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dvb-Pressespiegel

Pressemitteilung vom 17.03.2011
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Carmignac Views: Marktausblick Maerz 2011

Didier Saint-Georges, Mitglied des Investmentkomitees von Carmignac Gestion, äußert sich im aktuellen Marktkommentar zur globalen wirtschaftlichen Entwicklung und zur Wertentwicklung der einzelnen Assetklassen.

Seine Kernthesen:

1. Große Unsicherheiten belasten bis aufs weitere die Märkte infolge der Zusammenbrüche einiger arabischer Regimes

Können die Zusammenbrüche mehrerer autoritärer Regimes im arabischen Mittelmeerraum in einem Dominoeffekt einflussreichere Staaten mitreißen und sich somit massiv auf die Weltwirtschaft auswirken? Wird die Flutwelle auf der die Schwellenländer in wirtschaftliche Höhen schnellten, schon bald an den Klippen der Inflation zerschellen? Diese beunruhigenden Faktoren haben zu einem vermehrten Verkauf von Schwellenländeraktien in Höhe von 20 Milliarden Dollar geführt. Insbesondere die asiatischen Märkte haben nahezu 5% (in Euro) im vergangenen Monat eingebüßt, während der EuroStoxx – angetrieben vom Bankensektor – fast 2% zugelegt hat. Carmignac Gestion hatte bereits seit Januar darauf hingewiesen, dass einige Schwellländer wie Indien oder Indonesien kurzfristig anfällig gegenüber der Inflation sind.

2. Europa bleibt eine verwundbare Wirtschaftszone

Auch wenn sich die Konjunkturindikatoren in der Eurozone gefestigt haben, hält Carmignac Gestion die zu beobachtenden Unterschiede in Euroland für zunehmend problematisch. Während Deutschland die niedrigste Arbeitsquote seit der Wiedervereinigung aufweist, ist die wirtschaftliche Lage in Griechenland etwa sehr angespannt. 2013 wird die Gesamtverschuldung Griechenlands bei 157% des Bruttoinlandsprodukts liegen. Portugal muss derzeit allein für die Refinanzierung seiner Schulden über fünf Jahre fast 7% jährlich zahlen. Für eine Wirtschaft, die bereits 2011 um schätzungsweise 1,3% zurückgehen wird, ist dies nicht haltbar.Wird es beim EU-Gipfel am 24. und 25. März, der sich mit der Überarbeitung des europäischen Rettungsplans befassen wird, gelingen, dem Ungleichgewicht dauerhaft ein Ende zu setzen? Auch rechnet Carmignac Gestion nicht damit,dass Deutschland oder die EZB bereitwillig die Kosten dafür tragen werden. Vorläufig sind wir jedoch nach wie vor extrem zurückhaltend bezüglich europäischer Banken.

3. US-amerikanische Aktien sind attraktiv

In den USA erholen sich die wichtigsten Konjunkturindikatoren weiterhin. Die Zahl der Neuanträge auf Arbeitslosenhilfe und erreichte somit Ende ihren geringsten Stand seit Juli 2008. Der Index für das Komsumentenvertrauen und der Einkaufsmanagerindex PMI, wichtige Frühindikatoren für die Wirtschaftsaktivität, setzen ihren Anfang 2009 begonnenen Aufwärtstrend fort. Die von der Fed Ende 2008 initiierte und 2010 fortgesetzte expansive Geldpolitik trieb die Inflationserwartungen in den USA in die Höhe. Die Tatsache, dass das Risiko der Deflationsspirale gemildert wurde, ist ein entscheidender Erfolg, der Japan nach der Immobilienkrise Anfang der 1990er Jahre gefehlt hatte. Die Fed konnte ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr leicht auf 3,4% anheben. In diesem Zusammenhang kommt unseren Positionen rund um den amerikanischen Aufschwung weiterhin eine große Bedeutung zu.

4. Schwellenländer leiden unter Inflationsdruck – Dynamik des chinesischen Wachstums nicht gefährdet

Was die Schwellenländer betrifft, haben die Befürchtungen hinsichtlich eines dauerhaften Anstiegs der Rohstoffpreise, einschließlich Energie, die Angst verstärkt, dass die dortige Inflation nicht unter Kontrolle gehalten werden kann. Dass diese Angst beispielsweise den Fall des Bovespa-Index am brasilianischen Aktienmarkt bewirkt hat, der seit Jahresbeginn um mehr als 6% (in Euro) gesunken ist, ist aus unserer Sicht ein Indiz dafür, dass die Anleger sich derzeit sehr skeptisch und defensiv verhalten. Zu Unrecht wie wir meinen: Denn Brasilien ist ein führender Rohstoffexporteur und zudem in der Erdölversorgung autark. Die derzeitigen Entwicklungen in den Emerging Markets erfordern unsere Wachsamkeit, doch mittelfristig sind wir von den Chancen dieser Märkte überzeugt. Zudem rechnen wir damit, dass langfristig die Weltwirtschaft wieder ein Gleichgewicht erreichen wird.

Den ausführlichen Marktkommentar von Didier Saint-Georges finden Sie im Anhang.



Frau Alexandra Zahn
Tel.: + 49 (0) 69/13 38 96-12
E-Mail: az@stockheim-media.com

CARMIGNAC GESTION LUXEMBOURG
The Plaza-65, bd G-D Charlotte
1331 Luxemburg
Luxembourg
www.carmignac.com

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