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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 15.07.2008
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Carmignac Gestion: Marktausblick 2008

„Unsere globale Anlagestrategie, die auf das Wachstum der Schwellenländer und ihren Rohstoffbedarf ausgerichtet ist, wird noch auf Jahre hinaus erfolgreich sein“, Edouard Carmignac.

Makroökonomischer Ausblick

Weltwirtschaftswachstum: Die Bedeutung der Rohstoffe

Die Neuordnung des Gleichgewichts der Weltwirtschaft zugunsten der neuen Mitspieler hat eine Phase erreicht, in der die bisher erzielten Wachstumserfolge nun durch eine Verknappung der natürlichen Rohstoffe beschränkt werden. Das abgelaufene Quartal bestätigt, dass das Rohstoffangebot kaum mit der Nachfrage aus den Schwellenländern Schritt halten kann.

Die Folgen der Rohstoffknappheit bremsen das Tempo des Wirtschaftswachstums weltweit:

  • Der Anstieg der Rohstoffpreise belastet die Kaufkraft der Verbraucher in den Importländern. Schätzungen zufolge reduziert ein Preis von 130 Dollar für ein Barrel Rohöl das Wachstumspotenzial der Industrieländer um mindestens 10 Prozent (in den Schwellenländern ist dieser Effekt noch höher).
  • Kurzfristig erzeugt dies Inflationserwartungen, die die Zentralbanken wieder bekämpfen müssen.

„Während die hohen Preise die Nachfrage dämpfen und eine Verlagerung zu Ersatzprodukten anstoßen, wird das Wachstum der Industriestaaten dauerhaft abgeschwächt und das Wachstumspotenzial der Schwellenländer leicht reduziert sein“, schätzt Edouard Carmignac, Präsident der Fondsgesellschaft Carmignac Gestion, die Lage ein.

Großzügiger geldpolitischer Kurs

Die weltweite Inflation geht ausschließlich auf den Preisanstieg für Energie und einige Agrarrohstoffe zurück. Verschärfend wirkte sich aus, dass die Wetterbedingungen in einigen Regionen sehr schlecht gewesen waren, und dass der Anbau von Lebensmitteln in Konkurrenz zum Anbau von Pflanzen zur Energiegewinnung trat. In dieser Situation müssen die Zentralbanken der Industrieländer feststellen, dass sie relativ wehrlos sind. Diese nachfrageseitig bedingte Inflation wirkt sich auf den privaten Konsum in einer Phase aus, in der die USA eine schwere Immobilienkrise erleben und Europa vor einem Abschwung steht. Die Zinserhöhungen könnten für die Wirtschaftstätigkeit eine ernste Bedrohung darstellen, zumal die Banken ihre Bilanzen noch längst nicht bereinigt haben und eine Inversion der Zinskurve nur schwer verkraften würden, die zwangsläufig eine erneute geldpolitische Straffung nach sich zöge. Vor diesem Hintergrund könnten die westlichen Zentralbanken wiederum zu einem großzügigen geldpolitischen Kurs gezwungen werden: „Sie bellen mehr als sie beißen“, unterstreicht Edouard Carmignac.

Die Dollarschwäche dürfte beendet sein

Der Inflationsdruck, der die Weltwirtschaft belastet, ist in der Tat ein Zeichen dafür, dass die Schwellenländer ihre Zinsen anheben müssen, um die Nachfrage nach Rohstoffen zu senken. Aufgrund der schwachen US-Währung verspürten sie dazu aber bislang keine Neigung. Eine zu starke Aufwertung ihrer Inlandswährung im Verhältnis zum Dollar könnte ihre Wettbewerbsfähigkeit gefährden. Vor diesem Hintergrund sind die realen Zinsen in einigen Schwellenländern (darunter Indien und Russland) sogar negativ. Umgekehrt hätten sie bei einem Dollaranstieg einen größeren Spielraum für die Inflationsbekämpfung.

Nun scheint es, als gäbe es einen Konsens für einen starken Dollar. Die Rückkehr koordinierter Eingriffe in den Devisenmarkt könnte sich als die Überraschung der kommenden Monate erweisen.

Anlagestrategie

Europäisches Fondsmanagement: Wirkungsvolle Einzelwertanalyse

Geprägt wurde dieses Quartal durch positive Wertentwicklungen im europäischen Portfolio von Carmignac Gestion, obwohl die europäischen Indizes netto rückläufig waren: +2,2% bei Carmignac Grande Europe (gegenüber -5,4% bei seinem Indikator), +2,3% bei Carmignac Euro-Investissement (gegenüber -7,3% bei seinem Index) und +2,9% bei Carmignac Euro-Patrimoine (gegenüber -2,8%) und +6,6% bei Carmignac Euro-Entrepreneurs (gegenüber -9%). Trotz der schwachen Aktienmärkte bleiben wir entschieden optimistisch und entdecken weiterhin zahlreiche Anlagemöglichkeiten in vielen Sektoren. Die guten Resultate, die erzielt wurden, bestätigen unseren Ansatz der Einzelwertanalyse und die Strategie unserer Fonds, Wachstumswerte in den Schwellenländern Europas und bei Small und Mid Caps zu suchen.

Natürliche Rohstoffe: Auftrieb im Sog der Knappheit

Carmignac Gestion bleibt von diesem Investmentthema weiterhin sehr überzeugt. Die Verknappung der natürlichen Rohstoffe ist mittlerweile ein Faktum. Sie dürfte zu einer Wertsteigerung der Unternehmen in der gesamten Produktionskette führen, in die wir investieren. Obwohl sich die Titel dieses Sektors im Verhältnis zu den Aktienmärkten insgesamt gut behaupteten, spiegelten sie den Anstieg der zugrunde liegenden Rohstoffe bisher nur teilweise wider. Sie enthalten damit ein wichtiges Widerstandspotenzial, selbst wenn man einen Dollaranstieg und eine Abschwächung der Weltwirtschaft annimmt.

Schwellenländer: Brasilien und China behalten ihr Potenzial

Unser Fondsmanagement bleibt zuversichtlich, was diese Themen angeht. Der Preisanstieg bei Agrarrohstoffen und Energie erzeugt eine Inflation in den neuen Ländern, die wiederum die Bedeutung der Einzeltitelwahl weiter in den Vordergrund rückt. Dennoch bergen die Schwellenländer noch zahlreiche Trümpfe:

  • Der Rohstoffboom nützt in erster Linie den Herstellerländern.
  • Die Intensivierung des Handels der Schwellenländer untereinander, vor allem in Asien, verringert ihre bisherige Abhängigkeit von der Nachfrage aus den USA.

Allgemein lässt sich sagen, dass das Universum der Schwellenländer sehr widersprüchlich bleibt, wenn man die einzelnen Länder betrachtet. Ihre Fähigkeiten der Inflationsbekämpfung sind sehr unterschiedlich. So ist Indien, das eine wenig ruhmreiche Haushaltspolitik betreibt und dessen Verbraucher 60% des Einkommens für Lebensmittel und Energie ausgeben müssen, nicht gerade ein „Musterschüler“. Dagegen stellt Brasilien mit seinem Reichtum an Bodenschätzen und einer sinnvollen Geldpolitik ein gutes Beispiel für ein Land dar, das sich sein Potenzial bewahrt. Unsere Fondsverwaltung setzt auch in China großes Vertrauen. Einerseits wird unterstellt, dass das rasante Wachstum die Inflationsschocks kurzfristig verkraften kann. Andererseits dürfte China längerfristig wahrscheinlich eine Politik der allmählichen Aufwertung des Renminbi betreiben, die sich inflationshemmend auswirken wird.

Zinsmärkte: Ein wahrscheinlich überzogener Pessimismus

Die Inflationsgefahren im Fahrwasser des Ölpreisanstiegs (+40% in diesem Quartal) verursachten eine radikale Wende an den Zinsmärkten. Unser Fondsmanagement sicherte sich durch ein vorsichtiges Profil ab, indem sie von einer Portfoliobasis mit einer guten laufenden Rendite profitierte. Wir werden die Stimmung bei der EZB weiterhin genau beobachten, wenngleich ein Eingriff vor dem Scheitelpunkt der Teuerungswelle unwahrscheinlich ist, das heißt ab September. „Nach unserer Auffassung wird der vorherrschende Pessimismus dazu führen, dass es bei jedem positiven Signal hinsichtlich der Inflation, der Bankenliquidität oder der Unternehmenserfolge zu einem deutlichen Aufschwung kommt“, meint Frédéric Leroux, Chefökonom bei Carmignac Gestion.




Frau Tanja Klatt

Tel.: 069-133896-0
Fax:
E-Mail: tk@stockheim-media.com


Herr Carsten Böhme

Tel.: 069 / 13 38 96-0
Fax:
E-Mail: cb@stockheim-media.com


Frau Claudine Lorber
Marketing and Communications Director - Europe
Tel.: +352 46 70 60 25
Fax:
E-Mail: clorber@carmignac.com

CARMIGNAC GESTION LUXEMBOURG
The Plaza-65, bd G-D Charlotte
1331 Luxemburg
Luxembourg
www.carmignac.com

Carmignac Gestion
Carmignac Gestion wurde im Jahr 1989 von Edouard Carmignac gegründet und zählt heute zu den bedeutendsten unabhängigen Fondsverwaltungsgesellschaften in Europa. Carmignac Gestion zeichnet sich durch einen einzigartigen Anlagestil aus: eine aktive und auf Überzeugungen beruhende, nicht an Referenzwerte gebundene, opportunistische, internationale, auf eine absolute Wertentwicklung ausgerichtete Verwaltung unter Berücksichtigung der Risikotoleranz der Anleger. Die Gesellschaft verfügt über 200 Millionen Euro Eigenkapital und verwaltet ein Volumen von über 14 Milliarden Euro.

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