Informationen und Wissen für die Versicherungs- und Finanzdienstleistungsbranche Registrieren Abo Einloggen
Rotes Informations-Icon
Passwort vergessen? Kein Konto? Kostenlos registrieren...

dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 05.08.2011
Werbung

Bankberater sprechen Fördermöglichkeiten für Mittelständler zu selten an

Fast die Hälfte (47%) der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) haben in den letzten fünf Jahren nach Förderkrediten gesucht. Nur ein Viertel von diesen wurde von ihrem Bankberater auf die Möglichkeiten der Wirtschaftsförderung gezielt angesprochen. Fast ein Fünftel (18%) der nach Finanzierungsförderung suchenden Mittelständler haben aus Eigeninitiative agiert. Dabei laufen die meisten Anträge über den Firmenkundenberater der Hausbank. Dieses sogenannte Hausbankprinzip wird in fast allen Bundesländern praktiziert.
So die Ergebnisse des Förderatlas Mittelstand der Forschungs- und Beratungsunternehmen evers&jung und YouGovPsychonomics. Auf Basis einer repräsentativen Telefonumfrage unter rund 1600 Klein- und Mittelstandsunternehmen wurden in 2010 die Bekanntheit und Nutzung von Förderangeboten der Landesförderinstitute und der KfW erhoben.

Bereitschaft für Beratung zur Förderung ist hoch

Die fehlende Bekanntheit der verschiedenen Fördermöglichkeiten ist der häufigste Hinderungsgrund für die Nutzung der staatlichen Investitionsunterstützungen und des Leistungsspektrums von Förderbanken. Durch verstärkte individuelle Beratung würden mehr Unternehmen Förderkredite nutzen, meinen 90 Prozent der befragten Mittelständler. Tatsächlich geben die Berater von Hausbanken oft noch nicht konsequent genug Hinweise zu Fördermöglichkeiten wie Förderdarlehen, Zuschüsse oder Bürgschaften. Der Bundesdurchschnitt mit 25 Prozent der KMU, die durch ihren Bankberatern solche Hinweise erhalten haben, ist zudem kein Indikator für ein einzelnes Bundesland.

Unternehmen aus dem Saarland (37%), Hessen (32%), Baden-Württemberg (30%), Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Bayern (27%) haben eine höhere Chance, von ihrem Bankberater auf Investitionsförderungen hingewiesen zu werden. Schlechte Chancen für eine umfassende Finanzierungsberatung haben KMU in Thüringen (15%) und Brandenburg (11%), da die Bankberater in diesen Bundesländern deutlich seltener einen entsprechenden Impuls an ihre Firmenkunden geben.

Qualitätsmanagement in der Wertschöpfungskette

Entlang der Wertschöpfungskette vom Produktanbieter bis zum mittelständischen Unternehmen hat der Förderatlas Mittelstand auch die Perspektive auf die Produkte und die Servicequalität von Förderbanken geworfen. In der Image-Untersuchung wurde deutlich, wie wichtig auch die Qualitätswahrnehmung der Produktbroschüren und Produktflexibilität für die Akzeptanz der Förderinstitute im Mittelstand ist. Teilweise präsentieren sich einzelne Förderinstitute bereits sehr eingängig und verständlich auf ihrer Internetseite. Jedoch spielt im weiteren Beratungsprozess der Bankberater die wichtigste Rolle. Denn neben den "günstigen Konditionen" (46%) ist die "Empfehlung der Hausbank" mit 20 Prozent auf Rang 2 der Gründe für einen Förderantrag.

"Eine erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Haus- und Förderbanken ist der Schlüssel für eine bestmögliche Stärkung des ,Rückgrats der Deutschen Wirtschaft\' durch bedarfsgerechte Finanzierungsprodukte. Eine genaue Kenntnis der wechselseitigen Bedarfe und Geschäftsmodelle kann sowohl Haus- als auch Förderbanken helfen, diese Anforderung besser zu erfüllen und jeweils eigene Interessen zu realisieren", sagt Dr. Oliver Gaedeke, Vorstand der YouGovPsychonomics.

Der diesjährige Förderatlas Mittelstand soll als "Spezial Hausbankenvertrieb" deswegen die Zusammenarbeit zwischen Banken und Förderinstituten näher beleuchten und den teilnehmenden Instituten vergleichende Analysen aus Sicht von Beratern und Verkaufsleitern einzelner Kreditinstitute liefern.

Weitere Informationen für zur Studie, die sich an Landesförderinstitute richtet, finden Sie unter www.psychonomics.de/filemanager/download/2569.

(Die unter www.psychonomics.de/presse verlinkte Pressemitteilung enthält eine tabellarische Übersicht der Ergebnisse nach Bundesland)



Herr Simon Wolf
Tel.: +49 (0) 221 42061-596
E-Mail: Simon.Wolf@psychonomics.de

YouGovPsychonomics AG
Berrenrather Straße 154-156
50937 Köln
http://www.psychonomics.de

YouGovPsychonomics - Experten der Finanzmarktforschung seit 1991

Die YouGovPsychonomics AG ist ein international tätiges Marktforschungsinstitut und seit 1991 ausgewiesener Spezialist für die Erforschung der Finanzdienstleistungs- und Versicherungsmärkte. Zahlreiche Unternehmen vertrauen seit vielen Jahren auf unsere Leistungen und unsere Erfahrung. Wir beschäftigen über 100 hochqualifizierte Forscher und Berater und gehören zu den Top 10 der umsatzstärksten Institute Deutschlands. YouGovPsychonomics liefert die relevanten Informationen rund um Marken, Produkte, Zielgruppen und Servicequalität und damit hochwertiges Entscheidungswissen für die Strategieentwicklung und die Optimierung von Marketing und Vertrieb. Individuelle Ad-Hoc-Studien werden ergänzt durch zahlreiche, zum Teil langjährige Monitorings im Privat- und Gewerbekundenmarkt, Image- und Werbetrackings, Vertriebspartner-befragungen und kontinuierliche Studien zu Produktinnovationen. Wir verzahnen unsere fundierten wirtschaftspsychologischen Analysen zudem mit onlinebasiertem Realtime Research für tägliche Informationen "in Echtzeit".

Weitere Informationen finden Sie unter www.psychonomics.de/finanzdienstleistungen.


Über evers & jung

evers & jung ist eine Beratungsgesellschaft für Finanzwirtschaft und Wirtschaftsförderer mit Schwerpunkten in den Bereichen Mittelstandsförderung, Unternehmerlösungen und Private Finanzen. Das Unternehmen ist eine praxisorientierte Denkfabrik, die ihren Kunden dabei hilft, die Bedürfnisse von mittelständischen Unternehmen, Existenzgründern und Privathaushalten besser bedienen zu können.

Weitere Informationen finden Sie unter www.eversjung.de.

dvb-Pressespiegel abonnieren
Erhalten Sie täglich die 8 wichtigsten Mel- dungen zu Versicherungs- und Finanzthemen.
Hier anmelden:
dvb-Newsletter: die Entscheidungshilfe!
Psychonomics: 1. Platz Aktualität / 2.Platz Entscheidungsrelevanz für Versicherungs- und Finanzmakler
 
AGB | Datenschutz | Hilfe | Impressum | Sitemap | Team | Werbung & Preise

© deutsche-versicherungsboerse.de