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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 05.09.2011
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Börsenportal-Umfrage: 93% der Deutschen lehnen Euro-Bonds ab

Mit einem „Ja“ zu Euro-Staatsanleihen würden sich Bundestagsparteien insgesamt 27% Stimmenverluste einhandeln

Aufreger Euro-Bonds: Wie eine aktuelle Umfrage des großen deutschen Börsenportals www.boersennews.de (0,45 Mio. Unique User / April 2011) zeigt, lehnen 93% von 1.479 befragten Finanzfachleuten die Einführung einer einheitlich verzinsten EU-Staatsanleihe (Bonds) ab! 30% sagen, dass Deutschland nicht für die falsche Haushaltspolitik anderer Länder büßen darf, wie es mit Euro-Bonds der Fall wäre. So müssten die deutschen Steuerzahler 25 bis 47 Mrd. € jährlich mehr Zinsen für Kredit-Refinanzierungen bezahlen. Obendrein würden sie ganz oder teilschuldnerisch für Schulden anderer Länder haften! Käme es zum Beispiel in Griechenland zur Zahlungsunfähigkeit, müssten deutsche Steuerzahler deren Schulden abtragen – und das in einem Land, in dem monatelang über fünf Euro mehr für Hartz-IV-Empfänger diskutiert wird.

Umfrageergebnis: 93% der finanzinteressierten Deutschen gegen Euro-Bonds

Kein Wunder, dass die meisten Deutschen auf die Barrikaden gehen dürften, sollte die deutsche Bundesregierung tatsächlich für die Einführung von Euro-Bonds in der EU stimmen. Das fordern bereits Bundestagsabgeordnete aus SPD und GRÜNEN. Die ablehnende Haltung der Deutschen hat sich nach der aktuellen börsennews.de-Umfrage gegenüber einer ähnlichen aus dem Jahr 2010 verstärkt: Waren damals 90% dagegen, sind es in diesem Jahr 93%. Lediglich die FDP hat bislang eindeutig gegen Euro-Bonds Stellung bezogen und droht sogar mit dem Scheitern der Bundesregierung, sollten CDU-Bundeskanzlerin Merkel & Co. doch noch den Forderungen aus Brüssel nachkommen.

Die Umfrage von börsennews.de brachte weitere interessante Ergebnisse. So sagten 22% der Befragten, Deutschland dürfe nicht für die falsche Haushaltspolitik anderer Länder büßen. Würde die CDU Euro-Bonds einführen, könnte dies für die schwarz-gelbe Regierungskoalition einen Wählerverlust von 17% bedeuten. 6% der Wähler würden nie wieder ihr Kreuz bei den „Euro-Bonds“-Befürwortern der SPD setzen. Die Grünen würden nur 2% der Wählerschaft verlieren, ebenso die Partei „Die Linke“. Damit ist klar: Übernehmen SPD und GRÜNE die Bundesregierung, werden die Deutschen finanziell so stark bluten wie seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges nicht mehr.

Hintergrund Euro-Bonds

Bonds sind Staatsanleihen, die ein Staat an Kreditgeber verkauft, um zusätzlich neben den Steuereinkünften weitere Einnahmen zu erzielen. Damit kann er dann zum Beispiel Sozialausgaben stemmen oder seine Straßen modernisieren. So nimmt Deutschland allein über Bond-Papiere jährlich um die 250 Mrd. € ein. Je wirtschaftlich vitaler ein Staat ist und je solider die Haushaltspolitik, desto weniger Zinsen muss er an seine Kreditgeber – also die Bond-Käufer – bezahlen. Beispiel Deutschland: Hier werden nur 2,6% Zinsen (bei zehnjähriger Laufzeit) an private oder institutionelle Investoren fällig. Ganz anders Griechenland oder Spanien: Damit Investoren überhaupt zugreifen, werden sie mit hohen Zinsen (bis zu 16%) gelockt. Dies verteuert jedoch die Kreditaufnahme der finanziell unsolide wirtschaftenden Länder erheblich. Nun möchten einige EU-Politiker, dass Deutschland freiwillig den Anlegern höhere Zinsen bezahlt, indem es der Einführung von sogenannten Euro-Bonds zustimmt. Diese würden dann sowohl von den soliden wie unsoliden Länder an Kreditgeber verkauft und einheitlich verzinst werden. Das Problem: Die Zinsen, die Deutschland dann bezahlen müsste, würden gut und gerne 4,9% betragen. Das ist fast doppelt so viel wie bisher!

Tabelle



Presseabteilung/ Redaktionsdienst
Herr Lion Pfeufer
Tel.: +49-(0)341-49288 240
E-Mail: presse@unister.de

Unister Holding GmbH
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Über börsennews.de

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