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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 12.05.2006
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BGFE-Jahresrechnung 2005 - Durchschnittsbeitrag weiterhin konstant

Die Berufsgenossenschaft der Feinmechanik und Elektrotechnik (BGFE) behauptet auch 2005 ihren niedrigen Durchschnittsbeitrag von 93 Cent je 100 Euro Entgelt. Dabei hat die BGFE gezielt mehr Geld in die Unfallverhütung investiert. Erstmals seit langem sind die Ausgaben für Rehabilitation und Entschädigung gesunken.

Die BGFE gehört zu den gewerblichen Unfallversicherungsträgern mit den niedrigsten Durchschnittsbeiträgen. Der Durchschnittsbeitrag ist in 2005 mit 0,93 Euro je 100 Euro Entgelt gegenüber dem Vorjahr wieder konstant geblieben. Gestiegen ist die BGFE-Umlageziffer, die ausdrückt, wie viel Geld der Unternehmer in der niedrigsten Gefahrklasse 1 (für den Büro- bzw. Ver­waltungsbereich im Betrieb) je 1.000 Euro Lohnsumme zahlen muss: Sie stieg in 2005 von 3,47 Euro auf 3,54 Euro. Bei­spiel: Beträgt die Lohnsumme im Bürobereich eines Unternehmens 100.000 Euro, dann zahlt der Betrieb für diese Versicherten rückwirkend 354 Euro Beitrag an die BGFE (0,354 % der Lohnsumme). Die Umlageziffer musste angepasst werden, weil die Unternehmen verstärkt Personal in niedrigen Gefahrklassen gemeldet hatten. Die Zahl der Mitgliedsbetriebe ist in 2005 auf 98.092 (2004: 97.857) gestiegen, die Zahl der Versicherten auf 2.142.320 gesunken (2004: 2.150.029).  

Maßnahmen zur Unfallverhütung intensiviert

Mit dem Ziel Unfälle, menschliches Leid und Kosten zu vermeiden, hat die BGFE in 2005 ihre Präventionsarbeit weiter intensiviert; die Aus­gaben hierfür beliefen sich auf rund 45,29 Mio. Euro (2004: 44,24 Mio. Euro). Damit wurden neben der Bera­tung und Information der Betriebe vor allem Maßnah­men zur Schulung von Versicherten und vorbeugende Untersuchungen (Asbest) finanziert. 

Der Anteil der Verwal­tungskosten an der Gesamtumlage der BGFE blieb mit 4,93 Prozent auch in 2005 niedrig (2004: 4,81); er liegt seit Mitte der 90er Jahre auf diesem günstigen Niveau.  

Ausgaben für Rehabilitation und Entschädigung leicht gesunken

Rund 69 Prozent ihrer Mittel setzte die BGFE für die Rehabilitation und Entschädigung von Unfallverletzten und Berufserkrankten ein (483, 65 Mio. Euro; 2004: 484,39 Mio. Euro). Der seit Jahren anhaltende Rückgang der Unfallzahlen – mit 15,54 Unfällen je 1.000 Versicherte meldet die BGFE einen neuen historischen Tiefstand – zeigt Wirkung. Nach wie vor belasten aber die berufsbedingten Asbesterkrankungen die Ausgabenseite: Für Renten und Abfindungen gab die BGFE 333, 60 Mio. Euro in 2005 aus (2004: 331,86 Mio. Euro). 

Spürbare Entlastung bei der Fremdlast Insolvenzgeld

Von ihren Mitgliedsbetrieben müssen die BGFE und die anderen Berufsgenossenschaften das Insolvenzgeld, das Beschäftigten bei Insolvenz ihres Arbeitgebers zusteht, jährlich im Auftrag der Bundesagentur für Arbeit einziehen. Die Fremdlast Insolvenzgeld hatte sich immer wieder als Kostentreiber stark bemerkbar gemacht. In 2005 ist eine spürbare Entlastung eingetreten: Die BGFE muss 159,18 Mio. Euro einziehen und an die Bundesagentur für Arbeit weitergeben. (2004: 188,81 Mio. Euro). Der Beitrag für das Insolvenzgeld beträgt umgerechnet rund 0,23 Euro je 100 Euro Entgelt. (2004: 0,27 Euro je 100 Euro Entgelt).

Anstieg der Ausgleichslast

Die Ausgleichslast ist, ebenso wie das Insolvenzgeld, eine Fremdlast, die die BGFE für andere einziehen muss. Das gesetzlich vorgeschriebene Ausgleichsverfahren ent­lastet die Berufsgenossenschaften strukturschwacher Wirtschaftszweige (Bergbau- und Bau-Berufsgenossenschaft). Der Anteil an der Ausgleichslast, den die BGFE aufbringen muss, ist auf 82,43 Mio. Euro deutlich gestiegen (2004: 61,76 Mio. Euro). Der Beitrag für die Ausgleichslast liegt bei rund 0,14 Euro je 100 Euro Entgelt (2004: 0,11 Euro je 100 Euro Entgelt). 

Unter Einbeziehung der Fremdlasten liegt die Gesamtumlage der BGFE mit 891,52 Mio. Euro um rund 6 Mio. Euro unter der des Vorjahres (2004: 897,68 Mio. Euro).

Als Trägerin der gesetzlichen Unfallversicherung hat die BGFE die Aufgaben, Unfälle zu verhüten (Prävention), Opfer von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten wieder in das soziale und berufliche Leben einzugliedern (Rehabilitation) sowie Renten und andere Geldleistungen an die Betroffenen zu zahlen (Entschädigung). Alle Aufwendungen werden einmal im Jahr auf die Mitgliedsunternehmen umgelegt, soweit sie nicht durch Einnahmen gedeckt sind.



Frau Bettina Eschbach
Tel.: +49 (0)221 3778-1010 (Zentrale: - 0)
Fax: +49 (0)221 3778-1011
E-Mail: eschbach.bettina@bgfe.de

Berufsgenossenschaft der Feinmechanik und Elektrotechnik (BGFE)
Gustav-Heinemann-Ufer 130
50968 Köln
Deutschland
www.bgfe.de

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