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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 17.08.2011
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BAI äußert Kritik an Euro-Bonds - Wettbewerb der Staaten ist wichtiger als Gleichschaltung durch Einführung von Gemeinschaftsanleihen

Der Bundesverband Alternative Investments e.V. (BAI), die Interessenvertretung der im Bereich Alternative Investments (u.a. Hedgefonds, Private Equity, Rohstoffe) engagierten Marktteilnehmer, kritisiert die Pläne für eine mögliche Einführung von Euro-Bonds. Schon in der Vergangenheit gab es keine hinreichenden Anreize für europäische Staaten, solide zu wirtschaften. Bei der Einführung des Euro wurden insbesondere keine wirksamen Sanktionsmechanismen gegen Defizitsünder geschaffen. Die Finanz- und Kapitalmärkte haben diese Schwachstelle aufgedeckt. Gleichzeitig haben die europäischen Staaten Regelwerke geschaffen, die sicherstellten, dass sie in jeder Situation ihre ausufernde Verschuldung weiter fortsetzen und Anleihen im Markt platzieren konnten. Die einschlägigen Regelwerke für Versicherungen (Solvency), Banken (Basel) und Investmentfonds (OGAW) stufen Staatsanleihen aller Mitgliedstaaten per se als risikolos ein. Versicherer und Banken müssen diese Anleihen nicht mit Eigenmitteln unterlegen, Investmentfonds dürfen ihr gesamtes Vermögen in europäische Staatsanleihen investieren.

Frank Dornseifer, Geschäftsführer Recht und Policy des BAI, stellt hierzu fest:

„Staatsanleihen europäischer Staaten wurden als Anlageklasse gegenüber anderen Anlageklassen wie z.B. Unternehmensanleihen, Aktien, Immobilien, Hedgefonds oder Private Equity privilegiert, eben damit die Investoren bevorzugt diese Titel erwerben. Dies war und ist extrem gefährlich und es stellt im Ergebnis eine staatlich angeordnete Fehlallokation dar. Davor verschließen viele Politiker und auch die Aufsichtsbehörden nach wie vor die Augen.“

Der BAI fordert daher eine risikogewichtete Eigenmittelunterlegung für alle Anlageformen, einschließlich Staatsanleihen europäischer Staaten. Dieser Ansatz ist marktgerecht und effektiv und hält die Staaten zu einer soliden Haushaltspolitik an.

Dornseifer führt weiter aus: „Mit diesem Ansatz gibt es also einen Wettbewerb der Staaten um Investoren. Gerade der fehlt bislang und er würde auch durch die Einführung der Euro-Bonds nicht wirklich kommen. Im Gegenteil, wenn die Euro-Bonds zudem für aufsichtsrechtliche Zwecke als risikolos zu qualifizieren und nicht mit Eigenmitteln zu unterlegen sind, wird es definitiv keine Haushaltsdisziplin geben. Mit Euro-Bonds sitzen wir dann alle in einem Boot mit 17 Kapitänen. Und das ist im Krisenfall eher ein Problem, als dass es weiterhilft.“

Informationen zum Verband und seinen Mitgliedern können der Homepage des Verbandes unter www.bvai.de entnommen werden.



Herr Frank Dornseifer
Geschäftsführer Recht und Policy
Tel.: +49 228-96987-15
Fax: +49 228-96987-90
E-Mail: dornseifer@bvai.de

BAI Bundesverband Alternative Investments e.V.
Poppelsdorfer Allee 106
53115 Bonn
Deutschland
http://www.bvai.de/

Der Bundesverband Alternative Investments e. V. (BAI) ist die zentrale Interessenvertretung der Alternative Investment-Branche in Deutschland. Der Verband versteht sich dabei als Katalysator zwischen professionellen deutschen Investoren und den besten Anbietern von Alternative Investment Produkten weltweit. Er setzt sich dafür ein, dass deutsche institutionelle bzw. professionelle Investoren ihre Kapitalanlage im Hinblick auf so genannte „Alternative Investments“ einfacher und besser diversifizieren können, insbesondere im Hinblick auf die langfristige Sicherung der deutschen Altersvorsorge. Zu den satzungsmäßigen Aufgaben des BAI gehört insbesondere die Steigerung des Bekanntheitsgrades von alternativen Anlagestrategien und die Verbesserung deren Verständnis in der Öffentlichkeit. Der BAI führt den Dialog mit den politischen Entscheidungsträgern sowie den zuständigen Aufsichtsbehörden. Darüber hinaus pflegt der Verband den Austausch mit nationalen und internationalen Organisationen und Verbänden. Er verfolgt das Ziel, gesetzliche Reformen sowie eine Rechtsfortbildung im Interesse der Mitglieder und deren Anleger zu erreichen und damit attraktive und international wettbewerbsfähige Rahmenbedingungen für die Anlage in Alternative Investments zu schaffen. Der Kreis der BAI-Mitglieder, die sich aus allen Bereichen des professionellen Alternative Investments Geschäfts rekrutieren, ist zwischenzeitlich auf 126 Unternehmen und Personen angewachsen.

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