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Ausbildungsfonds der Krankenkassen sichert qualifizierten Nachwuchs in Pflege- und Heilberufen in Baden-Württemberg

Der Ausbildungsfonds, zu dem die AOK Baden-Württemberg als größte Krankenkasse allein rund 90 Millionen Euro beisteuert, ist gegenüber 2008 noch einmal um insgesamt rund zehn Millionen Euro angewachsen. Er sichert über 10.600 Ausbildungsplätze für angehende Krankenschwestern, Hebammen, Logopäden und andere Heilberufe.

„Wir sind auf den Ausbildungsfonds absolut angewiesen. Das Geld finanziert unsere Krankenpflegeschule zu 100 Prozent. Ohne den Fonds müssten wir unsere Krankenpflegeschule sofort schließen“, sagt Monika Röther, Geschäftsführerin im Stuttgarter Marienhospital. An der Schule gebe es rund 120 Ausbildungsplätze für Krankenschwestern und –pfleger und jedes Jahr schließen dort zwischen 30 und 40 junge Menschen die Ausbildung ab.

Rund 2.100 Stunden theoretischer Unterricht sind Teil der dreijährigen Ausbildungszeit. Neben medizinischen Fächern wie Anatomie oder Krankheitslehre werden die Schülerinnen und Schüler in Psychologie, Recht, Betriebswirtschaftslehre und Qualitätsmanagement unterrichtet. „Außerdem haben Themen wie Sozialmedizin und Gesundheitsförderung in den letzten Jahren eine immer größere Bedeutung bekommen“, so Schulleiterin Andrea Haas. Dabei gehe es um Prävention, aber auch um die Anleitung und Beratung von Patienten.

„Durch die Ausbildung sichern wir den qualifizierten Nachwuchs –  für uns im Marienhospital und auch für andere Häuser in Baden-Württemberg, die selbst nicht ausbilden“, sagt Geschäftsführerin Monika Röther.

Der Ausbildungsfonds verteilt die Kosten der Ausbildung gleichmäßig auf alle Kliniken im Land: Pro Patient rechnet jedes Krankenhaus bei den Krankenkassen einen festen Ausbildungszuschlag ab. Die gesetzlichen Krankenkassen in Baden-Württemberg investieren im kommenden Jahr 180 Millionen Euro in die Ausbildung an den Krankenhäusern im Land. Dieses Geld fließt in den Fonds und wird von dort an die Krankenhäuser verteilt, die Pflegenachwuchs ausbilden.

„Gerade angesichts immer neuer Reformen im Gesundheitswesen ist es unerlässlich, dass wir den zukünftigen Bedarf an qualifizierten Fachkräften sichern“, so Dr. Rolf Hoberg, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg. „Wir sind froh, dass wir mit dem Ausbildungsfonds hier einen wirkungsvollen Beitrag leisten können. Auch in Zukunft werden wir uns mit aller Kraft dafür einsetzen, die Qualität der gesundheitlichen Versorgung in Baden-Württemberg sicherzustellen.“