkten und liegt leicht unter dem Niveau des Vorquartals (+20). Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (+27) zeigt sich eine etwas stärker abnehmende Tendenz (Wertbereich von minus 100 für stark abnehmend bis plus 100 für stark wachsend).

Auch im Firmenkundengeschäft zeigt sich mit aktuell plus 20 Indexpunkten sowohl im Vergleich zum Vorquartal (+26) als auch im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (+24) ein etwas schwächeres Geschäftsklima.

Einbußen bei den Privatkunden mussten zum Jahresbeginn vor allem in der Leben-Sparte und speziell bei Altersvorsorge-Produkten hingenommen werden. Stabilisierend wirkte sich die erholte Nachfrage bei Sach- und Rechtsschutzversicherungen aus, lediglich die Kfz-Versicherung fiel erwartungsgemäß nach der traditionellen Jahresendrallye deutlich zurück. Im Firmenkundengeschäft verloren gegenüber dem recht starken Jahresendgeschäft 2007 fast alle Sparten.

Optimismus für 2008

Gleichwohl zeigen sich die meisten Makler für das Gesamtjahr 2008 recht optimistisch: 58 Prozent der Makler im Privatkundengeschäft erwarten zumindest moderat steigende, 31 Prozent gleich bleibende und nur 11 Prozent eine leicht rückläufige Entwicklung ihrer Umsätze. Für das Firmenkundengeschäft zeigen sich ähnlich positive Gesamterwartungen.

Das kommende Makler-Absatzbarometer II/2008 erscheint im Juli 2008.

Studienleiter: Gunther Ellers – E-Mail: gunther.ellers@psychonomics.de - Tel.: +49 (0)221 42061-343.

Das vollständige Makler-Absatzbarometer I/2008 - mit den differenzierten Ergebnissen zur Absatzentwicklung nach sechs Sparten im Privatkundengeschäft bzw. fünf Sparten im Firmenkundengeschäft und insgesamt 41 Produkten sowie zu den Vertiefungsthemen „Abgeltungsteuer“ und „VVG-Reform“ - ist als Einzelstudie oder im Rahmen eines vergünstigten Jahresabos über die psychonomics AG erhältlich. Für Versicherungsunternehmen besteht fortlaufend die Möglichkeit, exklusive Zusatzfragen im vierteljährlichen Makler-Absatzbarometer-Bus zu schalten.



Herr Ansgar Metz
E-Mail: ansgar.metz@email.de

psychonomics AG
Berrenrather Straße 154-156
50937 Köln
http://www.psychonomics.de

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