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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 20.12.2007
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Arzneimittelausgaben steigen um 2,2 Milliarden Euro auf Rekordni-veau - Druck auf Kassenfinanzen nimmt zu - Versicherte zahlen ins-gesamt weniger Zuzahlungen

Berlin, Dezember 2007. Nachdem die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) im vergangenen Jahr 25 Milliarden Euro für Arzneimittel ausgegeben hatte, werden es, so die BKK Hochrechnung nach dem aktuellen Datenstand, in diesem Jahr insgesamt für alle gesetzlichen Krankenkassen 27,2 Milliarden Euro sein. Dies entspricht einem Ausgabenanstieg um 8,6 Prozent bzw. 2,2 Milliar-den Euro allein im Jahr 2007. Damit wird die Juni-Prognose des BKK Bun-desverbandes voll bestätigt.

Das Zuzahlungsvolumen der Versicherten sank gegenüber dem Vorjahr um 320 Millionen auf 1,7 Mrd. Euro, was den Versicherten zumindest eine kleine Entlastung gebracht hat. Dies liegt insbesondere daran, dass immer mehr Arzneimittel ohne Zuzahlung erhältlich sind. Aktuell sind es 12.371. Diese durch den BKK Bundesverband initiierte Regelung ist ein voller Er-folg, denn die Versicherten erkundigen sich aktiv nach zuzahlungsbefrei-ten Arzneimitteln und können so ihre eigenen Ausgaben mindern.

Die Abschläge für die Gesetzliche Krankenversicherung, also die gesetzli-chen Rabatte, die die GKV von der Pharmaindustrie erhält, erhöhen sich infolge der steigenden Gesamtausgaben von 2,0 Milliarden Euro in 2006 auf 2,2 Milliarden Euro in 2007.

Scheininnovationen und Mehrwertsteuererhöhung ausschlaggebend

Der Anstieg der Arzneimittelausgaben der Krankenkassen wird insgesamt be-stimmt durch die Erhöhung der Mehrwertsteuer (plus 720 Mio. Euro), die anhal-tende Strukturverschiebung (Verordnung neuer und teurer Arzneimittel statt günstiger und bewährter, plus 940 Mio. Euro) und den Mengenzuwachs (mehr Packungen, plus 540 Mio. Euro). Entlastend wirken hingegen die Festsetzung neuer Festbeträge (mit minus 330 Mio. Euro) und die Erhöhung des Apotheken-abschlags auf 2,30 Euro pro Packung (minus 110 Mio. Euro). Weitere 400 Mio. Euro entfallen auf Mehrkosten für Nicht-Fertigarzneimittel (Rezepturen) und Pro-dukte, die den Arzneimitteln zugerechnet werden (z. B. Sondennahrung). Auch wenn die Entlastungen bei den einzelnen Kassen durch individuelle Rabattver-träge noch nicht beziffert werden können, zeigt sich, dass die neuen Möglichkei-ten aus der Gesundheitsreform trotz des großen Engagements der Kassen nicht ausreichen, um den Ausgabenanstieg wirksam zu bremsen. Der Druck der Arz-neimittelausgaben auf die Kassenbeiträge ist so groß wie lange nicht mehr.



Herr Florian Lanz
Tel.: 030/22312-121
Fax: 030/22312129
E-Mail: presse@bkk-bv.de

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10117 Berlin
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