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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 07.11.2008
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BPI: Arzneimittel zweiter Klasse gibt es nicht

Rezeptfreie Arzneimittel: Bundessozialgericht bestätigt Erstattungsausschluss

Das Bundessozialgericht (BSG) hat gestern in seinem Urteil klargestellt, dass der Ausschluss verschreibungsfreier Arzneimittel aus der Erstattung der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) weder Verfassungs- noch Europarecht widerspricht. Seit der Gesundheitsreform 2004 werden die Kosten für rezeptfreie Arzneimittel von den Krankenkassen nicht mehr übernommen, außer sie sind im Ausnahmekatalog der Arzneimittel-Richtlinien aufgeführt. Dazu erklärte Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie (BPI) heute in Berlin: „Die Einschränkung der Verordnungsfähigkeit nicht-verschreibungspflichtiger Arzneimittel bleibt trotz des BSG-Urteils ein rein politischer Willkürakt. Es gibt keinen sachlichen Grund, warum die Kosten rezeptfreier Arzneimittel nicht mehr von den Kassen übernommen werden.“

Eine effiziente Arzneimitteltherapie bestehe nicht nur aus verschreibungspflichtigen Medikamenten, sondern einzig aus wirksamen Arzneimitteln. Dies können auch nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel sein. Nicht-verschreibungspflichtige Arzneimittel seien deshalb von der Rezeptpflicht ausgenommen, weil sie besonders risikoarm sind, so Fahrenkamp weiter. Bei der Zulassung müssen sie die gleichen regulatorischen Anforderungen in Bezug auf Qualität, Wirksamkeit und Unbedenklichkeit erfüllen, wie rezeptpflichtige Medikamente.

Der BPI setzt sich für eine auf die Bedürfnisse der Patienten individuell zugeschnittene Selbstmedikation ein. Der BPI erneuerte seine Forderung, dass rezeptfreie apothekenpflichtige Arzneimittel als Satzungsleistung der Krankenkassen angeboten werden sollen. Zudem plädiert der BPI für eine indikationsbezogene Ausgestaltung der Erstattungsliste durch den Gemeinsamen Bundesausschuss, der diese bestimmt.

Geklagt hatte ein 74-jähriger, der an einer chronischen Bronchitis leidet. Ab 2004 sollte er ein vom Arzt verordnetes schleimlösendes Medikament selber bezahlen, weil es nicht verschreibungspflichtig ist und auch nicht in der Arzneimittel-Richtlinie des G-BA unter den Ausnahmen geführt wird. Der verordnende Arzt hielt aber aus hausärztlicher Sicht eine Weiterbehandlung für sinnvoll und notwendig.



Herr Wolfgang Straßmeir
Tel.: 030/27909-131
E-Mail: wstrassmeir@bpi.de

Bundesverband der Pharmazeutischen
Industrie e.V. (BPI)
Friedrichstraße 148
10117 Berlin
www.bpi.de

Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e. V. (BPI) vertritt mit seiner über 50jährigen Erfahrung auf dem Gebiet der Arzneimittelforschung, -entwicklung, -zulassung, -herstellung und -vermarktung das breite Spektrum der pharmazeutischen Industrie auf nationaler und internationaler Ebene. Über 260 Unternehmen mit rund 72.000 Mitarbeitern haben sich im BPI zusammengeschlossen. Dazu gehören klassische Pharma-Unternehmen, Unternehmen aus dem Bereich der Biotechnologie, der pflanzlichen Arzneimittel, der Homöopathie / Anthroposophie und Pharma-Dienstleister.

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