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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 04.05.2009
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Arbeitslos - was wird aus der Altersvorsorge?

Jahrelang hat ein Arbeitnehmer Geld in die private Altersvorsorge investiert - aber was passiert mit seinen Renten- und Lebensversicherungsverträgen, wenn er für längere Zeit arbeitslos wird? „Ehe der Staat einem Langzeitarbeitslosen das Arbeitslosengeld II, auch Hartz IV genannt, zahlt, schaut er genau auf die Bedürftigkeit des Antragstellers“, erklärt Tatjana Höchstödter, Expertin der ERGO Versicherungsgruppe für private Altersversorgung. Es gilt: Zunächst muss ein Arbeitsloser sein gesamtes verwertbares Vermögen aufbrauchen, also beispielsweise Sparguthaben, Immobilien und den eigenen Pkw. Unter Umständen muss auch der (Ehe-)Partner für den Unterhalt aufkommen. Erst dann hat der Arbeitslose Anspruch auf staatliche Unterstützung.

Bei der Frage, ob das Arbeitslosengeld II gezahlt wird oder nicht, gelten für private Lebens- und Rentenversicherungsverträge einige Besonderheiten. Tatjana Höchstödter: „Die eigenständige Altersvorsorge ist unbestritten notwendig, daher genießt sie einen besonderen Schutz.“ Dies bedeutet, dass Riester-Renten, alle Formen der betrieblichen Altersversorgung, Risikolebensversicherungen und Rürup-Renten nicht angetastet werden müssen. Bei der Riester-Rente ist Voraussetzung, dass die Fördergrenze nicht überschritten wird - diese liegt bei 2.100 Euro im Jahr. Einzahlungen, die darüber hinaus gehen, werden angerechnet.

Andere Lebens- und Rentenversicherungsverträge gelten grundsätzlich als Vermögen. Allerdings werden Freibeträge berücksichtigt. Der Vermögensfreibetrag liegt bei 150 Euro pro Lebensjahr bis maximal 9.750 Euro, was 65 Lebensjahren entspricht. Der Altersvorsorge-Freibetrag beträgt 250 Euro pro Lebensjahr bis maximal 16.250 Euro, ebenfalls 65 Lebensjahren entsprechend. Voraussetzung für diesen Freibetrag ist, dass die Lebensversicherung zur Altersvorsorge dient und im Vertrag festgelegt ist, dass das gesparte Vermögen erst im Rentenalter zur Verfügung steht - dies sollte man rechtzeitig vor der Beantragung des Arbeitslosengelds II prüfen. „Aber selbst wenn die Freibeträge überschritten werden, wird eine private Police unter gewissen Voraussetzungen dennoch nicht angerechnet“, sagt Tatjana Höchstödter. Dies ist etwa dann der Fall, wenn der Rückkaufswert des Vertrags unter 90 Prozent der eingezahlten Beiträge liegt. Mehr als zehn Prozent Verlust sind also nicht zumutbar.

Lebensversicherungen bieten verschiedene Möglichkeiten, falls beispielsweise wegen Arbeitslosigkeit ein finanzieller Engpass auftritt. Einige Beispiele: Die Beiträge werden gestundet, die Leistungen herabgesetzt oder der Vertrag wird beitragsfrei gestellt. Auf keinen Fall sollte eine laufende Lebensversicherung gekündigt werden. „Dadurch entstünde eine große Lücke in der privaten Vorsorge, die später nur sehr schwer wieder zu füllen ist“, erklärt
die ERGO-Expertin.



Herr Jens Buchkremer
Tel.: 0211 / 4937 3012
E-Mail: jens.buchkremer@ergo.de

ERGO Versicherungsgruppe AG
Victoriaplatz 2
40198 Düsseldorf
www.ergo.com

Über die ERGO-Expertin
Tatjana Höchstödter (Jahrgang 1973) hat nach ihrer Ausbildung zur Versicherungskauffrau Betriebswirtschaftlehre studiert und anschließend zwei Jahre in einer Unternehmensberatung gearbeitet. Im Jahr 2000 wechselte sie zur Victoria Lebensversicherung. Seit 2008 ist sie als Leiterin Produktmanagement private Altersvorsorge für die ERGO Unternehmen Hamburg-Mannheimer und Victoria tätig. Zu ihren liebsten Freizeitbeschäftigungen gehören Tauchen und Ski fahren.

Über die ERGO Versicherungsgruppe
Mit 17,7 Mrd. Euro Beitragseinnahmen ist ERGO eine der großen europäischen Versicherungsgruppen. ERGO ist weltweit in mehr als 30 Ländern vertreten und konzentriert sich auf die Regionen Europa und Asien. In Europa ist ERGO die Nummer 1 in der Kranken- und der Rechtsschutzversicherung; im Heimatmarkt Deutschland gehört ERGO über alle Sparten hinweg zu den Marktführern. Heute vertrauen 40 Millionen Kunden den Leistungen, der Kompetenz und der Finanzstärke der ERGO und ihrer Gesellschaften. In Deutschland sind es 20 Millionen Kunden, die auf die starken Marken D.A.S., DKV, ERV, Hamburg-Mannheimer, KarstadtQuelle Versicherungen und Victoria setzen. 50.000 Menschen arbeiten als angestellte Mitarbeiter oder als selbstständige Vermittler hauptberuflich für die Gruppe. Großaktionär mit 94,7 Prozent der Anteile ist die Münchener Rückversicherung, einer der weltweit führenden Risikoträger.
Weitere aktuelle Informationen zur ERGO-Versicherungsgruppe finden Sie unter www.ergo.de.

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