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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 08.06.2011
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Auf Tarifwechsel bestehen

Private Krankenversicherer wimmeln Wechselwillige ab

Die gesetzlichen Krankenkassen haben jüngst wegen finanzieller Schwierigkeiten negative Schlagzeilen geschrieben. Aber auch in der privaten Krankenversicherung ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Beiträge steigen durchschnittlich um fünf Prozent pro Jahr und in einigen Tarifen um deutlich mehr. Ein Ausweg bietet der Wechsel in einen anderen Tarif des gleichen Unternehmens. Thorsten Rudnik, Vorstandsmitglied des Bundes der Versicherten (BdV) beanstandet: „Die Versicherer sträuben sich gegen den Tarifwechsel. Sie wollen verhindern, dass gerade alte und kranke Kunden – also schlechte Risiken – in junge Tarife gehen. Dieses Verhalten ist nicht akzeptabel.“

Wird ein Tarif vom privaten Krankenversicherer nicht mehr beworben oder sogar geschlossen, versichern sich keine jungen Leute mehr darüber. Die Versicherten werden älter und kranker. Der Tarif „vergreist“ allmählich und die Kosten steigen. Durch den Wechsel in einen anderen Tarif lässt sich der Beitrag reduzieren. Dabei legen die Versicherer ihren Kunden aber Steine in den Weg, um die Beiträge in den jungen Tarifen niedrig zu halten. Thorsten Rudnik: „Obwohl der Tarifwechsel gesetzlich verankert ist, werden viele Wechselwillige abgewimmelt. Die Versicherer behaupten etwa, dass keine Sparmöglichkeit besteht. Oder die Bearbeitung der Anfragen läuft nur sehr schleppend.“

Sind die Leistungen des anderen Tarifes höher oder umfassender als bisher, darf der Versicherer für die Mehrleistungen einen Risikozuschlag vereinbaren, eine Wartezeit verlangen oder sie ausschließen. Der Versicherungsnehmer kann den Risikozuschlag und die Wartezeit verhindern, indem er die Mehrleistung vom Schutz ausnehmen lässt. Thorsten Rudnik: „Ein Versicherer hat es auf die Spitze getrieben: Er hat den Tarifwechsel wegen der gesundheitlichen Situation seines Kunden abgelehnt. Das ist schäbig und nicht zulässig.“

Unabhängige Verbraucherschutzorganisationen wie Verbraucherzentralen oder der Bund der Versicherten können den Kunden aufzeigen, welche Wechselmöglichkeiten existieren. Thorsten Rudnik rät: „Wechselwillige sollten hartnäckig bleiben und auf den Wechsel bestehen.“ Der Bund der Versicherten unterstützt seine Mitglieder, den Wechsel gegenüber der Gesellschaft durchzusetzen.



Tel.: 04193-94222
Fax: 04193-94221
E-Mail: info@bundderversicherten.de

Bund der Versicherten
Postfach 1153
24547 Henstedt-Ulzburg
www.bundderversicherten.de




Private Krankenversicherer legen ihren Versicherten, die in einen anderen Tarif wechseln wollen, Steine in den Weg. Der BdV kritisiert dieses Verhalten. Fotomontage: BdV
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